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Und es sagte Rabbi Chanina:
Alles in der Hand des Himmels - außer der Achtung vor dem Himmel |
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Zum Wochenabschnitt Re'e (Dew. 11,26 -
16,18):
Zedakah
[HEBRÄISCH]
[DEUTSCH]
Re'eh - Dtn 11.26 - 16.18
Haftarah - Jesaja (49,14 - 51,3)
Von Zwi Braun
Nach den drei
Wochen der Trauer und dem Gedenken an die Tempelzerstörung folgen
die
sieben
Wochen des Trostes.
An den Schabatoth dieser Wochen stammen alle Haftaroth aus
dem Propheten des Trostes, Jeschajahu (Jesaja), beginnend mit Kapitel 40.
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"Wenn unter dir ein Bedürftiger sein wird, von einem deiner Brüder, in
einem deiner Tore, in dem Land, welches Gott, dein Gott, dir gibt, so sollst
du nicht dein Herz verhärten und nicht deine Hand verschließen vor deinem
bedürftigen Bruder. Vielmehr öffnen, öffnen sollst du ihm deine Hand und ihm
leihen zur Genüge seines Bedürfnisses, was ihm fehlt"
(Dewarim 15, 7-8).
Bei geschlossener und zur Faust geballter Hand erscheinen alle Finger
gleich lang. Erst wenn man sie öffnet, erkennt man deren unterschiedliche
Länge. Dies kann als Hinweis auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des
Verarmten dienen (Gaon von Wilna).
Nicht jeder Bittsteller ist gleich zu behandeln und mit dem gleichen
Ausmaß an Unterstützung zu versehen. Seine Herkunft und Ausgangsposition
sind zu berücksichtigen. So geht der Talmud soweit, dass einer
hochgestellten Persönlichkeit, die in Armut geraten ist, sogar ein Pferd und
ein Bediensteter zur Verfügung zu stellen sind (Ketuwot 67b).
Unsere Weisen versuchten sich in die geistige Lage des Betroffenen
hineinzuversetzen. Oft kann der Verlust eines "Statussymbols" schmerzhafter
sein als ein wirklicher, materieller Verlust.
Die Würde des Empfängers achten!
Nicht nur das Geben, vielmehr die Art, wie es geschieht, ist wichtig. Aus
der Formulierung der Tora "denn infolge dieser Sache (Dawar) wird dich der
Ewige, dein Gott, segnen" (Dew. 15, 10),
leitet der Talmud eine Reihe wichtiger Prinzipien ab. Das hebräische
"Dawar" (Sache) kann unpunktiert auch als "Dibur" (Reden) verstanden werden.
Selbst wenn man eine Spendenzusage gemacht hat, sie jedoch aufgrund widriger
Umstände nicht einhalten kann, oder lediglich andere zum Geben auffordert,
oder für den Bedürftigen nur ein gutes Wort übrig hat, in all diesen Fällen
erhält der Mensch Lohn allein für das gesprochene Wort (Tossefta Pea 4).
Eine andere Talmudstelle bemerkt, dass, wer dem Armen eine Münze gibt,
mit sechs Segnungen bedacht wird, wer ihm darüber hinaus gut zuredet, elf
Segnungen erhält (Baba Batra 9b).
Die wiederholte Aufforderung "öffnen, öffnen sollst du ihm deine Hand"
(Dew. 15, 8), hat die Aufmerksamkeit vieler Kommentatoren erregt. Der Or
haChajim (Licht des Lebens) verweist auf einen Vers in Mischle "Mancher
spendet und wird noch reicher, und mancher spart über Gebühr nur zum Mangel"
(11, 24).
Indem wir unsere Hand öffnen, öffnet Gott Seine Hand und versieht uns mit
dem Notwendigen, um weiterhin Gutes tun zu können. Rabbi Jizchak von Worki
deutet ein Öffnen auf das Öffnen der Hand, während sich der zweite Ausdruck
auf unseren Mund bezieht, der, wie bereits erwähnt, dem Armen tröstliche
Worte zukommen lassen soll. Von ihm stammt die Bemerkung, dass auch ein
Empfehlungsschreiben dem Bedürfnis des Hilfesuchenden entsprechen kann. Die
hebräischen Schlussbuchstaben des "dei Machsoro ascher jechsar lo" (zur
Genüge seines Bedürfnisses, was ihm fehlt) - "Jud", "Waw", "Resch", "Resch",
Waw" - ergeben den Zahlenwert 422, was wiederum dem Wort "Ktaw", Schrift,
Schreiben entspricht. Ha'amek
Dawar fasst das wiederholte Öffnen nicht nur als Gebot, sondern auch als ein
Versprechen der Tora gegenüber dem Spender auf: "Wenn du einmal deine Hand
geöffnet hast, wird es dir beim zweiten Mal bereits leichter fallen, bis du
deinen inneren Widerstand endgültig überwunden hast."
Wenn die Mizwa der Zedaka so bedeutend ist, warum sprechen wir dann keine
Bracha vor ihrer Ausführung, wie wir es sonst bei so vielen Mizwot
tun?
Nach Rabbi Schlomo ben Awraham (Raschba) ist diese Mizwa vom Verhalten einer
Zweitperson abhängig. Verweigert dieser die Gabe, so kann die Mizwa nicht
ausgeführt werden. Daher erfolgt kein vorangehender Segensspruch. In typisch
chassidischer Art beantwortet Rabbi Simcha Bunam von Przysucha unsere Frage.
Würden wir uns mit all der erforderlichen Andacht und Konzentration auf
diese Mizwa und ihre Bracha vorbereiten, könnte unter Umständen der Arme in
der Zwischenzeit bereits an Hunger gestorben sein...
Zedaka erfordert unser sofortiges Handeln!
Anm. haGalil: Der "Or haChajim" (hebr. "Licht des Lebens")
ist ein Kommentar zur Torah, verfasst von Rabbi Chajim Ben Mosche Attar, der
in Salé, Marokko, lebte. |
Re'eh - Dtn 11.26 - 16.18
Haftarah - Jesaja 49,14 - 51,3
[HEBRÄISCH]
[DEUTSCH]
Genaue Zeiten beim örtl. Rabbinat bzw.
hier (ohne
Gewähr)...
Sidra Re'eh:
Ich lege euch einen Segen vor
Diese Sidra ist die erste im Buch
DeWaRIM, die zu
einem Grossteil aus Gesetzen und religiösen Vorschriften zusammengesetzt
ist. Sie beginnt mit einer Passage über Belohnung und Strafe...
Parschat Reeh:
Achten Sie auf
das Etikett "koscher"
Obwohl die Zahl der Juden in der Welt bestenfalls
gleich bleibt, vielleicht sogar abnimmt, deutet ein überraschender Trend
auf das Gegenteil hin: Das Interesse an koscherer Nahrung nimmt seit
Jahren zu... |
Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabschnitt
und zu den jüdischen Feiertagen
3 MINUTEN EWIGKEIT
(ersch. 1998)
ZEITLOS AKTUELL (ersch. 2001)
von Dr. Zwi Braun
Die Bücher enthalten jeweils drei kurze Betrachtungen zu jedem
Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen Feiertagen.
Sie verstehen sich als Kommentare für den modernen Menschen, der aber
eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen
einbezieht. Glossare und Literaturnachweise der benutzten Quellen
ergänzen die Betrachtungen.
MORASCHA - sFr. 42.-...
Bitte beachten Sie: Diese Texte sind heilig. Die hebräischen
Text enthalten den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt
haben, werfen Sie sie bitte nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen
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Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
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hagalil.com 02-08-2007
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