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Koscher leben...
 
 

Wochenabschnitt
Parashoth haShawu'a - Wochenabschnitte

Russische Wiedergabe


Schiurimreihe Fraenkelufer
Nr. 8a

PARSCHAT WA'JISCHLACH
von Rabbi Menachem Leibtag

Jaakows Namensänderung in JISRAEL scheint zwar Awrams Namensänderung in Awraham zu ähneln (vgl. 17:5 mit 35:10), aber in Wahrheit sind beide sehr verschieden. Im Gegensatz zu Awraham, wo nur ein einziger Buchstabe ["heh"] zum bestehenden Namen hinzugefügt wird, ist JISRAEL ein ganz NEUER Name. Zudem dient ‚Jisrael' als ALTERNATIVER Name für Jaakow, während AWRAHAM den alten Namen ersetzte!

Im Schiur dieser Woche erklären wir, wie die Natur dieser Namensänderung ein sehr kritisches Stadium des "Bechira"-Prozesses in Sefer Bereschit wiederspiegeln könnte.

EINFÜHRUNG

In seinem detaillierten Bericht über Jaakows Rückkehr nach Eretz Kenaan beschreibt Parschat WA'JISCHLACH ZWEI Momente, in denen er seinen neuen Namen Jisrael erhält:

  1. Nach seinem Ringen mit dem "Mal'ach" (Engel), vor seiner Konfrontation mit Esaw (siehe 32:24-30);

2) Später, bei Gottes Offenbarung in Bet El (35:9-13).

 

Um also der Bedeutung von Jaakows Namensänderung wirklich gerecht werden zu können, müssen wir uns diese beiden Ereignisse und ihre thematische Verbindung anschauen.

Wir beginnen unseren Schiur mit dem zweiten Ereignis, da sich hier die Beziehung zwischen dem Namen Jisrael und dem Prozeß der "Bechira" abzeichnet – dem vorrangigen Thema von Sefer Bereschit.

DIE RÜCKKEHR NACH BET EL

Jaakows Rückkehr nach Bet El – an den Ort, wo er zwanzig Jahre zuvor seine allererste "hitgalut" empfing – markiert den prophetischen ‚Höhepunkt‘ seiner Rückkehr nach Eretz Kenaan. Es war in Bet-el, wo Gott Jaakow zum ersten Mal mitteilte, daß er tatsächlich der ‚auserwählte‘ Sohn ist (siehe 28:12-14), und es war in Bet-el, wo Gott versprochen hatte, sich auf seiner Reise zu Laban um ihn zu kümmern.

[Erinnern wir uns aus unserem Schiur zu Parschat Lech L'cha, daß Bet El auch der Mittelpunkt von Awrahams "Alijah" war, der Ort, an dem er eine Mizbajach errichtete und 'den Namen Gottes anrief'.]

 

Nun, bei seiner Rückkehr, erscheint Gott Jaakow ein weiteres Mal. Sehen wir uns diese Psukim genauer an und achten wir darauf, wie Gott nicht nur Jaakows "Bechira" bekräftigt, sondern auch seinen Namen in Jisrael ändert:

"Da erschien Gott Jaakow abermals, als er aus Padan Aram kam, und Gott sprach zu ihm: >Dein Name ist Jaakow; doch du sollst nicht mehr Jaakow genannt werden, sondern JISRAEL soll dein NAME sein!< Also nannte er ihn Jisrael. Dann sprach Gott zu ihm: >Ich bin KEL SCHADDAI, fruchte und mehre dich ... Das LAND aber, das ich Awraham und Jitzhak gegeben, DIR gebe ich es, und DEINEM SAMEN nach dir gebe ich das Land.<" (35:9-16)

Dies ist das LETZTE Mal in Sefer Bereschit, wo Gottt die "Bechira" bekräftigt [d.h. die Segnung von "Sera & Aretz"/ siehe 12:1-7, 13:14-16, 15:18, 17:7-8, 26:1-5, 28:13]; daraus können wir schließen, daß es eine thematische Verbindung geben muß zwischen diesem Namenswechsel zu JISRAEL und dem Abschluß des "Bechira"-Prozesses!

Um zu verstehen, weshalb gerade dieser Name – JISRAEL – gegeben wird, müssen wir zur ersten Stelle zurückkehren, an der Jaakow diesen Namen empfangen hat, d.h. nachdem er siegreich aus seinem Ringen mit dem "Mal'ach" hervorgegangen ist.

 

WAS STECKT IN EINEM NAMEN?

