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Koscher leben...
 
 

Exodus, 1-5
PARASCHAT SCH'MOTH

Von Eli Erich Lasch
(Auszug aus seinem Buch "Let there be Freedom – The Bible Unveiled", Logos Publication, 1989)

Moses und der brennende Busch

Moses trat heran und was sah er? Ein kleiner Busch stand in Brand. Ein kleiner Busch von der Art, wie sie in der Wüste sehr verbreitet sind. Ein kleiner, trockener Busch, der benutzt wird, um Lagerfeuer anzuzünden, ein Vorgang, der ausreicht, um ihn zu verbrennen. Aber dieses Feuer war anders als alle Arten von Feuer, die er zuvor gesehen hatte. Es war ein Feuer, das immer weiter brannte, ohne den Busch zu verzehren. Ein Wunder? Vielleicht.

Oder könnte es sein, dass in diesem Moment die Zeit stehen geblieben ist? In diesem Augenblick verstand Moses das erste Mal, dass die Wirklichkeit, die er kannte, nicht die einzige ist, dass auch andere Wirklichkeiten möglich sind. Feuer kann nicht ohne ein Material brennen, das es nährt, und Naturgesetze verändern sich nicht, um uns zu beeindrucken. Aber wenn die Zeit still steht, wenn die Gegenwart ewig wird, dann wird auch die Nahrung für die Flammen ewig fortbestehen.

Die moderne Forschung hat klar und unwiderlegbar gezeigt, dass die lineare Zeit ein Konstrukt unserer linken Gehirnhälfte ist, die es uns ermöglicht, Information als eine Folge von „inputs“ zu verarbeiten. Mystiker aller Zeitalter haben behauptet, dass unsere Zeitwahrnehmung von dem Bewusstseinszustand abhängt, in dem wir sind; und wenn wir in einen veränderten Bewusstseinszustand eintreten, erleben wir das, was man eine „Zeitdilatation“ (Zeitausdehnung) nennt. Es hat sich gezeigt, dass dies auch unter dem Einfluss gewisser Drogen und Pilze geschieht[i].  Die Zeit kann sich jedoch auch ohne diese Hilfsmittel ausdehnen, und dies ist wahrscheinlich, was Moses widerfuhr.

In diesem Moment, auf diesem Berg fand Moses sich selbst und seinen Gott. Er erlebte einen Prozess der Erleuchtung, und seit dieser Zeit sah er die Welt auf andere Art und Weise. Er erkannte, dass die Wirklichkeit in verschiedenen Formen und Dimensionen gesehen werden kann. Nun war er bereit, nicht nur seine eigene Realität zu verändern, sondern auch die der ihn umgebenden Welt. Nun konnte er vollbringen, was wir „Wunder“ nennen würden. In diesem Augenblick hatte Moses seine Göttlichkeit wieder gewonnen. Der Prozess, der von den Patriarchen begonnen wurde, erreichte in ihm seinen Höhepunkt.

Am Anfang dieser Parascha erwähnten wir den Fluss der Zeit. Heute weiss man, dass es dieser Fluss ist, der uns unweigerlich dem Tode zuführt. Laut der Bibel ist Moses aus diesem Fluss herausgetreten: „Und Moses war 120 Jahre, als er starb, und seine Augen waren nicht trübe und seine Flüssigkeit ist ihm nicht entflohen.“ (Deut. 34, 7)

Diese Aussage kann man eigentlich erst mit dem heutigen medizinischen Wissen erklären. Die zwei typischen Anzeichen des Alterns sind das Nachlassen der Sehkraft verbunden mit Grauem Star und das Austrocknen des Körpers. Bei Kindern bestehen 75% des Körpergewichts aus Wasser, bei Greisen geht es auf 40% herunter. Dem entsprechend ist Moses nicht gealtert. Starb er wirklich oder ist er einfach verschwunden? Sein Grab ist unbekannt. Er hat seine Mission erfüllt ... Seitdem ist auch das Volk Israel unsterblich geworden. Nicht die Einzelnen, sondern das Volk als solches.

Moses durchlief also eine tiefe Transformation. Von einem Exilanten und Schafhirten wurde er zu dem Moses, wie wir ihn heute kennen: der Führer, der Lehrer, der Gründer einer neuen Welt.

