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Koscher leben...
 
 

Paraschath vaätchanan (Dewarim 3,23 - 7,11):
Trost und Hoffnung

WochenabschnittSchabath Nachamu - Paraschath vaetchanan
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]
Torah (hebr.): 5.Buch Moses 3,23 - 7,11
Haftara: Jesaja 40, 1-26

Zwi Braun, Drei Minuten Ewigkeit p. 337ff

Die Haftara, die im Anschluss an Paraschat Wa'etchanan gelesen wird, verleiht diesem Schabbat auch den Namen - Schabbat Nachamu.

Der Prophet Jeschajahu tröstet nach der Zerstörung Jeruschalajims und des Tempels, nach dem Verlust der staatlichen Selbständigkeit das Volk und verheißt ihm eine tröstliche Zukunft:
"Eine Stimme ruft: Bahnet in der Wüste den Weg des Ewigen, ebnet in der Steppe eine Strasse unserem Gott! Jedes Tal erhebe sich und jeder Berg und Hügel senke sich, und es werde das Krumme gerade, und die Hügel zum Tal."
(Jesch. 40, 3-4).

In der Wüste, dies könnte auch die Wüste der Völker sein, in deren Mitte Am Jisrael (das Volk Israel) im Galluth (im Exil) verharren muss, bis die Stimme ertönt und die göttliche Botschaft verstanden wird. Ibn Esra versteht daher unter dem Weg des Ewigen die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Jeruschalajim. Eine Rückkehr, die mit Hindernissen verbunden sein wird, doch letztendes gelangt das Volk an sein Ziel: "Wie ein Hirte wird Er Seine Herde weiden, mit Seinem Arm sammelt Er die Lämmer ein ..." (Jesch. 40, 11).

Auch Mosche bittet in dieser Parascha Gott um Erlaubnis, doch noch Erez Jisrael betreten zu dürfen: "So lass mich doch hinüberziehen und das gute Land sehen, diesen guten Berg und den Lewanon" (Dew. 3, 25).

Manche Kommentatoren verstehen die Bitte Mosches auch dahingehend, dass er Gott um die Kraft bat, vorwiegend das Gute an Erez Jisrael zu sehen, im Gegensatz zu den Kundschaftern, die nur das Negative zu erblicken vermochten. Im Talmud wird diese Bitte Mosches analysiert:
"Es interpretierte Rabbi Simlai: Warum begehrte Mosche nach Erez Jisrael zu gelangen, hatte er es nötig, von seinen Früchten zu essen oder sich von seinem guten Ertrag zu sättigen? Vielmehr sprach Mosche: viele Gebote wurden Israel auferlegt, die nur in Erez Jisrael erfüllt werden können, ich möchte daher in das Land kommen, damit sie durch mich ausgeübt werden können" (Sota 14a).

Nicht der versprochene materielle Segen übte auf Mosche eine Anziehungskraft aus, es war vielmehr die Tatsache, dass ein Jude nur in Erez Jisrael alle Mizwot erfüllen und somit auch geistig vollständig sein kann.

Natürlich versichert uns die Tora, dass Gott uns ein Land zugewiesen hat, in dem Milch und Honig fließen, doch sollte dies nicht das entscheidende Kriterium sein. Materieller Wohlstand und Reichtum sind oft leichter in der Gola zu erlangen, aber selbst die blühendste jüdische Diasporagemeinde kann nicht den geistigen Reichtum und die geistige Selbstverwirklichung bieten, welche im jüdischen Land und Staat realisierbar sind.

Erez Jisrael befriedigt unsere ideellen Bedürfnisse. Daher verwundert es nicht, wenn die zwei geographischen Orte, die Mosche erwähnt, der gute Berg und der Libanon, von unseren Weisen weitergehend gedeutet werden. Der gute Berg ist eine Umschreibung für Jeruschalajim, von dem ja oft als Berg Zion und Berg des Heiligtums die Rede ist (Brachot 48b).
In einem Wortspiel deutet der Midrasch den Libanon zum Tempel um. Libanon, darin ist das Wort "Lawan", weiss, enthalten. "Wenn eure Sünden wie Karmesinrot sind, sollen sie weiss wie Schnee werden; wenn sie rot wie Purpur sind, sollen sie wie Wolle werden" (Jesch. 1, 18). Das Beth haMikdasch war der Ort, an dem sich Gott immer wieder mit Seinem Volk versöhnte, ihm verzieh und die Kraft zum Neuanfang verlieh. Unsere Generation ist Zeuge der wunderbaren Rückkehr des jüdischen Volkes in seine alte Heimat, mögen wir auch Zeugen werden der geistigen Rückkehr zu den ewigen Werten und Wahrheiten unserer göttlichen Tora!

Schabath Nachamu - Paraschath vaetchanan
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]
Torah (hebr.): 5.Buch Moses 3,23 - 7,11
Haftara: Jesaja 40, 1-26

Real AudioNach den drei Wochen der Trauer und dem Gedenken an die Tempelzerstörung folgen die sieben Wochen des Trostes.
Das Leben geht weiter und erhält wieder Farbe und Musik. An den kommenden sieben Sabbattagen stammen alle Haftarot aus dem Propheten des Trostes, Jeschajahu (Jesaja), beginnend mit Kapitel 40. Der erste Sabbat nach dem 9. Aw ist der Schabbat Nachamu, der Sabbat des Trostes, nach den ersten Worten seiner Haftara: "Tröstet, tröstet mein Volk!" (Jes. 40, 1).

Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabschnitt
und zu den jüdischen Feiertagen

3 MINUTEN EWIGKEIT (ersch. 1998)
ZEITLOS AKTUELL
(ersch. 2001)

von Dr. Zwi Braun

Die Bücher enthalten jeweils drei kurze Betrachtungen zu jedem Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen Feiertagen.
Sie verstehen sich als Kommentare für den modernen Menschen, der aber eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen einbezieht. Glossare und Literaturnachweise der benutzten Quellen ergänzen die Betrachtungen.

MORASCHA - sFr. 42.-...

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