Sehen wir uns an, wie es zu diesem Kampf kam und achten wir auf den Ablauf des Geschehens und die Art von Jaakows Verhalten insgesamt:

1. Jitzhak will Esaw mit Wohlstand und Macht segnen.

2. Jaakow 'stiehlt' Esaws Bracha.

3. Jaakow 'flüchtet' nach Padan Aram.

4. Jaakow 'flüchtet' aus Padan Aram.

5. Jaakow bereitet sich auf seine Konfrontation mit Esaw vor.

[Er will sich seinem Bruder unterwerfen.]

6. Gott schickt einen "Mal'ach", um Jaakow entgegenzutreten.

7. Jaakow trifft auf Esaw und verbeugt sich zunächst sieben Mal vor ihm.

 

Bis zu diesem Punkt war Jaakows Leben davon bestimmt, daß er täuschen mußte, um zu erreichen, was ihm gebührte. In seinem Leben ist Jaakow ein Überlebensexperte geworden, aber ihm mangelte es an Erfahrung im 'frontalen Kampf', worin Esaw wiederum sehr gut war.

Genau aus diesem Grund hatte Jitzhak ursprünglich Esaw den Segen erteilen wollen, denn er wußte, um ein Volk zu begründen, sind die Züge eines "Isch Sadeh" unabdingbar, d.h. die Qualitäten, die man für eine Führungsrolle in weltlichen Dingen notwendig (siehe Schiur zu Parschat Toldot). In seiner Jugend mangelte es Jaakow, dem "Isch Tam", an diesen Zügen. Sobald aber festgelegt war, daß Jaakow der EINZIGE auserwählte Sohn sein sollte, mußte er auch diese Charakterzüge entwickeln.

Bei seiner Rückkehr nach Eretz Kenaan muß Jaakow schließlich Esaw gegenübertreten. Aus Jaakows Strategie (siehe 32:13-21) wird jedoch ganz deutlich, daß er noch immer nicht bereit ist, Esaw als ein "Isch Sadeh" gegenüberzutreten.

[Man könnte sogar annehmen, er plante, Esaw zu beweisen, daß er in Wahrheit niemals die Segnung für Wohlstand und Macht erhalten habe, die er zu stehlen versucht hatte. Indem er vor Esaw das Haupt beugt, will Jaakow zeigen, daß der ‚gestohlene Segen‘ für Wohlstand und Macht über seinen Bruder ("hewei gwir l'achecha, jischtachavu l'cha bnei ij'mecha...27:29) in Wahrheit Esaw erteilt worden war. Ironischerweise greift Jaakow einmal mehr zur Täuschung, diesmal um seinem Bruder zu zeigen, daß seine ursprüngliche Trickserei zum ‚Diebstahl‘ des Segens bedeutungslos gewesen sei.

 

REALISMUS ODER TRÄGHEIT

Genau an diesem Punkt setzt Jaakows Ringen mit dem Mal'ach ein; NACH seiner Vorbereitung auf die Verneigung vor Esaw, aber VOR der tatsächlichen Konfrontation. Diese Abfolge der Ereignisse legt eine thematische Beziehung nahe zwischen diesem Kampf und jener Konfrontation.

Unter den Kommentatoren wird kontrovers diskutiert, ob Jaakow mit der völligen Unterwerfung unter seinen Bruder im Recht war. Manche sagen, Jaakow hätte seinem Bruder offen gegenübertreten und seinen Glauben ganz und gar in Gott setzen sollen, während andere der Meinung sind, daß seine zurückhaltende Strategie unter den gegebenen Umständen richtig war [diese 'haschkafic'-Kontroverse dauert bis heute an].

Unerachtet der ‚politischen Korrektheit‘ seiner Handlungen bleibt es dabei, daß Jaakow zur offenen Konfrontation mit Esaw nicht in der Lage ist. Dennoch hält Gott es für notwendig, daß Jaakow seine Fähigkeit zum Kampf unter Beweis stellt, falls ein Kampf in der Zukunft einmal sein muß. Jaakow muß nun beweisen, daß seine Unterwerfung unter Esaw eher seinem politischen Realismus als einer spirituellen Trägheit zu verdanken ist. Er muß beweisen, daß er kämpfen kann, wenn es darauf ankommt.

[Früher oder später wird es Kämpfe mit ähnlichen Menschen wie Esaw geben, soll es zur Begündung eines Volkes kommen.]

