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Parashath haShawu'a [Zur
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Schoftim
(Dtn 16,18-21,9 / Jesaja 51,12-52,12)
Richter und Beamte nach den Stämmen sollst du in alle Tore
der Städte setzen, die der Ewige, dein Gott, dir geben wird, dass sie das
Volk nach Gerechtigkeit richten. Du sollst das Recht nicht beugen, kein
Ansehen der Person achten und keine Bestechung annehmen, denn die Bestechung
macht weise Leute blind und verkehrt die Worte der Gerechten. Der
Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachtrachten. So wird es dir
Wohlergehen und du wirst das Land behalten, das der Ewige, dein Gott, dir
gibt.
Du sollst bei dem Altar des Ewigen, deines Gottes, den du
errichten wirst, keinen Hain, überhaupt keinen Baum pflanzen. Du sollst dir
auch keine Standsäule errichten, die dem Ewigen, deinem Gott, verhasst ist.
Du sollst dem Ewigen, deinem Gott, zu Ehren keinen Ochsen
oder Lamm schlachten, das einen Leibesfehler, das irgend etwas Böses an sich
hat, denn dies ist dem Ewigen, deinem Gott, ein Gräuel.
Wenn in den Toren irgendeiner deiner Städte, die der Ewige,
dein Gott, dir geben wird, sich ein Mann oder eine Frau finden sollte, der
oder die das täte, was in den Augen des Ewigen, deines Gottes, missfällig
ist, er überträte nämlich sein Gesetz, ginge hin und diente anderen Göttern
und betete sie an, Sonne, Mond oder sonst ein Gestirn am Himmel, welches ich
verboten habe, es würde dir angezeigt, du würdest es vernehmen, hättest
scharfe Untersuchung angestellt und gefunden, dass die Sache gewiss wahr und
in Jisrael dieser Gräuel geschehen sei, so sollst du den Mann oder die Frau,
welche diese böse Tat begangen haben, zum Tor deiner Stadt hinausführen, es
sei Mann oder Frau, und sie mit Steinen zu Tode werfen.
Auf die Aussage zweier oder dreier Zeugen soll der sterben, der den Tod
verdient, nicht aber auf die Aussage eines einzigen Zeugen. Die Zeugen
müssen zuerst Hand an ihn legen, um ihn umzubringen, und dann soll die Hand
des ganzen Volkes folgen. Auf solche Art sollst du den Bösewicht aus dir
wegschaffen.
"Wenn dir ein Rechtshandel zu schwer fallen sollte vor
Gericht, es sei eine Sache, die das Leben oder das Eigentum oder eine
leibliche Beschädigung betrifft oder sonst eine Streitsache, die in deinen
Toren vorfallen könnte, so sollst du dich aufmachen und an den Ort
hinaufgehen, den der Ewige, dein Gott, erwählen wird, daselbst zu den
Priestern aus dem Stamm Levi oder zu dem Richter kommen, der dann sein wird,
und sie fragen, dann werden sie dir sagen, was rechtens ist. Du musst aber
so verfahren, wie man an dem Ort, den der Ewige erwählen wird, den
Urteilsspruch fällt, und sorgfältig beachten, was man dich daselbst lehren
wird. "Nach der Lehre, die man dir geben, und nach dem Recht, das man dir
anzeigen wird, sollst du handeln und von dem, was man dir sagen wird, weder
rechts noch links abweichen. Wer aber aus Frevel dem Priester, der daselbst
des Ewigen, deines Gottes, Dienst versieht, oder dem Richter nicht gehorchen
wird, derselbe soll des Todes sein. Du musst den Bösewicht aus Jisrael
wegschaffen, dass es die ganze Nation erfahre, sich fürchte und nicht mehr
frevelmütig handle. Wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott,
dir gibt, du nimmst es ein, hast es in Besitz und sprichst: Ich will einen
König über mich setzen wie alle Völker es um mich her tun, so kannst du
einen König über dich setzen, welchen der Ewige, dein Gott, alsdann erwählen
wird. Du musst aber einen von deinen Brüdern zum König erwählen und darfst
keinen Ausländer, der nicht dein Bruder ist, über dich setzen. Doch soll er
nicht zu viele Pferde halten und nicht das Volk wieder nach Mizrajim führen,
um viele Pferde anzuschaffen, weil der Ewige euch gesagt hat: ihr sollt
diesen Weg niemals wieder betreten. Er soll auch nicht zu viele Frauen
nehmen, damit sein Herz nicht abweiche. Desgleichen soll er nicht übermäßig
Silber und Gold sammeln. Wenn er auf dem Thron sitzt, soll er sich von
dieser Lehre eine Abschrift in einem Buch verfertigen, aus demjenigen,
welches bei den Priestern aus dem Stamm Levi aufbewahrt wird. Diese soll er
bei sich haben und lebenslang darin lesen, damit er lerne, den Ewigen,
seinen Gott, zu fürchten, um alle Worte dieser Lehre und diese Gesetze genau
zu beachten, dass sein Herz sich nicht erhebe über seine Brüder und dass er
nicht abweiche von dem Gebot zur Rechten oder zur Linken, damit er und seine
Nachkommen lange Jahre an der Regierung bleiben mögen in Jisrael.
