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Und es sagte Rabbi Chanina:
Alles in der Hand des Himmels - außer der Achtung vor dem Himmel |
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Zum Wochenabschnitt Schoftim:
Umweltethik
[HEBRÄISCH]
[DEUTSCH]
(Dtn 16,18-21,9 / Jesaja 51,12-52,12)
Von Zwi Braun
Nach den drei
Wochen der Trauer und dem Gedenken an die Tempelzerstörung folgen
die
sieben
Wochen des Trostes.
An den Schabatoth dieser Wochen stammen alle Haftaroth aus
dem Propheten des Trostes, Jeschajahu (Jesaja), beginnend mit Kapitel 40.
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"Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst, um sie durch Kampf gegen sie
zu erobern so sollt du nicht ihre Bäume vernichten, indem du die Axt gegen
sie schwingst, denn von ihnen isst du, und du sollst sie nicht fällen, denn
sind etwa die Bäume des Feldes Menschen, dass sie vor dir in die Belagerung
kämen?"
(Dew. 20,19).
Welch Gegensatz dieser biblischen Forderung gegenüber der nicht nur
rhetorisch gemeinten Frage des Propagandaministers des Dritten Reiches:
"Wollt ihr den totalen Krieg?" Die deutschen Nazis überzogen Europa in der
Tat mit einem totalen Krieg und betrieben eine Politik der "verbrannten
Erde", der nicht nur Bäume, sondern in erster Linie Millionen von Menschen
zum Opfer fielen!
Rabbiner Dr. D. Hoffmann kommentiert unseren Vers so: "Nicht nur die
Menschen, sondern auch die Fruchtbäume sollen im Krieg verschont werden,
weil sie zur Ernährung der Menschen dienen und nicht, wie die wehrfähige
Mannschaft, sich verteidigen können. Dass man den wehrlosen Baum, der nicht
wie der Mensch entfliehen kann, nicht angreife, drückt indirekt die Lehre
aus, dass man um so weniger an wehrlosen Menschen sich vergreifen dürfe,
vgl. Melachim II 6,22."
Die von Rabbiner Hoffmann zitierte Stelle im zweiten Buch der Könige
erzählt vom Ratschlag, den der Prophet Elischa dem König von Israel, Joram,
in Bezug auf die Behandlung von Kriegsgefangenen aus Aram (Syrien) erteilt:
"Und der König von Israel sprach zu Elischa, wie er sie sah: Soll ich töten,
töten mein Vater? Und er sprach: Du sollst nicht töten. Hast du sie
gefangengenommen mit deinem Schwert und Bogen, um zu töten? Setze ihnen Brot
und Wasser vor, dass sie essen und trinken, und zu ihrem Herrn gehen."
Rabbiner S.R. Hirsch geht auf den Grund des obigen Verbots näher ein:
"Denn der Baum des Feldes ist der Mensch, die Bodenproduktion ist die
Existenzbedingung des Menschen. Der Sinn des Satzes wäre, wie uns scheint,
demnach: du sollst die Fruchtbäume der belagerten Stadt nicht fällen; denn
Fruchtbäume bilden die Menschenexistenz, gehen daher mit in die Belagerung
ein, d.h. gehören mit zu den Objekten, welche du durch die Belagerung
gewinnen willst. So wenig Zerstörung die Absicht deiner Belagerung sein
soll, so wenig darfst du die Bäume der Stadt zerstören. Sie gehören mit zu
der belagerten Stadt."
Das "Du sollst nicht ihre Bäume vernichten (lo taschchit)" ist von
unseren Weisen viel weiter gefasst worden. In den Worten von Rabbiner
Hirsch: "Es ist aber dieses Verbot einer zwecklosen Zerstörung von Bäumen
bei Belagerungen nur beispielhaft zu fassen, und wird unter den Begriff 'bal
taschchit' das Verbot zweckloser Vernichtung irgendeines Gegenstandes
überhaupt gefasst, so dass das 'lo taschchit' unseres Gesetzes zum
umfassendsten Warnruf an den Menschen wird, seine ihm eingeräumte
Weltstellung nicht zur launenhaften, leidenschaftlichen, oder auch nur
gedankenlosen Zerstörung der Dinge der Erde zu missbrauchen. Nur zum weisen
Gebrauch hat Gott ihm Seine Welt zu Füssen gelegt, als er Sein 'bezwinge
sie', 'beherrsche sie' gesprochen."
