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Koscher leben...
 
 


Und es sagte Rabbi Chanina:
Alles in der Hand des Himmels - außer der Achtung vor dem Himmel

Paraschath 'Ekew (Dewarim 7, 12 - 11, 25):
Eine leichte Mizvvah

WochenabschnittEkew (Dtn 7,12-11,25) Jesaja (49,14 - 51,3)
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]

Zwi Braun zur Paraschath 'Ekew (Dewarim, Dtn 7,12-11,25)
bzw.zur Haftarah Jesaja (49,14 - 51,3)

Nach den drei Wochen der Trauer und dem Gedenken an die Tempelzerstörung folgen die sieben Wochen des Trostes. An den Schabatoth dieser Wochen stammen alle Haftaroth aus dem Propheten des Trostes, Jeschajahu (Jesaja), beginnend mit Kapitel 40.

"Dafür (Ekew), dass ihr diese Vorschriften hört und sie mit Sorgfalt übt, wird der Ewige, dein Gott, dir den Bund und die Huld bewahren, die Er deinen Vätern zugeschworen hat"
(Dewarim 7, 12).

Raschi zitiert den Midrasch Tanchuma, der mit Hilfe des Wortes Ekew, welches auch Ferse bedeuten kann, dem Passuk eine tiefergehende Bedeutung verleiht: "Wenn ihr auf die leichten Mizwot, welche der Mensch mit seinen Füssen (Fersen) tritt, hört ...".
Es gibt Gebote, deren Einhaltung uns leicht fallt, vor deren Übertretung wir uns wegen der Schwere des Vergehens hüten. Und dann gibt es Mizwot, die wir leicht übersehen und quasi links liegenlassen! Auch deren Befolgung verlangt die Tora von uns. Schnell maßen wir uns eine Entscheidung über leicht oder schwer an, vergessen dabei jedoch, dass der göttliche Gesetzgeber diese Kriterien nicht uns überlassen hat.

Der uns sonst als Mischnakommentator bekannte Rabbi Owadja von Bertinoro ("Bartenura") sieht in seinem Kommentar zu Raschi ("Amar Neke") im hebräischen Wort für Vorschriften, "Mischpatim", einen weiteren Hinweis auf "leichte Mizwot". Mischpatim regeln im Gegensatz zu "Chukim" oder "Edot" die zwischenmenschlichen Beziehungen, und ihre Befolgung fällt uns oft leichter als unsere Verpflichtungen gegenüber dem Schöpfer einzuhalten.

Doch was ist eine leichte Mizwa? Der Talmud bezeichnet an einer Stelle das Gebot der Sukka als leichte Mizwa (Awoda Sara 3a). Eine Laubhütte zu errichten, ist in Israel keine große Sache. Das dortige Klima erlaubt luftige, schwerelose und kostengünstige Konstruktionen, ganz im Gegensatz zu unseren Breitengraden. Indem man eine Sukka aufstellt, sie betritt, "taucht" man mit dem ganzen Körper in diese Mizwa ein. Erfüllt man diese Mizwa nicht, so "tritt" man dieses Gebot mit den Füssen.

Der Gaon von Wilna verweist auf einen Vers in den Psalmen, der die Sukka mit dem Wohnen in Erez Jisrael verknüpft, zwei Mizwot, welche den Menschen mit seinem ganzen Körper in Anspruch nehmen, und die er mit allen seinen Gliedern erfüllt. "Da in Schalem (Jeruschalajim) Seine Hütte (Sukka) ward und Seine Wohnung in Zion" (Tehilim 76, 3).
(Nachdem die Sukka eine zeitgebundene Mizwa ist, zu deren Befolgung die jüdische Frau nicht verpflichtet ist, besitzt sie die Mizwa der Mikwe, in welche sie im wahrsten Sinne des Wortes eintaucht.)
Gerade die Mizwa von "Jischuw Erez Jisrael" wird oft geringgeschätzt (Raw Mordechai Hakohen, Al haTora). Unter den 613 Mizwot geniesst sie jedoch in den Augen unserer Weisen höchstes Ansehen.

Einige Aussprüche mögen dies illustrieren:

"Das Wohnen in Erez Jisrael wiegt alle Mizwot auf"
(Sifri Re'e).

