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Aus den Buch Kinderwelten 
- ein jüdisches Lesebuch

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Wi asoj di Chelemer 
hobn farukt dem Barg

Di Chelemer sajnen gewen, baruch haschem, frume mentschn un habn bafolgt peru werabu. Efscher hobn sei sich a bißele zu fil farmert, bechal-ojfn is geworn doß schtetl sejer eng far sej, asoj wi di hojsn bajm gewir wern enger fun jor zu jor. Di hajslech, woß sej hobn gebojt amol, sajnen zum zepukenisch ful gewen. Unter a jedn dach hobn gelebt mentschn kop ojf kop asoj wi di schof in schtal, und di mameß hobn nit gefinen kejn winkel in schtub, awekzuschteln doß wigele far doß naje ejfele.

»Asoj is'ß kejn Iebn nit«, hot sich baklogt Dwosche, dem kabren sajn wajb, as si hot gemust aweklegn ir sibetn sunenju - er sol gesunt sain - in a kindele - ,ß'sol lebn in gesunterhejt - in a schublod, nit hobendik an andern plaz. is der kabren gegangen zum Gabbe, un jener hot zunojfgerufn an aßife. Sibn teg un sibn necht sajnen sej geseßn un hobn geklert, wi grejßer zu machn doß schtetl, nor sej hobn nit gefinen kejn pitoren. Fun grojße dajgeß hobn sej ongehojbn klogn un wejnen. »Scha, schtil«, hot pluzem a ruf getan reb Schmuel-Jizchak, der ßame kligßte sokn fun schtot.

Tejkef umijad sajnen ale farschwign geworn fun grojßn derech-erez un hobn oijf im gekukt. »Hert, was ch'wel ajch sogn«, hat er gesogt. »Schuldik is der barg. Er hat sich gechapt dem plaz, wo mir woltn kenen vergrejßern doß schtetl.« Di Chelemer hobn geschoklt mit di kep, as ß'hobn gezitert ire pejeß. »As ß'is do a sach, waß farschtelt dem weg, un ß'is nit meiglech eß'ajßzu«, hot reb Schmuel-Jizchak waitergesagt, hebendik dem taitlfinger, »mus men epeß ton, as er sol farschwindn. Derfar soln ale mener un bachorim fun schtot morgn in der fri trefn sich bajm barg. Zusamen lomir im farukn un machn plaz asoj fir naje haislech.«

Di Chelemer hobn geton asoj wi er hot gesogt. Sej hobn sich awekgeschtelt farn barg un angehojbn drikn un schtupn. Hobn sei gearbet asoj schtark, as der schwajß is geronen fun schtern un hot sich gegoßn ibern bord. Bald schojn sajnen gewen sejere kapateß un hemden fitsch naß. Zu machn sich a bißele lajchter, hobn sej ojßgeton di malboschim, un alz awekgelegt ajf a hojfn un wajter geschtupt. Hot der ejberschter, haschem jißborech, nit blojs beschafn gute und erleche mentschn asoj wi di Chelemer, nor ganowim un schibenikes ojch. Draj asojne ganawim sajnen zufelik farbaigekumen ojfn weg. Habn sej antdekt dem hojfn malbeschim un nischt lang geklert. Men chapt di mezije un Iojft.

Di Chelemer hobn geschtupt un geschtojßn un geschwitzt un gekrechz un gor nischt bemarkt fun der awejde. Noch a zajt hobn sej sich umgedreit zu seen, wi wajt sei hobn schajn farrukt dem barg. »Chewre«, hot a farwundertn schraj getan reb Mendl-Awrumik. »Gib a kuk, wi wajt mir hobn awekgeschtupt dem barg. Asoj wajt, as men set afile schojn nischt mer undsere malboschim.

Gemutikt un mit dopltn kojach hobn sej sich gelost wider an di arbet.

Diese Sprache heißt Jiddisch.

Sie ist im Mittelalter (als es Ritter gab) in den jüdischen Gemeinden
im Rheinland entstanden. Jiddisch kann eine prima Geheimschrift sein.
Schau mal nach!

Kinderwelten
Ein jüdisches Lesebuch

Vorw. v. Ignatz Bubis 240 S.,
24x17cm., geb.
1. Auflage 1996
Alle Rechte vorbehalten
© 1996 by Roman Kovar Verlag München
© 1998 by haGalil onLine München (online version)