Parschat Schoftim:
Der König und Sie
Heute wählen die meisten Nationen Politiker, von denen sie annehmen, dass
sie gut verhandeln und entscheiden können, aber nicht unbedingt mit G–tt
verbunden sind...
Die Priester aus dem Stamm Levi und der ganze Stamm Levi
soll kein Teil und kein Erbe unter Jisrael bekommen. Von den Opfern des
Ewigen und seinem Erbteil sollen sie Unterhalt haben. Eigentum soll er unter
seinen Brüdern nicht besitzen. Der Ewige ist sein eigentümliches Erbgut, wie
er ihm verheißen hat. Dies ist die Gebühr für die Priester vom Volk: Wenn
jemand sich einen Ochsen oder ein Schaf schlachtet, so gibt er dem Priester
das Schulterstück, die Kinnbacken und den Magen. Ferner sollst du ihm die
Erstlinge von deinem Getreide, deinem Most und deinem Öl wie auch die
Erstlinge von der Schur deines Kleinviehs geben, denn ihn hat der Ewige,
dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt, dass er nebst seinen Nachkommen
zu allen Zeiten im Namen des Ewigen im Amt stehe. Wenn ein Levi aus
irgendeiner Stadt in Jisrael, wo er sich aufhält, nach eigenem Belieben an
den Ort kommt, den der Ewige erwählen wird, so kann er den Dienst im Namen
des Ewigen, seines Gottes, verwalten so wie seine Brüder, die Levijim,
welche daselbst im Amt stehen vor dem Ewigen. Gleichen Teils soll er mit
ihnen zu genießen haben, außer seinen Einkünften von zu Hause, die er
verkaufen kann.
Wenn du in das Land kommst, das der Ewige dir gibt, so lerne
nicht, solche abscheulichen Dinge zu tun wie diese Nationen tun. Niemand sei
unter dir zu finden, der seinen Sohn oder seine Tocher durch das Feuer
führt, der Ahnungskünste treibt, Zeitwähler (Wolkenbefrager), Vogeldeuter
(Schlangenbeschwörer) oder Zauberer, Tierbeschwörer, Schwarzkünstler,
Zeichendeuter oder Totenbefrager sei. Denn wer dies tut, ist dem Ewigen ein
Gräuel, und eben um dieser Gräuel willen treibt der Ewige, dein Gott, jene
vor dir aus. Du musst dich ganz an den Ewigen, deinen Gott, halten. Jene
Völker, die du vertreibst, hören freilich allerlei Zeitwähler und
Ahnungskünstler. Du aber, dir hat der Ewige, dein Gott, solches nicht
beschieden. Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, wie ich
bin, wird er dir stellen, dem ihr gehorchen sollt. So wie du am Berg Chorew,
am Tag der Versammlung, den Ewigen, deinen Gott, gebeten und gesprochen
hast: "Lass mich die Stimme des Ewigen, meines Gottes, nicht mehr hören und
dieses entsetzliche Feuer nicht mehr sehen, sonst bin ich des Todes."
Da denn der Ewige zu mir sprach: "Sie haben wohl geredet!
