Eine Bemerkung für Eltern und Lehrer:
Zum Midrasch

"Von einem kleinen Jungen, der Avram hieß" basiert auf dem Midrasch. Um den Inhalt dieser Erzählung Ihren Kindern besser vermitteln zu können, möchten Sie sich vielleicht mit dem Rest der Geschichte vertraut machen. Wir haben deshalb zu diesem Zweck folgende Zusammenfassunq des Midraschs beigefügt:

Gemäß dem Midrasch war Abraham nur gerade 3 Jahre alt, als er entdeckte, dass es nur einen, unsichtbaren G'tt gibt.

Abraham wurde im Jahre 1812 vor u.Z. geboren. Sein Geburtsort, die Stadt Ur in Mesopotamien, welche im heutigen Irak liegt, wurde mit eiserner Hand von König Nimrod regiert. Dieser Mann hatte sich selbst zur G'ttheit erklärt. Andere beliebte Kultobjekte waren damals die Sonne, der Mond, gewisse Bäume und Figuren aus Holz, Ton oder Stein.

Eines Tages berichteten Nimrods Astrologen, dass ein Junge geboren werde, der Nimrods G'ttlichkeit abstreiten würde. Als Sicherheitsmassnahme befahl Nimrod, alle neugeborenen Knaben zu töten. Terach, ein Vertrauter Nimrods, war gerade Vater von einem Jungen, den er Awram nannte, geworden. (Später fügte G'tt seinem Namen einen weiteren Buchstaben bei, und so wurde er Awraham, oder Abraham.) Da Terach nicht qewillt war, seinen Sohn töten zu lassen, tauschte er ihn gegen einen neugeborenen Sohn einer seiner Mägde aus, und verbarg Avram in einer Höhle.

Avram, ein besonders begabtes Kind, erkannte bereits mit nur 3 Jahren die Existenz eines einzigen Schöpfers. Zu diesem Wissen kam er durch Beobachtung und logisches Denken. Der Junge konnte einfach auf der qanzen Weit keine einzige Sache finden, die unabhängig funktionierte. Die Erde konnte nicht g'ttlich sein, da sie vom Regen des Himmels abhängig war. Das imponierendste Objekt im Himmel, die Sonne, war nur bei Tageslicht sichtbar, in der Nacht hingegen schien der Mond.

Als Avram den wiederkehrenden, natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht, der Jahreszeiten und anderer, natürlichen Phänomene erkannt hatte, schloss er daraus, dass eine übergeordnete Intelligenz das Ganze kontrollierte. Wenn so eine einfache Einheit wie ein Haus sich nicht selbst bauen und erhalten konnte, dann musste die Welt in ihrer ganzen Kompliziertheit sicherlich erst recht von einer allwissenden Kraft, die auch weiterhin für ihr Wohlergehen besorgt war, erschaffen worden sein. Nachdem er zu dieser Erkenntnis gelangt war, verbrachte Avram einen großen Teil seines Lebens damit, der Welt den Weg zum einen, wahren G'tt zu weisen.

Viel Spaß beim Lesen!

Von einem
kleinen Jungen;
der Avràm hiess

 
von Dina Rosenfeld
Illustriert von Ilene Winn-Lederer
Deutsch von Carole Rittri

Original bei HaChai Publishing, New York
Alle Rechte an dieser Ausgabe beim Verein Chai,
CH-Zürich, 01-2011691
ISBN 3-909063-004

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