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Besprechung zum Wochenabschnitt
PARASCHAT PINHAS (baMidbar
25.10 - 30.1):
Emporsteigen und sich nicht unterkriegen lassen
"Und sprich zu
ihnen: Dies ist das Feueropfer, das ihr dem Ewigen darzubringen habt;
einjährige Schafe ohne Fehl, zwei an jedem Tag als beständiges
Ganzopfer. Das eine Schaf sollst du morgens opfern und das andere Schaf
sollst du gegen Abend opfern" (Bam. 28, 3-4).
Was bedeuten uns diese Vorschriften
heute, fast zweitausend Jahre nachdem der tägliche Opferdienst im Tempel
aufgehört hat? Maimonides analysiert in seinem religionsphilosophischen Werk
"More Newuchim"
(Lehrer der Verirrten) den Hintergrund der
Opfergesetze und kommt zu dem Schluss, dass das tägliche Gebet bis zur
messianischen Zeit die Opfer abgelöst hat (3. Buch, Kap. 32). Im
Gebet versuchen wir zu G'tt und zu uns selbst zu finden.
S.R. Hirsch sieht in den obigen Worten wichtige Hinweise für
unsere Beziehung zu G'tt. Das Alter der Opfertiere soll uns daran erinnern,
dass wir in unserer Beziehung zu G'tt immer jung, immer in jugendlicher
Frische bleiben sollen. Jede Hingebung sollen wir in der "Ganzheit" unseres
Wesens vollziehen, den Tages- und Nachtwechsel sowie "den ganzen Wechsel des
steigenden und sinkenden irdischen Daseins als das einheitliche Werk und
Wirken des Einen Einzigen begreifen" (Hirsch - Israels Gebete - Kommentar
zum Siddur). Tage der Freude oder Tage der Schwermut, an allen sollen
wir uns bewusst bleiben, von wem wir unser Leben bekommen haben und in
wessen Dienst wir es stellen sollen -
"Ola Tamid", stets gilt es emporzusteigen und sich nicht unterkriegen zu
lassen.
Bitte beachten Sie: Viele der
hier wiedergegebenen Texte sind heilig - der hebräische Text enthält u.U.
den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt haben, werfen Sie
sie nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen Ort oder geben Sie sie beim
nächsten Rabbinat ab.
Zum
Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum
Inhaltsverzeichnis: Jahaduth
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