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Besprechung zum
Wochenabschnitt
PARASCHAT TERUMA
(Schmot 25, 1 - 27,
19)
Die Kunst des Spendens
Zentrales Thema dieser
Parascha ist die Sammelaktion für den Aufbau des Stiftzelts in der Wüste:
"Sprich zu den Bnej Jisrael, dass sie für Mich eine Spende nehmen. Von
jedermann, den sein Herz zur freiwilligen Spende bewegt, sollt ihr Meine
Spende in Empfang nehmen"
(Schmot 25, 2).
Es ist kein Zufall, dass
diesem Spendenaufruf der Wochenabschnitt
Mischpatim
vorangeht, in welchem fast ausschliesslich von Zivil- und Strafrecht die Rede
ist. Rabbi Baruch Halevi Epstein, der Autor des Kommentars "Tora Temima",
sieht darin einen klaren Hinweis, dass nur auf ehrliche Art und Weise
erworbenes Geld für einen solchen Zweck verwendet werden darf. Der Prophet
Jeschajahu stellt ausdrücklich fest: "Denn Ich, der Ewige, liebe Recht und
hasse gestohlenes Opfer" (Jesch. 61, 8). Aus der Sicht der Tora
heiligt der Zweck nicht die Mittel.
Auffällig ist die
Verwendung des Zeitwortes "Nehmen", wo wir eigentlich ein "Geben" erwartet
hätten. Eine mögliche Antwort bietet der Sfat Emet. Indem wir für eine gute
Sache geben, beschenken wir gleichsam uns selbst. Gott bedarf des
Stiftzeltes nicht, es kommt voll und ganz den Bne Jisrael zugute. Diesen
Gedanken greift auch der Talmud auf und lässt Rabbi Jizchak bemerken: "Wer
einem Armen eine Münze gibt, wird mit sechs Segnungen bedacht, und wer ihn
mit Worten tröstet (weil er selbst kein Geld hat), wird mit elf Segnungen
bedacht" (Bawa Batra 9b).
Niemals soll in uns beim
Spenden der Gedanke aufkommen, unser Vermögen verringere sich dadurch, im
Gegenteil, wir stehen danach innerlich bereichert da, mit dem göttlichen
Versprechen, dass es uns deshalb an nichts mangeln wird. Vielleicht deutet
das Nehmen der Spende auch an, dass es zuerst einen inneren Widerstand zu
überwinden gilt. Man nimmt die Spende, stellt sie bereit, löst sich von ihr
und in einem zweiten Schritt übergibt man sie dem Empfänger. Dies würde auch
die zweimalige Verwendung des Ausdrucks Nehmen in ein und demselben
Passuk erklären.
Die Verwendung der
Mehrzahl ("sollt ihr Meine Spende in Empfang nehmen") wird von
Rabbi Jakow ben Ascher, dem "Baal Haturim", dahin ausgelegt, dass
das Einziehen der Spendengelder mindestens von zwei Personen durchgeführt
werden soll. Dies wird auch halachisch im Talmud festgelegt: "Die Beiträge
für die Armen-Kasse werden durch zwei Personen eingezogen und durch drei
verteilt. Sie werden durch zwei eingezogen, denn man darf über die Gemeinde
nicht weniger als zwei Beamte zur Verwaltung von Gemeindegeldern einsetzen.
Woher wird dies gefolgert? Rabbi Nachman erwiderte, die Schrift sagt: 'Sie
sollen das Gold nehmen'
(Schmot 28, 5)" (Bawa Batra 8b).
Die gegenseitige
Kontrolle, um Missbrach zu verhindern, ist bis heute gültiges Gesetz und im
Schulchan Aruch festgehalten
(Jore Dea 256, 3).
Das Ziel der Spendenaktion
beschreibt die Tora mit den Worten: "Sie sollen Mir ein Heiligtum schaffen,
so dass Ich unter ihnen wohnen werde"
(Schmot 25, 8).
"Unter ihnen", das heisst
in ihren Herzen, so versteht Rabbi Menachem Mendel von Kozk diese Worte.
Wenn wir das Heiligtum in reiner Absicht, mit lauteren Mitteln errichten, so
ist Gottes Platz im Herzen jedes einzelnen. So wie der Kozker einst auf die
Frage "Wo wohnt Gott?" antwortete: "dort wo man Ihn einlässt".
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Quelle:
Aktuelle Betrachtungen zum Wochenabscbnitt
und zu den jüdischen Feiertagen
3 MINUTEN
EWIGKEIT
von Dr. Zwi Braun
Das Buch enthält drei kurze
Betrachtungen zu jedem Wochenabschnitt der Tora und zu den jüdischen
Feiertagen.
Es versteht sich als ein Kommentar für den modernen Menschen, der aber
eine Vielzahl von klassischen und neuzeitlichen rabbinischen Quellen
einbezieht. Ein Glossar und ein Literaturnachweis der benutzten Quellen
ergänzen die Betrachtungen.
MORASCHA - sFr. 42.-...
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Bitte
beachten Sie: Viele der hier wiedergegebenen Texte sind heilig - der
hebräische Text enthält u.U. den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten
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Jahaduth
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