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Koscher leben...
 
 

Genesis, 37-44
PARASCHAT VAJESCHEW und MIKETZ

Von Eli Erich Lasch
(Auszug aus seinem Buch "Let there be Freedom – The Bible Unveiled", Logos Publication, 1989)

Diese Bibelabschnitte erzählen die Geschichte von Josef, dem Lieblingssohn Jakobs, den Verkauf durch seine Brüder in die Knechtschaft und seine Abenteuer in Ägypten: vom Sklaven zum Vizekönig – eine wahre Aschenputtelgeschichte.

Diese Geschichte von Josef kann auf zwei Arten interpretiert werden. Der erste und klassische Ansatz ist, dass Gott weiss, was gut für uns ist, und wenn wir uns nur in seine Hände begeben, wird sich letztlich alles zum Besten wenden. Seht die Wechselfälle in Josefs Leben, sagen sie uns. Er beginnt als Lieblingssohn seines Vaters und wird aus seiner Sonderstellung gestürzt, indem er von seinen Brüdern in die Knechtschaft verkauft wird. Was für ein schreckliches Schicksal! Warum passierte ihm das eigentlich?

Weil er träumte. In diesen Träumen, die er als Siebzehnjähriger hatte, träumte er zweimal, dass seine Brüder und sein Vater sich vor ihm neigen werden. Einmal handelte es sich um Garbenbinden – Er und seine Brüder binden Garben inmitten des Feldes, und die Garben der Brüder verneigten sich vor seiner Garbe. In einem zweiten Traum neigten sich sogar die Sonne, der Mond und elf Sterne vor ihm - und die Bibel schreibt dazu in ihrer kargen Weise: Seitdem hassten die Brüder ihn noch mehr.

Ja, aber ohne dieses Ereignis hätte er nie Ägypten erreicht. In Ägypten wird er in den Haushalt von Potiphar, Pharaos Eunuch, dem Obersten der Palastwache, verkauft. Wieder erreicht er die Position eines Favoriten. Da er jung, erfolgreich und gut aussehend ist, geschieht das Unvermeidliche: Potiphars Ehefrau begehrt ihn (da ihr Ehemann ein Eunuch ist, ist er schliesslich nur dem Namen nach ein Ehemann ). Da Josef aber rechtschaffen ist, (oder vielleicht war die Frau auch zu alt für ihn) weigert er sich. Die Frau nimmt ihm das natürlich übel und so wird er wieder aus seiner gehobenen Position gestürzt und findet sich im Gefängnis wieder. Wieder!

Wie das Schicksal mit ihm spielt. Ja, wird der klassische Interpret sagen, er ist wirklich zu bedauern. Aber Gottes Wege sind nun einmal nicht unsere Wege; denn ohne aus Potiphars Haus verjagt zu werden, wäre Josef nie Pharaos Favorit und der Vizekönig von Ägypten geworden. All dies war aber notwendig. Wäre er nicht im Gefängnis gewesen, hätte er nicht Pharaos Beamte getroffen und hätte nicht ihre Träume deuten können.

Zwei Jahre vergehen und Josef ist vergessen. Es scheint, dass er verdammt ist im Gefängnis zu verrotten Was für ein Ende für ein so viel versprechendes Leben. Aber dann hat Pharao einen Traum, den weder er noch seine Minister enträtseln können. Es handelt sich um die inzwischen berühmt gewordenen sieben fetten und sieben mageren Jahre, die durch Kühe symbolisiert werden. Jetzt hat Josefs Stunde endlich geschlagen. Der oberste Mundschenk, der mit ihm im Gefängnis war, erinnert sich an den jungen Mann, der seinen Traum gedeutet und ihm seine Befreiung vorausgesagt hat. Er erzählt Pharao davon. Josef wird gerufen, deutet Pharaos Träume und erklärt ihm, wie er die bevorstehende Katastrophe abwenden kann. So wird er zu Pharaos Kanzler und später sogar zum Vizekönig von Ägypten. Dank seiner gehobenen Position kann er später in den Zeiten der Not für seine Brüder und den alten Vater sorgen und, was vielleicht wichtiger ist: Er erwirbt für sie einen Ort, wo der Familienstamm in Frieden wachsen und zu der Nation Israel werden kann. So endet die Geschichte, und der klassische Interpret wird in ihr eine Manifestation von Gottes Macht sehen. Für ihn ist die Moral der Geschichte, dass wir das Böse zusammen mit dem Guten akzeptieren sollten, und statt uns zu beklagen, weiterhin Vertrauen in Gottes Weisheit haben und Ihm für beides, Glück und Leiden danken sollten. Entsprechend dieser Auffassung sind alle Leiden nur Prüfungen und Lektionen, um uns zu lehren, unsere Wünsche und Träume Gottes Wegen unterzuordnen.