Ich will ihnen auch einen Propheten aus ihren Brüdern, wie du bist,
stellen. Diesem will ich mein Wort in den Mund legen und er soll ihnen
vortragen, was ich ihm befehle. Wer dann meinem Wort ungehorsam ist, das der
Prophet in meinem Namen vorträgt, von dem will ich es fordern, doch ein
Prophet, der Frevel begeht in meinem Namen, um zu verkündigen, was ich ihm
nicht befohlen habe oder um im Namen anderer Götter zu verkündigen, derselbe
Prophet soll sterben.
Würdest du aber in deinem Herzen sprechen: "Wie kann ich
erkennen, welches Wort der Ewige nicht gesprochen hat?" Wenn der Prophet im
Namen des Ewigen etwas verkündigt und es geschieht nicht und trifft nicht
ein, so hat der Ewige dieses Wort nicht gesprochen. Der Prophet hat es aus
Frevelmut erdacht und du darfst dich vor ihm nicht scheuen.
Der 'fremde Dienst':
Götzendienst - Awodah sarah
Viele Torah-Lehrer sehen im Götzendienst
eine niedere Neigung des Menschen, welche in der gesamten Menschheit, so
auch im jüdischen Volk, ihren Ausdruck findet. Während sich die Völker dem
heidnischen Trieb hingeben, versucht Israel beständig sich von diesem Trieb
zu befreien. Noch im 15.Jahrhundert eröffnet Josef Karo (Toledo 1488 - Zfath
1575) den Schulhan Arukh mit dem Aufruf zur 'Überwindung des
Götzendienstes'...
Wenn der Ewige, dein Gott, die Völker ausrotten wird, deren
Land er dir geben will, du sie eingenommen haben wirst und in ihren Städten
und Häusern wohnen wirst, sollst du dir in dem Land, das der Ewige, dein
Gott, dir einzunehmen geben wird, drei Städte aussondern, die Straßen zu
denselben in guten Stand setzen und die Grenze des Landes, das dir der
Ewige, dein Gott, zu besitzen geben wird (durch diese Städte) in drei
gleiche Kreise abteilen, sodass der Totschläger bequem dahin fliehen kann.
So muss aber der Totschläger beschaffen sein, der durch seine Flucht dahin
das Leben behalten soll: Er muss seinen Nächsten umgebracht haben ohne
Vorsatz, ohne ihn vorher gehasst zu haben. Er geht etwa mit seinem Nächsten
in den Wald um Bäume zu fällen, und indem er mit der Axt in der Hand ausholt
um den Baum zu fällen, fährt das Eisen vom Stiel ab und trifft den andern,
dass er daran stirbt, ein solcher kann in eine von diesen Städten seine
Flucht nehmen und sich das Leben retten. Sonst dürfte der Bluträcher in der
ersten Hitze seines Gemütes den Totschläger verfolgen und, wenn der Weg lang
wäre, auch einholen und umbringen, weil er doch den Tod nicht verdient,
indem er gegen die Person keine Feindschaft vorher gehabt hat. Darum gebe
ich dir den Befehl: du sollst dir drei Städte aussondern, wenn der Ewige,
dein Gott, deine Grenze erweitert, wie er deinen Vätern zugeschworen, und
gibt dir das ganze Land, das er deinen Vätern zu geben versprochen hat, wenn
du nämlich das Gebot genau beachtest, das ich dir jetzt gebe: den Ewigen,
deinen Gott, zu lieben und jederzeit in seinen Wegen zu wandeln, so sollst
du noch drei Städte zu diesen dreien hinzutun, damit in dem Land, welches
der Ewige, dein Gott, dir zum Erbgut gibt, kein unschuldig Blut vergossen
werde und dadurch Blutschuld auf dich komme. Hat aber jemand Hass auf seinen
Nächsten, lauert ihm auf, fällt über ihn her und bringt ihn um und flieht in
eine dieser Städte, dann sollen die Ältesten seiner Stadt hinschicken, ihn
von da abholen lassen und dem Bluträcher in die Hände liefern.
Du darfst seiner nicht schonen, sondern musst Jisrael von
Vergießung unschuldigen Blutes reinigen, so wird es dir Wohlergehen.
