hagalil.com
Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

Newsletter abonnieren
Koscher leben...
 
 


Der Inhalt des Buchs Schmoth
(Sefer Jeziath Mizrajim / Exodus)

Von Rabbiner W.G. Plaut (Band II. der "Tora in jüdischer Auslegung")

Das Buch Exodus hat einen klar erkennbaren Aufbau. Es beginnt mit einer allgemeinen Beschreibung der Versklavung. Dann folgt eine Vorstellung der Personen und die Erzählung der Ereignisse der Befreiung. Anschließend berichtet es über den Weg zum Sinai und als Höhepunkt über die dortige Gottesoffenbarung. Es folgt eine Anzahl von Gesetzen, die Israels gesellschaftliches Zusammenleben regeln sollen. Schließlich befiehlt Gott, ein Wüstenheiligtum zu errichten und dieses wird - nachdem die Sünde des Volkes vergeben worden ist - schließlich vollendet. Im übertragenen Sinn wohnt Gott nun dauerhaft in Israels Mitte.

1] Prolog (Kapitel 1 und 2). Die Kinder von Jaakow / Jisrael, die sich in der ägyptischen Provinz Goschen angesiedelt hatten, sind zu einem großen Volk herangewachsen. Sie werden von einem Pharao versklavt, der nicht um die Dienste weiß, die Josef geleistet hatte. Sie schreien zu Gott um Hilfe. Gott bereitet die zukünftige Befreiung vor, indem er Moscheh heranwachsen lässt. Moscheh flieht aus dem Land, nachdem er einen Aufseher des Königs erschlagen hat.

2] Der
Auftrag (3,19-7,13). In der Wüste offenbart sich Gott Moscheh und beauftragt ihn mit seiner Mission. Moscheh zögert. Doch als ihm schließlich Gottes Hilfe zugesichert wird, kehrt er nach Ägypten zurück. Dort weckt er zusammen mit seinem Bruder Aharon eine Vision der Freiheit in seinem Volk. Er fordert von Pharao, Israel ziehen zu lassen. Der Pharao weigert sich; die Israeliten schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

3]
Kampf und Auszug (7,14-13,16). Durch eine Serie von Strafen oder Plagen wird die Haltung des Königs geschwächt. Als ihm schließlich sein Erstgeborener genommen wird, gibt er sich geschlagen. Der Gott Israels überwältigt den Gott Ägyptens. Die Geschichte erreicht in der schicksalhaften "Nacht des Wachens" ihren Höhepunkt. Allezeit soll Israel nun die Geschichte von der Befreiung erzählen und in der Feier des Pessachfestes neu erleben. Ein Volk ist geboren.

4] Der
Weg zum Sinaj (13,17-18,27). Gott führt die Kinder Jisraels nicht den direkten Weg nach Kanaan, sondern zum Schilfmeer, wo sie in wundersamer Weise vor ihnen nachsetzenden Truppen des Pharaos gerettet werden. Sie feiern ihre Errettung mit einem Sieges- und Danklied. Dann schlagen sie ihren Weg zum Sinai ein. Unmut breitet sich aus über die Verpflegung und Wasserversorgung. Das Volk beginnt, gegen Gott und seine menschlichen Repräsentanten zu murren. Obwohl seine unmittelbaren Bedürfnisse befriedigt werden, wird sich sein rebellischer Geist immer wieder melden. Die Israeliten kämpfen gegen Amalek und sind siegreich; die Erinnerung an diesen ersten Kampf prägt sich tief in ihr Bewusstsein ein. Jithro, Mosches Schwiegervater, kommt und gibt Mosche einen Rat zur Führung der Gemeinschaft.

5]
Offenbarung und Gebot (19,1-20,18). Am Berg Sinai offenbart sich der Herr Israels seinem Volk unter ehrfurchtgebietenden Zeichen und Erscheinungen. Die Zehn Gebote werden verkündet. Weil das Volk die Gegenwart Gottes nicht länger ertragen kann, wird Mosche nun Gottes Sprecher und der Verkünder seines Willens, Israels erster "Prophet".

6]
Gesetze (20,19-24,18). In vier Kapiteln findet sich eine große Anzahl verschiedener Rechtssatzungen und Bestimmungen. Die meisten sind kasuistisch formuliert, das heißt in Form konkreter Fallbeispiele. Mosche liest dem Volk dieses "Buch des Bundes" vor. Das Volk verspricht: "Alles, was der Ewige gesprochen, wollen wir tun und gehorchen." Der Bund wird formell geschlossen und beide, Gott und Israel, gehören nun für immer zueinander.

7]
Heiligtum und Dienst (25,1-31,18). Gott befiehlt nun den Bau des Heiligtums, damit er inmitten des Volkes wohnen kann. Bezal'el und Oholiaw werden dazu bestimmt, das Stiftszelt nach einem komplizierten und aufwändigen Entwurf herzustellen, der nun sehr ausführlich beschrieben wird.

8]
Abfall und Zweiter Bund (32,1-40,38). Während Mosche auf dem Berg ist, wird das Volk zunehmend beunruhigt. In ihrer Sorge bedrängt es Aharon, ein goldenes Kalb zu machen, damit Gottes Führung sichtbar in ihrer Mitte sei. Mosche kehrt zurück und die Aufsässigen werden bestraft. Gott ist enttäuscht über Israel. Er will nur mit Mosche und seiner Familie einen neuen Anfang machen. Doch Mosche bringt ihn davon ab. Schließlich ist Gott versöhnt und ein neuer Bund wird geschlossen. Nun wird das Heiligtum errichtet - fast genau ein Jahr nach dem Auszug. (Von seiner Einweihung lesen wir später im Bd.IV, dem Buch Numeri.) Die erste und prägende Phase der Geschichte Israels ist nun zu Ende und mit ihr auch das Buch Exodus.

Die Tora in jüdischer Auslegung:
Band III - Vajikra / Levitikus
Der Kommentar zur "Lehre der Priesterschaft" komplett in deutscher Sprache...

Einleitung von Rabbiner W. Gunther Plaut:
In Erinnerung an Rabbiner Dr. Bernard J. Bamberger s'l

Mit seinem Tode verlor die jüdische Wissenschaft einen ihrer bekanntesten Vertreter.

Bestellen? Die Tora, Hebräisch-Deutsch, 5 Bde.
Bd.1, Genesis / Bd.2, Exodus / Bd.3, Leviticus /
Bd.4, Numeri / Bd.5, Deuteronomium

"Die Tora in jüdischer Auslegung. Bd.1" bestellen bei  Amazon.de. Weitere lieferbare Ausgaben werden auf dieser Seite auch angegeben.
Quelle - Der Chumasch nach Plaut:
Die Torah in jüdischer Auslegung

 

hagalil.com 25-04-03



Fragen an die Rebbezin...
Jüdische Weisheit
haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2014... © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved
ehem. IDPS, Kirjath haJowel