Dieses war 2000 Jahre lang die jüdische Auslegung der qualvollen Geschichte des Volkes. Um den jüdischen Schriftsteller Franz Werfel zu zitieren: Seid dankbar dem Leid, denn was auch geschieht, ist göttliche Kraft, die euch höher zieht. Seit dankbar dem Feuer, weil’s läuternd euch zwingt, dass mit Gottes Liebe die Welt ihr durchdringt (Der Weg der Verheissung, 1937).

Das war aber alles vor dem Holocaust und ich glaube, es ist heute nicht mehr gültig. Was kann denn das jüdische Volk aus einem Ereignis wie dem Holocaust lernen?

Es gibt aber einen anderen Ansatz für die Interpretation dieser Geschichte, einen Ansatz, bei dem der Mensch eine aktive Rolle spielt, einen Weg, der Versuch und Irrtum einschliesst. Wenn wir zu Josefs Kindheit und Jugend zurückkehren, sehen wir, dass er das war, was wir heutzutage einen 'arroganten jungen Gockel' nennen würden – ein echter Fiesling. Da er der Liebling seines Vaters war, erlaubte er sich, in einer Art und Weise zu handeln, die den Hass seiner Brüder weckte. Ob er sich dessen nicht bewusst war, ob es ihn nicht kümmerte oder ob er sich sogar hämisch darüber freute, ist nicht von Bedeutung. Aber seine Träume und die Art, wie er sie erzählte, strapazierten sogar Jakobs Geduld auf das Äußerste. Man muss auch bedenken, dass die anderen nur seine Halbbrüder waren. Er war der Sohn der geliebten Frau, Rachel und sie waren die Söhne Leas, der ungewollten Frau und von Sklavinnen - Grund genug, sich ungeliebt und von ihrem Vater abgelehnt zu fühlen. Wenn wir Josefs Benehmen dazunehmen, kann man die Handlungen der Brüder gut verstehen. Ohne die Einmischung seines ältesten Bruders hätten seine Brüder ihn wahrscheinlich nicht verkauft, sondern getötet.

Wenn auch arrogant bis zum Äussersten, war Josef sicher weit davon entfernt, ein Narr zu sein, und er begriff wohl, dass er selbst heraufbeschworen hatte, was ihm widerfuhr. In die Sklaverei verkauft zu werden war sicher ein unsanftes Erwachen für ihn; aber anstatt sich in Selbstmitleid und Verzweiflung zu ergehen, verstand Josef sein Unglück als Lektion und machte sich daran seine Situation zu verbessern.

An dieser Stelle lohnt es sich, für einen Moment innezuhalten und zu bemerken, dass nach der Auffassung der Bibel, ein Mensch nur dann etwas Bedeutendes erreichen kann, wenn er sich von seiner Familie und seinem Hintergrund absondert. So musste Abraham seine Heimat Ur verlassen; Jakob musste vor seinem Bruder fliehen und seine Familie in Richtung Haran verlassen . Josef wurde gewaltsam von seiner Familie weggerissen. Und selbst Moses, der wahrscheinlich der größte von allen war, wuchs in einer Pflegefamilie auf, gegen die er schließlich revoltieren musste, um sich und sein Volk zu befreien. Nur wer sich selbst von den Fesseln befreit, die ihn niederhalten, kann sich selbst verwirklichen und seine Bestimmung erfüllen. Nur wer nicht fürchtet, allein zu sein, wird ein wirklicher Führer und Erneuerer werden.

