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Koscher leben...
 
 


Und es sagte Rabbi Chanina:
Alles in der Hand des Himmels - außer der Achtung vor dem Himmel

Paraschath 'Ekew (Dewarim 7, 12 - 11, 25):
Die Vorzüge von Erez Jisrael

WochenabschnittEkew (Dtn 7,12-11,25) Jesaja (49,14 - 51,3)
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]

Zwi Braun zur Paraschath 'Ekew (Dewarim, Dtn 7,12-11,25)
bzw.zur Haftarah Jesaja (49,14 - 51,3)

Nach den drei Wochen der Trauer und dem Gedenken an die Tempelzerstörung folgen die sieben Wochen des Trostes. An den Schabatoth dieser Wochen stammen alle Haftaroth aus dem Propheten des Trostes, Jeschajahu (Jesaja), beginnend mit Kapitel 40.

"Denn der Ewige, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land mit Wasserbächen, mit Quellen und Fluten, die im Tal und im Gebirge hervorbrechen. In ein Land mit Weizen, Gerste, Trauben (Wein), Feigen und Granatäpfeln, in ein Land mit Oliven und Honig (= Datteln). In ein Land, in welchem du nicht in Armut Brot essen wirst, in welchem dir nichts fehlen wird, in ein Land, dessen Gestein Eisen ist, und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst"
(Dew. 8, 7-9).

Nach der Schilderung des Wasserreichtums folgt die Aufzählung der sieben vorzüglichsten Landesprodukte. Abrabanel versucht die Frage zu beantworten, warum die Tora gerade diese Produkte erwähnt. Er beruft sich dabei auf den römischen Arzt Galen, neben Hippokrates der bedeutendste Arzt der Antike. Die von der Tora beschriebenen Früchte und Pflanzen dienen einer ausgewogenen Ernährung und Erhaltung der körperlichen Gesundheit. Sie sind Grundnahrungsmittel.

Die Wiederholung des Wortes "Erez", Land, im Passuk 8, hat halachische Folgen. Je näher eine Fruchtart im Text neben dem Wort "Erez" steht, desto größer ist ihre Bedeutung. Liegen alle sieben Arten zum Verzehr vor, so bestimmt der Talmud die Reihenfolge ihrer Einnahme und worüber zuerst der Segensspruch gemacht werden soll, nach diesem Kriterium (Brachot 41b). Hat man also z.B. die Wahl zwischen Datteln und Granatäpfeln, so erhalten die Datteln den Vorzug. Diese Reihenfolge erklärt auch den Brauch, beim Kiddusch am Schabbat die Chaloth zu bedecken. Der Wein des Kiddusch dient der Heiligung des Schabbat und bekommt hier den Vorzug. Um die Chaloth aus Weizen oder Gerste nicht zu "beschämen", verhüllen wir sie.

Der Talmud Jeruschalmi sieht in der Zweiteilung der Aufzählung und der Betonung von "Erez" einen Hinweis, dass Brot und Oliven Hauptelemente der Ernährung darstellen (Bikurim 1, 3). Tatsächlich kommt ihnen bis heute im Vorderen Orient eine besondere Bedeutung zu.

Unter den Bodenschätzen werden Eisen und Kupfer erwähnt, von Edelmetallen wie Silber und Gold ist jedoch nicht die Rede. Es ist der Reichtum an den nötigsten Metallen, der das Land auszeichnet. Edelmetalle dienen der Schmuckherstellung, sie sind Luxusartikel und nicht lebensnotwendig (Ramban).

Rabbenu Bachya weist uns auf das Leitwort dieser Sätze hin. Von Passuk 7 bis 10 taucht das Wort "Erez" siebenmal auf. Die siebenmalige Wiederholung ist ein beliebtes Mittel der Tora, uns die Bedeutung eines Begriffes einzuprägen. Erez Jisrael ist ein besonders Land, wie es der Schluss der Parascha festhält:

"Ein Land, für das der Ewige, dein Gott, sorgt; stets ('tamid') sind die Augen des Ewigen, deines Gottes, daraufgerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres"
(Dew. 11, 12).

Das Land steht unter der speziellen Obhut Gottes. Rabbiner Jakow Mosche Charlap, ein Schüler von Raw Awraham J. Kook, zieht eine Parallele vom Wort "tamid" in diesem Passuk zu einer anderen Stelle der Tora, wo der Hohepriester aufgefordert wird, sein Stirnband mit dem Namen Gottes stets ("tamid") zu tragen (Schmot 28, 38). Laut unseren Weisen musste der Hohepriester sich immer der göttlichen Allgegenwart bewusst sein, seine Gedanken während des Dienstes auf Gott konzentrieren, Ihn für keinen Augenblick vergessen (Joma 7b). So soll auch Erez Jisrael stets den ihm gebührenden, zentralen Platz in unserem Denken einnehmen:

"Damit eure Tage und die Tage eurer Kinder lange dauern auf dem Boden, den Gott euren Vätern ihnen zu geben geschworen, wie die Tage des Himmels auf der Erde"
(Dew. 11, 21).

Ekew (Dtn 7,12-11,25) Jesaja (49,14 - 51,3)
[HEBRÄISCH] [DEUTSCH]
Genaue Zeiten beim örtl. Rabbinat bzw. hier (ohne Gewähr)...

Sidra Ekew:
Die Prüfung des Man

In unserem Abschnitt und in Exodus (16) wird das Man als Versuchung (Nisajon) oder Prüfung Israels beschrieben. Unsere Kommentatoren haben die ungewöhnliche Natur dieser Versuchung bemerkt. Üblicherweise ist eine Prüfung oder Versuchung etwas, das ertragen werden muss, eine unangenehme Erfahrung oder eine Bürde...

Wenn die Leute diese Gesetze hören:
Die Torah bewahren
"Vehajah ekew tischmeun et haMischpatim haeleh..."Was ist mit der Gunst der Väter?...

Parschat Ekew:
Die Aussaat der Seele
Es gibt immer noch Armut und Leid auf dem Angesicht der Erde. Aber wir haben auch die Mittel, um die Ursachen zu beseitigen: Krankheiten, Hunger, Dürre, Krieg und andere Plagen, die in der Vergangenheit noch häufiger waren...


Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabschnitt
und zu den jüdischen Feiertagen
3 MINUTEN EWIGKEIT
(ersch. 1998)
ZEITLOS AKTUELL
(ersch. 2001)

von Dr. Zwi Braun

Die Bücher enthalten jeweils drei kurze Betrachtungen zu jedem Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen Feiertagen.
Sie verstehen sich als Kommentare für den modernen Menschen, der aber eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen einbezieht. Glossare und Literaturnachweise der benutzten Quellen ergänzen die Betrachtungen.

MORASCHA - sFr. 42.-...

Bitte beachten Sie: Diese Texte sind heilig. Die hebräischen Text enthalten den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt haben, werfen Sie sie bitte nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen Ort oder geben Sie diese Seiten beim nächsten Rabbinat ab.

Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
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MORASCHA ZÜRICH

hagalil.com 02-08-2007



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