"Man wohne stets in Erez Jisrael, selbst in einer Stadt, deren Mehrheit aus Nichtjuden besteht, und wohne nicht ausserhalb des Landes, selbst in einer Stadt, deren Mehrheit aus Juden besteht. Wer nämlich in Erez Jisrael wohnt, dem ist es so, als habe er einen Gott, und wer ausserhalb des Landes wohnt, dem ist es so, als habe er keinen Gott"
(Ketuwot 11 Ob).

"Jeder, der in Erez Jisrael wohnt, das Kriat Schma morgens und abends vorträgt und Iwrit spricht, ist ein Sohn der zukünftigen Welt, und seine Sünden werden ihm verge
ben"
(Sifri WesotBracha).

Einerseits eine leichte Mizwa, die zur vollkommenen Selbsterfüllung jüdischen Lebens fuhrt, andererseits oft schwer zu realisieren.

Raw Elijahu Schlesinger versteht in seinem Kommentar "Ele haDewarim" unter den leichten Mizwot die Gebote, die man tagtäglich ausübt, daher mit der Zeit vielleicht geringschätzt und mit "Füssen tritt". Der Prophet Jeschajahu hat bereits vor mehr als 2500 Jahren davor gewarnt:

"Es spricht Gott: Darum, weil dieses Volk sich nähert mit seinem Munde, und mit seinen Lippen. Mich ehret, sein Herz aber hält es fern von Mir und es war ihre Furcht vor Mir ein angelerntes Menschengebot".
(Jeschajahu 29, 13)

Eine Mizwa, die zur Routinehandlung werden kann, ist die Tefila, das Gebet. Der Talmud beschreibt dies mit einem Vers aus Tehilim (Ps. 12, 9): "Wie das Erhabene den Menschenkindern als Geringschätzigkeit gilt."
Rabbi Nachman ben Jizchak versteht darunter das Gebet, das in die Höhe steigt und oft geringgeschätzt wird (Brachot 6b). Eine leichte Mizwa, die aber Konzentration erfordert und manchmal zur mechanischen Handlung zu entarten droht. Nicht nur auf unseren Strassen sollte es Geschwindigkeitsbegrenzungen geben ...

Zu Recht fordern uns unsere Weisen auf:
"Beachte das geringfügigste wie das schwerwiegendste Gebot, denn du kennst die Belohnung für die Gebote nicht" (Awot 2, 1)

Das Andalusische Orchester von Israel:
Jerusalem
"Betet für den Frieden Iruschalajims"...

Ekew (Dtn 7,12-11,25) Jesaja (49,14 - 51,3)
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]
Freitagabend (Schabatheingang) ca. 20.10h
Samstagabend (Schabathausgang ca. 21.40h.
Genaue Zeiten beim örtl. Rabbinat bzw. hier (ohne Gewähr)...

Mehr als satt werden:
Das Tischgebet

Seinen Hunger zu stillen ist ein elementares menschliches Bedürfnis. Zu erkennen, wem wir diese Wohltat zu verdanken haben, ist ein erster Schritt hin zu Gott...

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Und es sagte Rabbi Chanina: Alles in der Hand des Himmels - außer der Achtung vor dem Himmel...

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Wenn die Leute diese Gesetze hören:
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Parschat Ekew:
Die Aussaat der Seele
Es gibt immer noch Armut und Leid auf dem Angesicht der Erde. Aber wir haben auch die Mittel, um die Ursachen zu beseitigen: Krankheiten, Hunger, Dürre, Krieg und andere Plagen, die in der Vergangenheit noch häufiger waren...


Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabschnitt
und zu den jüdischen Feiertagen
3 MINUTEN EWIGKEIT
(ersch. 1998)
ZEITLOS AKTUELL
(ersch. 2001)

von Dr. Zwi Braun

Die Bücher enthalten jeweils drei kurze Betrachtungen zu jedem Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen Feiertagen.
Sie verstehen sich als Kommentare für den modernen Menschen, der aber eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen einbezieht. Glossare und Literaturnachweise der benutzten Quellen ergänzen die Betrachtungen.

MORASCHA - sFr. 42.-...

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Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
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MORASCHA ZÜRICH

hagalil.com 02-08-2007



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