Aber lassen Sie uns zur Geschichte von Josef zurückkehren. Nachdem er an Potiphar verkauft worden ist, macht sich Josef bei seinem Herrn beliebt und da er intelligent und erfolgreich ist, wird er zur wahren Macht im Haushalt des Potiphar. Da er jung und intelligent ist, erregt er die Aufmerksamkeit seiner Herrin, die ihn zu verführen versucht. Und wieder ist es hier seine arrogante Selbstsicherheit, die seinen Sturz herbeiführt. Anstatt sich seinem Herrn anzuvertrauen, beschließt er, mit dem Problem alleine fertig zu werden - und scheitert natürlich. Er unterschätzt die Macht des Geredes und des Skandals. Ist die Geschichte einmal an die Öffentlichkeit gedrungen, hat sein Herr keine andere Möglichkeit als ihn zu bestrafen und fortzuschicken. Ein hoher Beamter kann es nicht zulassen, dass sein Ruf beschädigt wird. Nur wegen seiner sehr guten Beziehung zu seinem Herrn wird er nicht hingerichtet oder in die Steinbrüche verkauft. Und so findet Josef sich (wieder) im Gefängnis, aber in einem ganz besonderen Gefängnis - einem, das für hochrangige Beamte des Hofes reserviert ist. Der ideale Ort, nützliche Verbindungen anzuknüpfen, wenn es auch ein ziemlich ungewöhnlicher Platz für einen rebellischen Sklaven ist. Da Josef Josef ist, brauchte er nicht lange, um mit dem Gefängnisaufseher vertraut zu werden. Von dort war der Weg zu den höchsten Hofbeamten (die, je nach Laune ihres Souveräns, von Zeit zu Zeit ins Gefängnis kamen), nicht weit.

Und so kommen wir zum letzten, ziemlich ungewöhnlichen Schritt, vom rebellischen Sklaven zum Vizekönig und Gouverneur von Ägypten – eine antike Aschenputtelgeschichte.

Warum hatte Josef so viel Erfolg? War es nur wegen seiner Klugheit und Rechtschaffenheit und weil er in Gottes Plan passte, eine Behauptung, zu der die klassischen Interpreten neigen? Oder ist es deshalb, weil Josef angesichts von Widrigkeiten nicht zum Aufgeben bereit war, sondern jedes Unglück als eine Lektion betrachtete, die zu lernen war, und jeden Rückschlag sogar als Sprungbrett in eine bessere Zukunft?

Josef war bereit, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und von seinen Fehlern zu lernen; deshalb war Gott ständig an seiner Seite und half ihm. Josef verließ sich nicht auf den Herrn, dass dieser ihm den Weg zeigte. Er war es, der ohne irgendeine Anleitung oder Offenbarung zu erhalten, seine eigene Realität baute und es so ermöglichte, dass Gottes Plan sich entfaltete. So zeigt die Geschichte von Josef, dass nur der Mensch es veranlassen kann, dass Gottes Plan Wirklichkeit wird. Wir sind es, die durch unseren freien Willen die Realität schaffen, in der wir leben. Nur rückblickend ist es möglich zu erkennen, ob diese Realität in das passt, was oft als göttlicher Plan angesehen wird.

Ohne Josef hätte die Geschichte möglicherweise einen anderen Verlauf genommen, der dann als der "gottgewollte" wahrgenommen worden wäre.

