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Koscher leben...
 
 

Parashath haShawu'a
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Parschat Schoftim:
Brot ist zum Essen da

Raw Jehuda ging über den Marktplatz. Auf einmal bemerkte er zwei Männer, die mit einem Brotlaib Ball spielten. Er war entsetzt. "Offenbar gibt es soviel zu essen, dass die Leute das Verbot, Nahrung zu vernichten, bal taschchis, vergessen haben, und mit ihrer Nahrung respektlos umgehen." Kaum hatte er diese Worte gesprochen, brach im Land eine Hungersnot aus.

Raw Jehuda merkte nichts davon, weil er nur selten aus dem Haus ging. Die anderen Weisen wussten jedoch, dass nur Raw Jehuda die Menschen vor dem Verhungern retten konnte. Also gingen sie zu Raw Kahana, der Raw Jehuda nahe stand, und baten ihn, seinen Freund dazu zu bringen, dass er das Haus verließ. "Wenn Raw Jehuda sieht, wie hungrig die Menschen sind und wie wenig es zu essen gibt, wird er gewiss für sie beten."

Raw Kahana war einverstanden. Er ging zu Raw Jehuda und überredete den Weisen, mit ihm einen Spaziergang zu machen. Die beiden gingen zum Marktplatz, wo sich ihnen ein trauriger Anblick bot. Vor dem einzigen Geschäft, das geöffnet war, drängte sich eine wilde Menschenmenge, und die Leute kämpften verzweifelt darum, etwas zu kaufen.

"Dieser Mann muss ja etwas sehr Wertvolles verkaufen", meinte Raw Jehuda. "Nur Dattelschalen", sagte Raw Kahana, "aber alle wollen sie haben."

Raw Jehuda verstand sofort. "Das bedeutet, dass im Land Hunger herrscht", sagte er. "Wir müssen zum Fasten aufrufen und den Leuten sagen, dass sie für Regen beten sollen, damit es wieder Nahrung gibt."

Dann wandte er sich an seinen Schammasch und befahl ihm: "Zieh mir die Schuhe aus." Es war nämlich Sitte, während des Fastens barfuß zu gehen (wie an Tischa B’Aw und Jom Kippur).

Der Diener hatte erst einen Schuh ausgezogen, als es schon zu regnen begann. Raw Jehuda hatte noch nicht einmal gebetet! Aber Haschem erfüllt selbst die unausgesprochene Bitte eines Zadik.

Und die Leute brauchten auch nicht auf die neue Ernte zu warten, denn am folgenden Tag kamen Schiffe in Bawel an, die mit Weizen und Reis voll beladen waren.

Jetzt war die Hungersnot zu Ende, und die Menschen hatten etwas Wichtiges gelernt: Nahrung ist zum essen da. Wir dürfen sie nicht mutwillig vernichten oder respektlos behandeln.

Der Inhalt dieser Gedanken ist heilig, darum sollte dieses Papier nicht zerstört oder weggeworfen werden.

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