Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz
1957 fand eine Frau in dem kleinen polnischen Ort Bodzentyn bei einem
Abfallhaufen ein paar Schulhefte: das Tagebuch des Dawid Rubinowicz.
Dawid war zwölf Jahre alt, als er 1940, mitten im Krieg, seine
Aufzeichnungen begann.
Weil er Jude war, durfte er nicht mehr zur Schule gehen. Aber mutig
schrieb er auf, was in dieser schlimmen Zeit mit ihm und mit den anderen
Juden geschah. Das war sein Widerstand gegen die Deutschen, so kämpfte
er gegen die Angst, so bewahrte er seine Menschenwürde inmitten von
Schrecken und Tod. Im Juni 1942 brechen Dawids Aufzeichnungen ab. Wenig
später wurde er mit seinen Eltern und Geschwistern im deutschen
Vernichtungslager Treblinka ermordet.
Ein Dokumentarfilm geht den Spuren des Kindes nach und folgt dabei
seinen Tagebuch-Eintragungen. Beeindruckend ist die Sorgfalt und
Schlichtheit, mit der Dawid über sein Erleben und seine Gefühle in
dieser schrecklichen Zeit der deutschen Okkupation Polens schreibt.
Diese Aufzeichnungen, die die Wirklichkeit selbst diktiert hat, haben
hohen dokumentarischen Wert. Sie werden im Film behutsam durch
Fotografien, Filmdokumente und heutige Aufnahmen von der Landschaft, in
der Dawid gelebt hat, ergänzt.
Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz ist mehrfach in deutscher Übersetzung
erschienen, zuletzt herausgegeben von Walther Petri mit Fotos aus dem
Film "Dawids Tagebuch".
Für Leser ab 12
Jahren
Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz
Herausgegeben von Walther Petri
Aus dem Polnischen von Stanislaw Zylinsky
Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim, 2001
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