Dies ist also die wahre Botschaft der Bibel, eine Botschaft, die immer wieder von denen entstellt wurde, die die Menschheit ihrer Freiheit berauben wollen. Anstatt zu verlangen, dass wir unseren Willen Gottes Willen unterordnen und sagen: Gottes Wille ist mein Wille, dringt die Bibel darauf, dass wir die Ordnung umkehren und laut und deutlich sagen: "Mein Wille ist Gottes Wille. Mein Weg ist Gottes Weg. Mein Weg und nicht der Weg meines Lehrers. Mein Weg und nicht der Weg meines Herrn." Dies ist der Weg zur Freiheit, der Weg zur Wiedergewinnung unserer Göttlichkeit. Da Gott sich in jedem und überall befindet, sind alle Wege seine Wege, und alle Willen sind seine Willen. Es ist nur unsere richtende Sichtweise, die den einen Weg als Gottes Weg und einen anderen als den des Teufels zu definieren sucht - und für gewöhnlich sehen wir den Weg, den wir gewählt haben, als Gottes Weg an, und den, welchen unsere Gegner beschreiten, als den Weg des Teufels. Die wirkliche Frage, die wir uns stellen sollten, ist jedoch, wie viel von dieser Wahl wirklich die unsere ist.

Ist es nicht wahr, dass Gottes Weg sehr oft als derjenige definiert wird, den uns unsere Eltern und Lehrer lehrten, während der Weg des Teufels derjenige ist, den wir wirklich gerne beschreiten würden, um das Leben voll und ganz zu erfahren. Und so befinden wir uns in der paradoxen Situation, in der die Wege des Gottes der Liebe sich auf Furcht gründen und der Weg des Teufels auf das, wonach wir uns wirklich sehnen und sehr oft auf Liebe beruht. Um weiter auf dem Pfad der Ehrlichkeit zu bleiben, müssen wir auch zugeben, dass wir sehr oft eifersüchtig auf diejenigen sind, die dem folgen, was man uns gelehrt hat, als den Weg des Teufels anzusehen, einen Weg, den wir selbst gerne gehen würden. Nur unsere Furcht davor, was "die Leute sagen würden", hindert uns. Furcht vor Strafe, Furcht vor ewiger Verdammnis, Furcht davor, dass wir zur Hölle geschickt werden mit ihrem Feuer und Schwefel. Und so gehen wir den leichtesten Weg und tun alles, was wir können, um der Verführung auszuweichen.

Von hier ist der Weg zum Heiligen Krieg nur kurz, und es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen einem "Krieg, um den Katholizismus oder Islam zu verbreiten bzw. zu verteidigen" und einem "Krieg, um die westlichen Werte zu verteidigen bzw. zu verbreiten". In beiden Fällen ist es "MEIN Weg und nur MEIN Weg", der Gottes Weg ist. Dein Weg darf "um Gottes Willen" nicht als Gottes Weg angesehen werden. Wie weit ist dies von dem grundlegenden Glaubenssatz entfernt, dass alle Wege Gottes Wege sind. Ob es meine oder deine sind. Seine oder ihre.

Diese Entfernung ist es, welche Freiheit von Sklaverei trennt.

Die wahre Antwort ist, dass es sich bei der Geschichte Josefs um ein Beispiel handelt, was der Mensch erreichen kann, wenn er sich einmal von den Fesseln, die ihn niederhalten, gelöst hat.

Und wo bleibt Gott in dieser ganzen Geschichte? Die beste Antwort darauf befindet sich vielleicht in der Antwort, die Josef Potiphars Weib gegeben hat, als sie versuchte ihn zu verführen:

"Wie sollte ich nun dieses große Übel tun! An Gott würde ich sündigen." Die Bibel betont, dass Josef, seit er in Ägypten angekommen ist, sich immer wieder auf Gott bezieht. Das einschneidende Erlebnis, das ihn vom Lieblingssohn Jakobs in einen Sklaven verwandelte, hat den "Gockel" zu einem demütigen Menschen gemacht. Seine ganzen Erfolge schreibt er Gott zu und auch, als er vor Pharao steht, betont er: "Ohne mich! Gott möge antworten, was zu Pharaos Frieden ist", und dann fährt er fort: "Was Gott tun will, hat er Pharao sehen lassen."