Zu Beginn seines Lebens war Moses dem Wasser in seinen beiden Aspekten begegnet – dem Leben spendenden und dem Leben nehmenden. Am Chorew begegnete er dem zweiten Element – dem Feuer, dem Symbol der Energie. Beide sind in gleicher Weise notwendig, damit das Leben weitergeht. Das Leben ist wie der Busch: Es brennt und brennt ohne auszubrennen, ohne verzehrt zu werden.

Wie Feuer ist es das Symbol der Energie. Es ist die Verkörperung von Energie. Der grosse Schritt, der Schritt, nach dem es keine Umkehr gibt, ist getan. Nun ist Moses psychisch bereit für das, was kommen soll. Aber bis jetzt weiss er nicht, worauf er vorbereitet wurde.

Lassen Sie uns nun zur Bibel zurückkehren, um herauszufinden, was geschah.

„Und ein Engel von JHVH erschien ihm aus der Lohe des Feuers aus dem Dornbusch. Und er sah Moscheh und Moscheh sah, dass der Dornbusch im Feuer brannte, aber er verbrannte nicht. Und Moscheh kam, um zu sehen".

„Als HVJH aber sah, dass er hintrat, um anzusehen, rief Elohim ihn mitten aus dem Dornbusch an. Er sprach: Moscheh, Moscheh! Er antwortete: Da bin ich. Und er sprach: Nahe nicht herzu, streife deine Schuhe von deinen Füssen, denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliger Boden. Und weiterhin sprach Elohim: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks, der Gott Jakobs. Moscheh barg sein Antlitz, denn er fürchtete sich zu Gott hinzublicken. HVJH aber sprach: Gesehn habe ich die Bedrückung meines Volkes, das in Ägypten ist, ihren Schrei vor seinen Treibern habe ich gehört. Erkannt habe ich sein Leiden. Nieder zog ich es aus der Hand Ägyptens zu retten, es aus jenem Land hinauf zu bringen nach einem Land Milch und Honig träufend, nach dem Ort der Kanaaniter und des Hethiters, des Amoriters und des Prisiters , des Hiwwiters und des Jebusiters. Nun, da ist der Schrei der Söhne Israels zu mir gekommen, und gesehen habe ich die Pein, mit der die Ägypter sie peinigen. Nun geh, ich schicke dich zu Pharao, führe mein Volk, die Söhne Israels, aus Ägypten. Moscheh sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe, dass ich die Söhne Israels aus Ägypten führe? Elohim aber sprach: Wohl, ich werde da sein bei dir und dies hier ist dir das Zeichen, dass ich selber dich schickte. Hast du das Volk aus Ägypten geführt, an diesem Berg werdet ihr Gott dienen. Moscheh sprach zu Gott: Da komme ich denn zu den Söhnen Israels. Ich spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter schickt mich zu euch. Sie werden mir sagen: Was ist sein Name? Was sage ich ihnen dann? Gott sprach zu Moscheh: Ich werde sein, der ich sein werde. Und Elohim sprach: ICH WERDE SEIN schickt mich zu euch (Exodus 3, 4-14) (Der letzte Satz wird oft auch mit „Ich bin, der ich bin“ übersetzt.)

Im ersten Teil der Begegnung erscheint Gott Moses in dem Aspekt von HVJH, dem Aspekt des ewigen Seins, als Gott der Zeit. Die Offenbarung beginnt mit der Erinnerung an die Vergangenheit – Ich bin der Gott deines Vaters – und Moses reagiert, indem er sein Gesicht verhüllt.  „Was für ein Gott ist dieser Gott, den wir für seine Dienste und Versprechen in der Vergangenheit anbeten sollen und der es in der Gegenwart zulässt, dass sein Volk ausgerottet wird. Ein solcher Gott ist höchstens zu fürchten.“ (Ist es nicht genau das, was wir bis zum heutigen Tag tun sollen – Gott anbeten wegen der Wunder, die er in der Vergangenheit vollbracht hat? Und ist das nicht die Frage, die wir uns immer wieder nach dem Holocaust stellen? Wo war Gott während der Zeit und warum hat er sich nicht eingemischt? Und wir verdecken unsere Gesichter und wollen von so einem Gott nichts wissen.) Aber in diesem Augenblick verändert sich alles, und Gott wird zum Gott der Gegenwart.