Vielleicht aus diesem Grund muß Gott Jaakows Kampffähigkeit auf die Probe stellen, BEVOR Jaakow auf Esaw trifft. Für Jaakow ist dieses Ringen mit dem "Mal'ach" schwierig, denn er ist auf keinen Kampf vorbereitet; das Kräftemessen dauert die ganze Nacht fort, bis zum ‚Anbruch der Morgendämmerung‘. [Möglicherweise steht die Nacht für "Galut", die 'Morgendämmerung' für die Erlösung. Siehe Ramban, al atar.] Obgleich verwundet und hinkend, geht Jaakow doch siegreich aus dieser Konfrontation hervor und hat damit seinen neuen Namen verdient:

"Nicht Jaakow soll fortan dein Name heißen, sondern Jisrael (Gott kämpft), denn du hast mit göttlichen ("Elokim") und menschlichen Wesen GEKÄMPFT ("anaschim") und hast GESIEGT". (32:29)

 

Der Name Jisrael widerspiegelt somit den Charakter eines in der Schlacht Siegreichen. Jaakows neuer Name ist bedeutsam, denn in ihm drückt sich seine Fähigkeit aus, sich kopfüber in den Kampf zu stürzen. Um zu einem Volk zu werden, ist dieser Zug, auf den der Name ‚Jisrael‘ hinweist, von entscheidender Bedeutung.

 

WESHALB ZWEIMAL?

Es ist nicht schon für sich bedeutsam, daß Jaakows sich diesen Namen im Kampf mit dem "Mal'ach" verdient. Der Name muß später erst von Gott bestätigt werden, zusammen mit seiner "Bechira", und zwar in Bet El (genau dem Ort, wo ihm die "Bechira" zuerst versprochen worden war.) Es scheint somit, daß die Segnungen, die Jaakow während der ganzen Geschichte seiner Täuschungen zuteil wurden, ihm nun erst in der richtigen Weise erteilt werden müssen. Zuerst nennt Gott Jaakow 'Jisrael', womit die Züge der weltlichen Führerschaft symbolisiert werden (35:9-10). Dann bekräftigt Gott den Segen, den Jitzhak ihm erteilt hatte (28:1-4).

Achten wir auf die offensichtliche Parallele zwischen den beiden Segnungen:

 

VON JITZHAK, VOR ABREISE VON GOTT, BEI ANKUNFT

(28:3-4) (35:11-12)

[Gehe nach Padan Aram...] [...Jisrael soll dein Name sein]

Möge "Kel Schaddai" dich segnen, Ich bin "Kel Schaddai":

Dich fruchtbar machen und mehren, Sei fruchtbar und mehre dich,

daß du zu einer Schar von Völkern wirst. Eine Schar von Völkern

Und er gebe dir wird von dir herkommen ...

Den Segen Awrahams, Das Land aber, das ich Awraham

Dir und deinem Samen mit dir, gegeben, dir gebe ich es, und deinem

Daß du das Land... in Besitz nimmst. Samen nach dir gebe ich das Land.

 

Dieser Vergleich zeigt eindeutig, daß Gottes Segen für Jaakow in Bet El eine genaue Bekräftigung von Jitzhaks Segen an Jaakow nach dem Ereignis des gestohlenen Brachot ist. Daraus dürfen wir schließen, daß der Name Jisrael den Abschluß des "Bechira"-Prozesses und zugleich einen wesentlichen Zug benennt, der für Gottes späteres auserwähltes Volk erforderlich ist.

 

DIE ZUKUNFT

Jaakows weltliche Züge mögen zwar für Generationen verborgen bleiben, sie müssen aber in seinem Charakter angelegt sein, bevor seine "Bechira" die letzte göttliche Bekräftigung erfährt. [Später wird Jaakow seine beiden fähigsten Söhne Jehudah und Josef mit der Führerschaft auf diesem Gebiet segnen (49:8-26).]

Im Rest von Chumasch ist der Name Jaakow mit dem Namen Jisrael austauschbar. Das zeigt, daß jeder der beiden Namen für einen anderen Aspekt von Jaakows Charakter steht. Manchmal muß 'Am Jisrael' als Jaakow, der "Isch Tam", handeln, und zu anderen Zeiten wird der aktivere und nationalistischere Zug von Jisrael gebraucht. Schließlich wird der Tag kommen, wie der Prophet Obadja sagt, an dem folgendes geschieht:

"Und hinansteigen werden Befreier den Har Zion, um Har EISAW zu richten, und des Ewigen wird das KÖNIGTUM sein." (1:21)

Mit diesem Verständnis der besonderen Bedeutung des Namens Jisrael könnte man nun einen Grund dafür annehmen, daß der Prozeß der "Bechira" nach Jitzhak noch eine Generation weitergeht. [Oder anders gesagt: weshalb mußte Esaw verworfen werden, da doch seine weltlichen Eigenschaften so wichtig sind?]