Hat Gott sich wirklich direkt eingemischt? Der Kabbala (der jüdischen Mystik) zu Folge mischt sich Gott nicht direkt ein, denn einmischen bedeutet aktiv zu werden und Aktivität bedeutet Veränderung. Gott hingegen ist ewig und deshalb unvergänglich und unveränderlich. Denn Alles ist Gott und Gott ist Alles. In Gott befinden sich alle Möglichkeiten und Attribute und die Aufgabe des Menschen ist es, sich an diejenigen anzubinden, die die menschliche Entwicklung fördern. Josef hat verstanden, dass er mit eigener Kraft nichts erreichen kann, woraufhin er sich in die positiven Attribute Gottes eingeklinkt hat. So wurde er zum Propheten, der die Zukunft sehen konnte und so ist ihm, wie die Bibel schreibt, alles gelungen, was er tat.

Was können wir für unsere Zeit von dieser Geschichte lernen? Das erste ist die Geschichte des jüdischen Volkes. Solange das jüdische Volk an das Attribut "Schuld und Gehorsam" gebunden war, befand es sich in einem Zustand der Sklaverei. Denn ein Sklave ist jemand, der seine eigene Zukunft nicht bestimmen kann, und das war die jüdische Situation während der Diaspora. Erst das tief einschneidende Erlebnis des Holocausts hat das jüdische Volk von diesem Attribut gelöst, worauf es sich in das Attribut der Freiheit und der Selbstbestimmung angebunden und seinen eigenen Staat gegründet hat.

Bedeutet das, dass alles erlaubt ist? Mord, Raub, Diebstahl? Ja, sagt darauf die Kabbala, aber dafür hat uns Gott auch den freien Willen gegeben. Man muss nur bereit sein, auch die Konsequenzen seiner Taten zu tragen. Und das beste Beispiel unserer Zeit ist Adolf Hitler. In seinem Buch "Mein Kampf" schreibt er, dass er mit der Ausrottung des jüdischen Volkes Gottes Willen erfüllt, und das hat er auch konsequent durchgeführt. Sein Ende ist uns wohl bekannt. Nicht nur, dass er Deutschland zerstört hat, sondern er hat das deutsche Volk in ein Volk von Kriminellen verwandelt und das deutsche Volk leidet bis heute darunter.

Um den Rav Kook, dem großen Mystiker, der Anfang des Jahrhunderts in Jerusalem gelebt hat, zu zitieren: "Die Verbindung zwischen Gott und der Menschheit ist wie ein Baum, der im Himmel wurzelt und zur Erde zu wächst." Adolf Hitler und das ganze deutsche Volk mit ihm hat "faule Früchte" (Jesaja, 5.2) von diesem Baum gegessen und sich so vergiftet.

Das bringt uns direkt zu dem biblischen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sowie zu den Worten Moses: "Ich gebe euch heute das Leben und das Gute, den Tod und das Böse, auf dass ihr das Leben wählet. (Deuteronomi, 30.15, 19) Das Wichtigste an diesem Ausspruch ist das Wort "wählet", Gott hat uns die freie Wahl gegeben. Was man die Strafe Gottes nennt, ist keine Strafe, sondern eine direkte Konsequenz unserer Taten.

Bevor wir die Geschichte von Josef hinter uns lassen, gibt es noch einen Punkt, der erwähnt werden soll. Es handelt sich um den Begriff Vergebung. Wie wir sehen, erfüllten sich Josefs Träume, die seine Brüder dazu gebracht hatten, ihn in die Knechtschaft zu verkaufen Nicht nur, dass Josef seinen Brüdern dieses nicht nachtrug, sondern er hat eingesehen, dass der Verkauf notwendig gewesen ist, und ich zitiere: "Gott hat mich vor euch ausgesandt, euch ein Überbleiben auf Erden zu bereiten, euch am Leben zu halten zur großen Errettung. Nun also, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott." (Genesis, 45.7-8)

Diese Einstellung war vielleicht die grösste Wandlung, die Josef durchlief.

Zur [Diskussion dieses Wochenabschnitts], steht der Autor in unserem Forum zur Verfügung.

Übersetzung: der Verfasser und Cornelia Fuchs (Jesaja, 5.2)
Alle Bibelzitate sind der Übersetzung von Buber/Rosenzweig entnommen.

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