Doch Moses ist noch nicht zufrieden. Er will sicher sein, dass, was er hört, real ist, dass das Wesen, dessen Stimme er hört, sich von den steinernen Göttern Ägyptens unterscheidet. Auch diese Götter beherrschen die Gegenwart auf der Grundlage der Vergangenheit. Und so fragt er die Offenbarung nach ihrem Namen. Hier wird er allerdings mit einer Überraschung konfrontiert:  ... ein Gott ohne Namen. Dies ist wirklich eine begriffliche Revolution. Dieser Gott ist eine Idee, eine Erfahrung. Es ist kein Wesen. Nur ein bestehendes Wesen, kann einen Namen haben. Dieses Konzept ist etwas, mit dem die Menschen bis heute noch nicht klar kommen. Bis zum heutigen Tage braucht die Menschheit etwas Begriffliches, eine Vorstellung, und so hat man Jesus zum Gott gemacht, der Islam betet Allah an und das Judentum? Den Namen. Ist es das, was uns die Bibel lehren will?

„Ich Bin, der ich Bin. Ich Bin, was ich Bin. Ich Bin, wer ich Bin. Ich Bin Ich! Wenn du mich einmal erkannt hast, wirst du keinen Namen mehr brauchen. Ich Bin einfach und brauche keinen Namen. Da Ich Bin, wird es grundsätzlich unwichtig, wer oder was ich Bin. Jeder kann Mich sehen, wie er will, kann Mich erleben wie er es als richtig für sich empfindet. Für Mich macht es keinen Unterschied, da ich das ewige und unveränderliche Sein bin. (siehe auch „Die Geschichte Josephs“)

Die hebräischen Wörter sind ausserdem in einer Form geschrieben, die Gegenwart und Zukunft verbindet. „Ich Bin, der Ich Bin und Ich werde sein, der Ich sein werde, Ich werde sein, was ich sein werde und trotzdem Bin Ich auch der, der Ich Bin, in alle Ewigkeit. Zugleich Alles und Nichts - für uns Menschen ein ewiges Paradox [ii].

Wenn du das glaubst, dann werden Gegenwart und Zukunft eins für dich und du kannst deine eigene Zukunft formen. Wenn du das glaubst, wenn du glaubst, dass der Busch für immer brennen kann, dann bist du endlich frei von der Tyrannei der Zeit und alles wird für dich möglich werden. Wenn du frei bist, kannst du auch dein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit führen. „So sollst du den Kindern Israel sagen: Der, der sich Ich Bin und ich Werde ewig sein nennt, hat mich zu euch gesandt.“

Aber Moses ist nicht beruhigt. Es ist nicht so sehr das Treffen mit Pharao, das er fürchtet. Obwohl seine erste Reaktion ist: „Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe?“ ist er schnell beruhigt. Da er am  königlichen Hof aufgewachsen ist, weiss er genau, wie er mit Pharao und seiner Umgebung zu reden hat. Er ist sich viel ungewisser darüber, wie die Kinder Israel ihn aufnehmen werden. Er weiss sehr wohl, dass er als Aussenseiter empfangen werden wird, als jemand, der nie Schicksalsschläge, die das Volk heimsuchten, geteilt hat. Werden sie ihn mit Neid oder mit Furcht betrachten? Moses wusste nur zu gut, dass er in vielerlei Hinsicht nicht die gleiche Sprache wie das Volk Israel sprach. Wenn auch die Worte die gleichen gewesen sein mögen (und selbst das ist zweifelhaft), waren die Bedeutungen und Assoziationen völlig verschieden.

