Nizza Thobi

 

... singt jiddische und hebräische Lieder aus mehreren Jahrhunderten, melancholische und heitere Zeugnisse einer osteuropäischen Kultur, die stets von der Vernichtung bedroht war. Das Programm von Nizza Thobi verbindet religiöse, nationale, familiäre und historische Elemente zu einer plastischen Darstellung jüdischen Lebens. Nizza Thobi will mehr als nur singen, sie möchte aufklären, Wege zur Begegnung zeigen, erinnern und wahren, den christlich-jüdischen Dialog intensivieren. Ihr Anliegen ist es, vor allem die versunkene Welt des Osteuropäischen Judentums in Text und Gesang wieder aufleben zu lassen.

Geboren wurde Nizza Thobi am Ölberg in Jerusalem. Sie erhielt in ihrem Elternhaus früh musikalische Bildung und studierte dann vier Jahre klassische Gitarre an der Hochschule der Musikakademie in Jerusalem, wo sie neben Segovia und Julian Bream auch Bach und Mozart lieben lernte.

Es folgten 2 Jahre Wehrdienst bei der israelischen Luftwaffe. Während des Sechs-Tage-Krieges unterhielt sie u.a. mit dem singenden Rabbi Shlomo Carlebach die Soldaten in der Wüste. Nizza Thobi wurde als Solistin bekannt durch eine Welt-Tournee der israelischen Folkloregruppe "Sabra Show", die sie nach Champs-Elyseés in Paris und Place des Arts in Montreal führte und durch die einzige Solorolle Frankmills in der Frankfurter Inszenierung des Musicals Hair.

In München hatte Nizza Thobi das Glück bei der legendären Chanson-Professorin Irene de Noiret sowie bei der weltbekannten Opernsängerin Felicia Weathers, Gesangsstunden zu haben. Nizza Thobi gab etliche Konzerte in Kleinkunstheater wie u.a. "Danny`s Pan" in Hamburg und Düsseldorff, "Song Parnass"; "Schwabinger Brettl", "Folklore-Theater MUH", "Schwabinger Katakombe", "Heppel und Ettlich", "Feierwerk"- München.-

Zahlreiche Liederabende in Gymnasien, Waldorf-Schulen, Universitäten (1994 - Konzert in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München, präsentiert durch die Fachschaft Geschichte der LMU), auf Jiddischen Folk-Festivals in Wuppertal, Zürich und Israel(Januar 1998 in Neve Ilan/Jerusalem) wurde sie begeistert gefeiert. Mehrere Vorstellungen im Theater Rechts der Isar/München. Im März 1998: Eröffnung der 9.Internationalen Frühjahrsbuchwoche Literatur aus Israel im Literaturhaus München.