Wie dies in der Praxis aussah, ersehen wir aus der Formulierung des Rambam
in seinem halachischen Werk Mischne Tora: "Es ist verboten, fruchttragende
Bäume außerhalb einer Stadt zu fällen. Auch darf eine Wasserzufuhr nicht
abgeleitet werden, damit sie vertrocknen, wie es heißt: Vernichte nicht ihre
Bäume. Wer einen fruchttragenden Baum fällt, erhält 39 Schläge. Diese Strafe
gilt nicht für das Fällen während einer Belagerung, sondern wann immer ein
fruchttragender Baum in zerstörerischer Absicht gefällt wird. Aber man darf
einen Baum fällen, wenn er anderen Bäumen schadet oder dem Feld, das jemand
anderem gehört, oder wenn er gefällt mehr Wert hat (als seine Früchte).
Verboten ist nur die unnütze Zerstörung. Nicht nur wer Bäume fällt, sondern
auch wer Haushaltsgeräte zerbricht, Kleider zerreißt, ein Gebäude abbricht,
eine Quelle verstopft oder Lebensmittel in zerstörerischer Absicht
vernichtet, übertritt das Gebot 'lo taschchit"' (Hilchot Melachim 7,
8-10).
Das Sefer Hachinuch (Mizwa 530) hält die Bedeutung dieses Verbots
fest: "Es geht bei dieser Mizwa darum, uns zu lehren, das Gute und Nützliche
zu lieben, und uns von allem Schlechten und Zerstörerischen fern zu halten.
Das ist die Haltung der Frommen: sie lieben den Frieden und erfreuen sich am
Wohl der Geschöpfe und bringen sie der Tora nahe, sie verachten nicht einmal
ein Senfkorn, es tut ihnen leid um jede Verschwendung und Zerstörung, und wo
sie etwas bewahren können, tun sie es mit aller Kraft."
Diese Worte haben nichts von ihrer Bedeutung verloren! |
[HEBRÄISCH]
[DEUTSCH]
(Dtn 16,18-21,9 / Jesaja 51,12-52,12)
Genaue Zeiten beim örtl. Rabbinat bzw.
hier (ohne
Gewähr)...
Sidra Schoftim
Schütze den Baum, schütze den
Menschen
Diese Sidra gibt uns die Anleitung für das Verhalten auf einem Feldzug,
die Beziehungen mit den Waffenbrüdern, dem Feind, den Gefangenen. Sie
beinhaltet auch eine Passage, die sich unseren Beziehungen zur
Pflanzenwelt widmet...
Zum Wochenabschnitt Schoftim:
Götzendienst
Viele Torah-Lehrer sehen im Götzendienst eine niedere
Neigung des Menschen, welche in der gesamten Menschheit, so auch im
jüdischen Volk, ihren Ausdruck findet. Während sich die Völker dem
heidnischen Trieb hingeben, versucht Israel beständig sich von diesem
Trieb zu befreien. Noch im 15.Jahrhundert eröffnet Josef Karo (Toledo
1488 - Zfath 1575) den Schulhan Arukh mit dem Aufruf zur 'Überwindung
des Götzendienstes'...
La peraşa de la semana:
Şofetím
En el oltimo Kapitolo de la peraşa Şofetim meldamos el sujeto:
Kuando fue topado en la tyera ke tu Dyos te da para eredorla, algun
matado eçado en el kampo, i no se supo ke lo firyo, Estonses saldran tus
vyejos i tus cuezes, i sera ke la sivdad ke esta mas serkana a el
matoda...
Zum Schabath haSlichoth (sf.):
Adon haSlichoth
Dieser Pijuth listet in alphabetischer
Reihenfolge Eigenschaften Gottes auf...
Anyos Munchos i Buenos:
Koscher in Istanbul
Synagogen, Gebetszeiten
und koschere Restaurants in Istanbul...
Parschat Schoftim:
Der König und Sie
Heute wählen die meisten Nationen Politiker, von denen sie annehmen,
dass sie gut verhandeln und entscheiden können, aber nicht unbedingt mit
G–tt verbunden sind...
Parschat Schoftim:
Brot ist zum Essen da
Raw Jehuda ging über den Marktplatz. Auf einmal bemerkte
er zwei Männer, die mit einem Brotlaib Ball spielten. Er war entsetzt... |
Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabschnitt
und zu den jüdischen Feiertagen
3 MINUTEN EWIGKEIT
(ersch. 1998)
ZEITLOS AKTUELL (ersch. 2001)
von Dr. Zwi Braun
Die Bücher enthalten jeweils drei kurze Betrachtungen zu jedem
Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen Feiertagen.
Sie verstehen sich als Kommentare für den modernen Menschen, der aber
eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen
einbezieht. Glossare und Literaturnachweise der benutzten Quellen
ergänzen die Betrachtungen.
MORASCHA - sFr. 42.-...
Bitte beachten Sie: Diese Texte sind heilig. Die hebräischen
Text enthalten den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt
haben, werfen Sie sie bitte nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen
Ort oder geben Sie diese Seiten beim nächsten Rabbinat ab.
Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
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hagalil.com 02-08-2007
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