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Koscher leben...
 
 

Besprechung zum Wochenabschnitt

PARASCHAT PINHAS (beMidbar 25.10 - 30.1):
Starke Frauen

In diesem Wochenabsclmitt teilt G'tt mit, nach welchen Regeln Erez Jisrael unter den zwölf Stämmen zu verteilen ist.

"Dem Zahlreichen gibst du ein grosses Erbteil und dem an Zahl Geringen ein kleines Erbteil ... doch durch das Los verteile man das Land" (Bam. 26, 54-55).

Der bevölkerungsreiche Stamm sollte mehr Boden erhalten als der bevölkerungsschwache, doch welcher Landstrich welchem Stamm zufiel, das bestimmte das Los. Diese Anordnungen bleiben nicht unwidersprochen. Sie rufen die fünf Töchter von Zlofchad auf den Plan, welche bei Mosche intervenieren.

"Unser Vater ist in der Wüste gestorben, er war nicht unter den Verbündeten, die sich gegen G'tt zusammen verbunden, nicht unter Korachs Verbündeten, sondern durch seine Einzelsünde ist er gestorben, und Söhne hat er nicht gehabt. Warum soll nun der Name unseres Vaters aus der Mitte seiner Familie schwinden, weil er keinen Sohn hat? Gib doch uns Besitz mitten unter den Brüdern unseres Vaters" (Bam. 27, 3-4).

Unsere Weisen sahen in diesen Worten nicht nur den materiellen Anspruch auf ein Stück Land, um wirtschaftlich abgesichert zu sein, sie sahen darin vor allem auch die Liebe dieser Frauen zu Erez Jisrael.

Raschi weist uns darauf hin, dass Zlofchad ein Angehöriger des Stammes Menasche, und somit ein Nachkomme von Josef war. Dieser bat vor seinem Tod ausdrücklich darum, dass seine Gebeine später nach Erez Jisrael überführt werden sollten. Obwohl ein Teil des Stammes Menasche sich später östlich des Jordans auf den Golanhöhen niederliess, beharrten die Töchter von Zlofchad auf ihren Anteil westlich des Jordans (Jeh. 17, 6).

Auch ihr Vater liebte Erez Jisrael. Worin bestand seine Sünde, die ihm das Leben kostete? Eine Meinung im Talmud (Schabbat 96b) identifiziert ihn als Teil der Gruppe, welche nach der missglückten Mission der Kundschafter entgegen den Anordnungen Mosches dennoch versuchte, den Weg nach Erez Jisrael einzuschlagen und dabei von den Amalekitern und Kenaanitern vernichtend geschlagen wurde (Bam. 14, 40ff).

Die Forderung und das Motiv von Machla, Noa, Chogla, Milka und Tirza überzeugen Mosche, er trägt ihr Anliegen G'tt vor und erhält prompt eine Antwort:

"Ganz recht ('Ken‘) reden die Töchter Zlofchads, gewiss sollst du ihnen Erbbesitz unter den Brüdern ihres Vaters geben und übertrage das Erbe ihres Vaters auf sie" (27, 7).

"Ken" leitet S.R. Hirsch von "Kenim", rechtschaffen ab (Ber. 42, 11). "Was dort Charakter eines Menschen ist, ist hier Charakter einer Rede, einer Darstellung. Was die Töchter Zlofchads geredet haben, ist ganz so wie es sein soll, ihre Rede entspricht der Wahrheit und dem Recht."

Der Zahlenwert von "Ken" ist übrigens 70, als ob die 70 Ältesten des Volkes, der höchste Gerichtshof (Bam. 11, 16), genauso entschieden hätte.

Raschi überliefert einen Midrasch, der festhält, dass die Töchter Zlofchads in diesem Fall mehr Weitsicht besassen als Mosche. Damit stehen sie in einer ehrenvollen Tradition, denn unsere Weisen teilen uns mit, dass auch Sara ihrem Mann Awraham an prophetischer Kraft überlegen war (Midrasch Tanchuma).

Es gibt Situationen, in denen die jüdische Frau weiter blickt, mehr sieht und erfasst, als es die Männer vermögen. Von den Töchtern Zlofchads können auch wir heute lernen. Erez Jisrael war, ist, und wird für alle Zeit unser unveräusserlicher, von G'tt bestimmter Erbbesitz bleiben.

Bitte beachten Sie: Viele der hier wiedergegebenen Texte sind heilig - der hebräische Text enthält u.U. den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt haben, werfen Sie sie nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen Ort oder geben Sie sie beim nächsten Rabbinat ab.

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