Unsere ursprüngliche Annahme, wonach sowohl die Züge eines "Isch Sadeh" wie auch die eines "Isch Tam" zur Begündung eines Volkes notwendig sind, bleibt aber richtig. Wichtig ist nun, daß beide Züge nicht als gleich bedeutsam aufgefaßt werden. Der grundlegende Charakter von Am Jisrael muß der eines "Isch Tam" (Jaakow) sein. Erst wenn diese Charaktereigenschaft fest verwurzelt ist, können die Züge eines "Isch Sadeh" hinzukommen. Wäre Esaw in 'Am Jisrael' eingeschlossen worden, hätten wir die Bedeutung des "Isch Sadeh" vielleicht nicht mehr richtig wahrnehmen können. Eine überproportionale Betonung des 'Nationalismus' und der Stärke hätte – obgleich diese Eigenschaften wichtig sind – die Wahrnehmung der Menschheit von Gottes auserwähltem Volk trüben können.

In der Entstehungsphase unserer nationalen Entwicklung muß unsere äußere Erscheinung als 'Jisrael' von unserem inneren Charakter als 'Jaakow' herkommen. Zuerst müssen wir mit der 'Stimme Jaakows' sprechen (siehe Raschi 27:22), und erst dann dürfen wir ‚in Esaws Haut schlüpfen'.

 

FÜR WEITERE IJUN

A. Chazal sagt, daß der "Mal'ach" der "Sar Schel Esaw" war - Esaws Schutzengel.

1. Erklären Sie diesen Midrasch auf der Grundlage des obigen Schiur.

2. Wenn dieser "Isch" tatsächlich ein "Mal'ach" war, warum, glauben Sie, besteht die

Thora darauf, ihn einen "Isch" zu nennen? [Beachten Sie die Verwendung von "Isch" in Schmot Perek Bet.]

3. Weshalb, glauben Sie, ist die Tatsache von Bedeutung, daß Jaakow bei dieser Begegnung verwundet wurde? Weshalb müssen wir uns an diese Begegnung erinnern, wann immer wir Fleisch essen (Mitzwat Gid-ha'Nasche)? [Könnte das mit den Zügen eines "Isch Sadeh" zusammenhängen?]

4. Erklären Sie die Auseinandersetzung zwischen Jaakow und seinen Söhnen über deren militante Reaktion auf die Handlungsweise von Chamor ben Schchem in bezug auf den Hauptpunkt des obigen Schiur.

 

B. Es gibt einen Midrasch, der uns sagt: 'Jaakow Awinu lo mejt' - Jaakow ist niemals gestorben.

1. Setzen Sie diesen Midrasch zu der Tatsache in Beziehung, daß der Prozeß der "Bechira" mit Jaakow endet und daß alle seine Nachfahren auserwählt wurden.

2. Stellen Sie auch einen Bezug zu 49:33 im Vergleich zu 35:29 und 25:8 her.

 

C. Rachel stirbt zwar vorzeitig, und Reuwen verhält sich unangemessen, aber dennoch schließt die Einheit, die mit "Toldot Jitzhak" begann (25:19), nun mit:

"Und die Söhne Jaakows blieben zwölf an der Zahl ..." (35:23-29)

1. Erklären Sie die Struktur des Abschlusses dieser Einheit auf der Grundlage des obigen Schiur.

 

D. TOLDOT ESAW

Jitzhak wurde auserwählt. Daher müssen wir der Toldot von Esaw folgen, ebenso, wie wir der Toldot von Jischmael & Lot folgen müssen.

1. Erklären Sie ausgehend von dieser Annahme Perek 36.

2. Weshalb glauben Sie auf der Grundlage des obigen Schiur, daß eine Betonung auf die Könige gelegt wird, die in Edom herrschten, bevor ein König über Bnei Jisrael herrschte (siehe 36:31)!

VaJischlach B

E. BRIT MILAH & GOTTES SEGNUNG JAAKOWS

Schon eine flüchtige Analyse von Gottes letzter Segnung Jaakows in Bet El (35:9-15) zeigt, daß dabei an Brit Milah gedacht wird (Bereschit perek 17). Der Name Kel Schaddai; Pru u'Rwu; Khal Goyim & Mlachim; Schem Elokim; und der Begriff der l'Hiyot lcha l'Elokim sind in Brit Milah zu finden.