Ein Prinz, an Freiheit und die Ausübung von Autorität gewohnt, spricht einfach nicht die gleiche Sprache wie ein unterdrücktes Sklavenvolk. Und eine solche Person kommt und sagt ihnen, sie sollen alles fahren lassen, das Wenige, das sie haben, aufgeben und ihm in die Wüste folgen, ins Unbekannte? All dies im Namen einer halb vergessenen Gottheit, des Gottes ihrer Vorfahren. Das aufgeben, was ihnen zumindest etwas Sicherheit gibt – auch wenn es nichts als die Ketten ihrer Knechtschaft sind? Moses mag die Sklaverei schrecklich erscheinen. Für sie bedeutet sie Sicherheit. Für Moses ist Freiheit das höchste Ideal. Für sie bedeutet sie überhaupt nichts. Sie wissen nicht wirklich, wovon er spricht. Sie mögen ihn gar als agent provocateur ansehen, einen Menschen, der von der ägyptischen Obrigkeit geschickt wurde, um Unruhe zu stiften, als Rechtfertigung dafür, ihr Joch noch schwerer zu machen. In Klammern ist hinzuzufügen, dass Moses Befürchtungen wahr wurden. Nach seiner ersten Audienz bei Pharao reagiert Pharao genau so, als wäre Moses tatsächlich sein Geheimagent:

„Am gleichen Tag gab Pharao den Sklaventreibern und Aufsehern des Volkes diesen Befehl: ‚Bis jetzt habt ihr diesen Leuten Stroh für das Ziegelmachen geliefert. Tut das nicht mehr, lasst sie gehen und sich selbst Stroh sammeln. Trotzdem sollt ihr von ihnen die gleiche Anzahl Ziegel bekommen wie zuvor und sie auf keinen Fall verringern. Sie sind faul, und deshalb ihr Geschrei: Lasst uns gehen und unserem Gott opfern. Lasst diese Männer härter arbeiten als je zuvor, so dass sie keine Zeit haben innezuhalten  und auf leichtfertige Reden zu hören.’

Und die Vorarbeiter, die von Pharaos Sklaventreibern für die Söhne Israels bestimmt worden waren, wurden ausgepeitscht und sie wurden gefragt: ‚Warum habt ihr nicht eure volle Menge an Ziegeln hergestellt wie zuvor, weder gestern noch heute?’“ (Exodus 5, 5-12)

Und die Reaktion der Kinder Israel war auch genau so, wie es zu erwarten war: „Als sie Pharao verlassen hatten, trafen sie Moses und Aaron, die auf sie warteten. ‚Möge VHJH euer Werk sehen und euch bestrafen, wie ihr es verdient’, sagten sie zu ihnen. ‚Ihr habt uns bei Pharao und seinem Hof verhasst gemacht; ihr habt ihnen ein Schwert in die Hand gegeben uns zu töten.’“ (Exodus 5, 21)

Da er all dies voraussieht, schreckt Moses zurück und findet eine Entschuldigung nach der anderen, um sich seiner unangenehmen Mission zu entziehen – verhalten wir uns nicht alle so? – bis schliesslich ein Kompromiss erreicht ist. Aaron wird sich ihm anschliessen – Aaron, der Sanfte, Aaron, der Mann, der vom Volk akzeptiert wird. „Du wirst zu ihm sprechen und ihm sagen, welche Botschaft er mitteilen soll. Ich werde dir helfen zu sprechen und auch ihm und euch unterweisen, was ihr tun sollt. Er selbst soll zum Volk sprechen an deiner Stelle; er wird dein Sprachrohr sein, und du wirst wie der Gott sein, der ihn inspiriert. Und nimm diesen Stab in deine Hand; damit wirst du die Zeichen vollbringen.“ (Exodus 5, 14-17)

Es ist interessant zu spekulieren, was geschehen wäre, wenn Moses Aaron nicht gehabt hätte. Hätten ihn die Kinder Israel völlig abgelehnt? Hätten sie ihn in Stücke gerissen. Dieser Mangel an Kommunikation verfolgte Moses bis zum Ende seines Lebens. Es scheint, dass die Kinder Israel ziemlich zwiespältige Gefühle hatten, was das Verlassen Ägyptens betrifft. Sie wollten nicht wirklich gehen.

Es war Moses mit seinen Wundern, der Pharao schliesslich zwang sie auszuweisen. Wenn es ihnen überlassen gewesen wäre, hätte sich das Volk nie bewegt. Und sie verziehen Moses nicht, dass er ihnen den Auszug aus Ägypten aufgezwungen hatte. Immer wenn sie in irgendwelche Schwierigkeiten gerieten, reagierten sie, indem sie sagten: „Warum hast du uns aus Ägypten gebracht? Damit wir in der Wüste sterben?“ Und in dem Moment, als Moses verschwand, machten sie sich daran, einen ägyptischen Götzen, das goldene Kalb, zu bauen.

Was Moses ausserdem das Leben schwer machte, war die Sklavenmentalität. Das Einzige, was die Kinder Israel während ihres Aufenthalts in der Wüste wirklich interessierte, war Essen und Wasser. Sie unternahmen jedoch nicht die geringste Anstrengung sich dieses selbst zu besorgen. Sklaven werden von ihrem Herrn versorgt. Und in der Wüste war es Moses, der ihr Herr wurde. „Wir haben genug von deinem Manna“, klagen sie Moses an. Du hast uns gezwungen die Knechtschaft zu verlassen und behauptest, dass wir frei sind. Warum haben wir nicht die Nahrung, die freien Menschen zusteht? Die Nahrung, die unsere Herren in Ägypten assen?

„Wir erinnern uns an die Fleischtöpfe von Ägypten.“ Für einen Sklaven, der wohl niemals Fleisch gekostet hat, sind die Fleischtöpfe Ägyptens gleichbedeutend mit Freiheit. Sie begreifen nicht, dass das Recht ‚Fleisch zu essen’ verdient werden muss.

Obwohl Moses dies alles weiss, nimmt er dennoch die Führerschaft an und die Einsamkeit, die damit einhergeht. Er weiss nur zu gut, dass ein wirklicher Führer und Neuerer immer allein ist. Wie zuvor gesagt, war Moses gleichzeitig Hebräer und Ägypter. Nur ein Mann, der mit seinen Füssen in zwei Realitäten gleichzeitig steht, kann eine wirkliche Veränderung in die Wege leiten. Völlig in einem davon aufzugehen, macht es unmöglich die Realität so zu sehen, wie sie wirklich ist; des Kaisers neue Kleider als das zu sehen, was sie wirklich sind. Völlig ausserhalb der Realität zu stehen, die man zu verändern wünscht, erlaubt einem auch nicht sie zu verändern, da man erleben muss, was man verändern will. Obwohl er sich anfangs davor scheut, nimmt Moses seine Mission an.

Wie alle biblischen Propheten nach ihm kann er nicht anders. So macht er sich auf und tut, was er tun muss. Obwohl er sich vor der Einsamkeit fürchtet, ist er nur allein und nie einsam, da er sich selbst und seinen Gott gefunden hat. Wenn ein Mensch einmal sein inneres Selbst erreicht hat, wird er eins mit der ganzen Schöpfung und weiss nicht mehr, was Einsamkeit bedeutet. Nach der Offenbarung verlässt Moses seinen Schwiegervater, trifft Aaron, sein ‚Sprachrohr’ und kehrt nach Ägypten zurück, um seine Mission zu beginnen.

  • [i] Weitere Informationen in: David Loye, The Sphinx and the Rainbow, New Science Library, Shambhala, 1983

  • [ii] Wie sagt Maimonides in seinen 13 Grundlehren des jüdischem Glaubens:  Ich glaube mit voller Überzeugung dass der Schöpfer, gelobt sei sein Name einzig ist....dass Er allein unser Gott ist, der war, ist und sein wird.
    Ich glaube.....dass Er kein Körper ist.....Und keinerlei Gestalt ihn darstellen kann. (Aus dem jüdischen Gebetsbuch.
    Auch ein Name ist eine Darstellung

Übersetzung: der Verfasser und Cornelia Fuchs
Alle Bibelzitate sind der Übersetzung von Buber/Rosenzweig entnommen.

Weitere Auslegungen:
Mirjam:
Und seine Schwester stand von fern

Sidra Schemot:
Wer bin ich, daß ich zu Par'o gehe?

Original:
Sh'moth (Exodus / II. B.M.) 1.1 - 6.1

Wer Übles nachredet, zwingt auch dem Zuhörenden das Vergehen auf:
Pharaos Herz

Zur [Diskussion dieses Wochenabschnitts], steht der Autor in unserem Forum zur Verfügung.

Übersetzung: der Verfasser und Cornelia Fuchs (Jesaja, 5.2)
Alle Bibelzitate sind der Übersetzung von Buber/Rosenzweig entnommen.

Weitere Paraschoth



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