  1. Beachten Sie, daß die Bracha von Brit Milah, die in Perek 17 damit begann, daß Kel Schaddai Awraham sagte: "hit'ha'lejch l'fa'nei - w'hejeh TAMIM", nun an Jaakow - den ISCH TAM – erteilt wird. Versuchen Sie, die Bedeutung dieser Tatsache zu erklären.
  2. Vergleichen Sie sorgfältig Jitzhaks Bracha und die von Jaakow vor seiner Abreise nach Padan Aram (28:3-4) mit Gottes Segnung Jaakows in Bet El (35:9-13)! Beachten Sie, daß sie fast identisch sind. Setzen Sie dies zu den beiden letzten Schiurim in Beziehung.
  3. Beachten Sie, daß Gottes Name Bschem Hawaja Jaakow nicht mehr erscheint, nachdem er in Eretz Kenaan angekommen ist! Beachten Sie auch Gottes Versprechen an Jaakow in Bet El, bevor er nach Padan Aram aufbrach (28:13-15), ein Versprechen, das Bschem Hawaja gegeben wurde. Werden Aspekte dieser "Bracha" in Bet El nach Jaakows Rückkehr wiederholt? Wenn ja, welche?
  4. Achten Sie darauf, wie Jaakow den Ausdruck Schem Hawaja in seinem Gebet vor der Konfrontation mit Esaw (32:9-12) verwendet. An welches Versprechen erinnert er Gott zu diesem Zeitpunkt? Wo ist die Quelle dieses Versprechens? Äußern Sie sich über die Beziehung (Bschem Hawaja) zwischen Brit Bein HaBtarim, der Bracha bei der Akejda und dieser Tfila. Achten Sie auf "Kochwei Ha'schamajim" und "ascher lo Jisafer m'row". In welchem Bezug steht dies zum nationalistischen Aspekt dieser Offenbarungen, d.h. zum Begriff von "Jerushat ha'Aretz"?
  5. Jaakow legte in Bet El ein Neder ab. Welchen Teil dieses Neder erfüllte er bei seiner Rückkehr, welchen ließ er unerfüllt? Beziehen Sie sich auf 35:14-15, beachten Sie HaSchems Namen in diesem Perek! Läßt sich daraus erklären, weshalb Jaakow kein Beit Elokim errichtet hat?
  6. Lesen Sie Ramban zu Bereschit 12:8. Er erklärt die Bedeutung der Errichtung eines Mizbajach und der Ausrufung von Bschem Hawaja. Ramban erklärt auch, weshalb Awraham und Jitzhak dies taten, nicht aber Jaakow. Setzen Sie Rambans Erklärung in Bezug zum obigen Schiur.
  7. Erinnern Sie sich an den letzten Schiur über den Unterschied zwischen Brit Bein Ha'btarim (Schem Hawaja), Brit Milah (Schem Elokim und Kel Schaddai). Beachten Sie den nationalistischen Aspekt von Brit Bein Ha'Btarim, und achten Sie auch darauf, daß es erst nach 4 Generationen und/oder vierhundert Jahren erfüllt werden sollte. Erklären Sie vor diesem Hintergrund, weshalb Schem Hawaja Jaakow nicht erscheint und weshalb statt dessen die Sprache von Brit Milah betont wird. Formulieren Sie daraus eine mögliche Erklärung dafür, weshalb Jaakow bei der Konfrontation mit Esaw zu diesem Zeitpunkt passiv bleibt.
  8. Könnte man aus einer nationalistischen Perspektive sagen, daß Jaakow, obgleich er aus Galut Aram zurückkehrte, in Eretz Kenaan nur einen Zwischenstop auf dem Weg hinunter nach Galut Mitzraim einlegte?

Setzen Sie dies in Bezug zu "arami oved awi, wa'jered mitzraim..." (Dewarim 36:3-10). Vergleichen Sie die Sprache dort mit Brit Bein Ha'btarim! Weshalb deuten Chazal diesen Pasuk so, daß sie sich auf Jaakow beziehen? Könnte die Tatsache daß Jaakow verstand, daß die Zeit für die Erfüllung von Brit Bein Ha'btarim noch nicht gekommen war, seine Zurückhaltung in der Konfrontation mit Esaw erklären?

Schabbat Schalom,
Menachem

[Tanakh in Hebrew...]

Ein Projekt der Synagoge Fraenkelufer-Berlin

Gespräche über diese Schiurim finden woechentlich
nach dem Schabbat-Gottesdienst statt: G'ttesdienste Berlin

Jeshiwath Har Ezion

Texte sind unter folgenden Adressen erhältlich:
www.hagalil.com und www.tanach.org

 

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