In dem Erbgut, das du in dem Land, welches der Ewige, dein
Gott, dir einzunehmen gibt, besitzen wirst, sollst du die Grenzen deines
Nachbarn, die von den Alten gezogen worden sind, nicht von der Stelle
rücken.
Ein einziger Zeuge soll nicht gültig sein gegen eine Person,
das Verbrechen oder die Sünde mag sein von welcher Art man wolle. Durch die
Aussage zweier oder dreier Zeugen muss die Sache bekräftigt werden. Wenn ein
falscher Zeuge gegen jemand aufgekommen ist, um ihn einer Übertretung zu
beschuldigen, so sollen beide Männer, die den Rechtsstreit haben, vor dem
Ewigen stehen, nämlich vor den Priestern und Richtern, die dann sein werden.
Die Richter sollen genau untersuchen. Wenn der Zeuge falsch ausgesagt und
gegen seinen Bruder falsches Zeugnis gegeben hat, dann sollt ihr ihm tun,
was er seinem Bruder zu tun ersann, und den Bösewicht aus euch wegschaffen,
damit die übrigen es hören, sich fürchten und nicht mehr dergleichen böse
Dinge vornehmen mögen bei dir. Du darfst nicht Schonung üben, denn Leben
gehört für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß.
Wenn du gegen deine Feinde zu Felde ziehst und siehst Ross
und Wagen eines Volkes, das zahlreicher ist als du, so fürchte dich nicht
vor ihnen, denn der Ewige, dein Gott, der dich aus Mizrajim geführt hat,
steht dir bei. Wenn ihr nun zum Kampf herannaht, so soll der Priester
hervortreten, das Volk anreden und zu ihnen sagen: "Höre Jisrael! Ihr zieht
jetzt gegen eure Feinde in den Krieg. Euer Herz verzage nicht. Fürchtet euch
nicht! Seid nicht mutlos oder niedergeschlagen vor ihnen! Denn der Ewige,
euer Gott, ist es, der mit euch geht, um für euch mit euren Feinden zu
streiten und euch Hilfe zu leisten." Hierauf sollen die Amtleute folgende
Anrede an das Volk halten: "Der Mann, der ein Haus neu erbaut und noch nicht
bezogen hat, der gehe und kehre um nach Hause, dass er nicht im Krieg
umkomme und ein anderer es beziehe. Der Mann, der einen Weinberg gepflanzt
und die erste Weinlese noch nicht gehalten hat, der gehe und kehre um nach
Hause, dass er nicht im Krieg umkomme und ein anderer die erste Weinlese
halte. Der Mann, der sich mit einer Frau verlobt hat, die Heirat aber nicht
vollzogen hat, der gehe und kehre um nach Hause, dass er nicht im Krieg
umkomme und ein anderer sie heirate." Die Amtleute sollen fortfahren an das
Volk zu reden, und sprechen: "Der Mann, der furchtsam und verzagten Herzens
ist, der gehe und kehre um nach Hause, dass er das Herz seiner Brüder nicht
so feige mache, wie das seinige ist." Wenn die Amtleute ihre Rede an das
Volk beendet haben, dann sollen einige Heerführer an die Spitze des Volkes
treten und die Musterung vornehmen.
Wenn du vor eine Stadt kommst, um sie zu bekriegen, so musst
du ihr zuerst den Frieden anbieten.
Antwortet sie dir nun auch friedlich und öffnet sich dir, dann soll
alles Volk, das darin gefunden wird, dir zinsbar und Untertan sein. Will sie
sich aber nicht friedlich ergeben, sondern mit dir streiten, so belagere
sie. Wenn sie dir der Ewige, dein Gott, in deine Hand gibt, dann bringe
alles Männliche in derselben mit dem Schwert um, Frauen aber, Kinder, Vieh
und was sonst in der Stadt als Beute anzutreffen ist, kannst du plündern und
die Beute der Feinde, die dir der Ewige, dein Gott, in die Hände geliefert
hat, verzehren. So sollst du verfahren mit den Städten der Völker, welche
sehr weit von dir entfernt sind und nicht zu den Städten dieser Völker hier
gehören. Hingegen in den Städten dieser Völker, welche der Ewige, dein Gott,
dir zum Erbgut gibt, sollst du keine Seele am Leben lassen, sondern alle
bannen: den Chiti, Emori, Kenaani, Perisi, Chiwi und Jewusi, wie der Ewige,
dein Gott, es dir geboten hat, damit sie euch nicht lehren, solche Gräuel
auszuüben, wie sie ihren Göttern zu Ehren ausgeübt haben, wodurch ihr euch
gegen den Ewigen, euren Gott, versündigen würdet.
Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen musst, um sie zu
bekriegen und zu erobern, so sollst du die Bäume nicht verderben und mit der
Axt daran fahren, denn du kannst ja Früchte davon genießen und musst sie
also nicht ausrotten. Ist denn das Holz auf dem Feld wie ein Mensch, den man
durch Bollwerk einschränken muss? (Die Bäume sind ja nicht eure Feinde,
denen ihr zu schaden suchen müsst). Doch solch ein Baum, von welchem du
versichert bist, dass er nichts Essbares trägt, den kannst du verderben und
umhauen, um ein Bollwerk um die Stadt zu bauen, die mit dir Krieg führt, bis
sie daniederliegt.
Zum Wochenabschnitt Schoftim:
Umweltethik
Dass man den wehrlosen Baum, der nicht wie der Mensch entfliehen kann, nicht
angreife, drückt indirekt die Lehre aus, dass man um so weniger an wehrlosen
Menschen sich vergreifen dürfe...
Sidra Schoftim
Schütze den Baum, schütze
den Menschen
Diese Sidra gibt uns die Anleitung für das Verhalten auf einem Feldzug, die
Beziehungen mit den Waffenbrüdern, dem Feind, den Gefangenen. Sie beinhaltet
auch eine Passage, die sich unseren Beziehungen zur Pflanzenwelt widmet...
Wenn man in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir zum
Besitz geben will, einen Erschlagenen findet, der auf dem Feld liegt, ohne
dass man weiß, wer ihn erschlagen hat, dann sollen deine Ältesten und
Richter hinausgehen und die Strecke bis an die Städte messen, die um den
Erschlagenen herum liegen. 'Welche Stadt nun die nächste an dem Erschlagenen
ist, deren Älteste sollen ein Rindskalb nehmen, welches noch nicht zur
Arbeit gebraucht worden ist und an keinem Joch gezogen hat. Diese Färse
sollen die Ältesten der Stadt in einen harten Talgrund führen, der nicht
bearbeitet und besät werden kann, und ihr hier das Genick brechen. Dann
sollen die Priester aus dem Stamm Levi hinzutreten. (Denn sie hat der Ewige,
dein Gott, erwählt, um seinen Dienst zu versehen und in seinem Namen den
Segen auszusprechen, und nach ihrem Ausspruch werden alle Streitsachen und
Verletzungen entschieden.) Und alle Ältesten derjenigen Stadt, welche dem
Erschlagenen am nächsten ist, sollen über der Färse, der im Tal das Genick
gebrochen worden ist, die Hände waschen, und sollen zueinander sprechen:
(Diese, nämlich die Ältesten): "Unsere Hände haben dieses Blut nicht
vergossen und unsere Augen es nicht gesehen", (jene, nämlich die Priester,
erwidern): "Vergib, o Ewiger, dem Volk Jisrael, das du erlöst hast, und
rechne es ihm nicht als unschuldig vergossenes Blut zu." Alsdann ist ihnen
dieses Blut versöhnt. Du aber hast auf diese Weise die Anklage unschuldigen
Blutes von dir weggeschafft, wenn du das getan, was in den Augen des Ewigen
recht ist.
Zum Wochenabschnitt Schoftim:
Umweltethik
Dass man den wehrlosen Baum, der nicht wie der Mensch entfliehen kann,
nicht angreife, drückt indirekt die Lehre aus, dass man um so weniger an
wehrlosen Menschen sich vergreifen dürfe...
Sidra Schoftim
Schütze den Baum, schütze den
Menschen
Diese Sidra gibt uns die Anleitung für das Verhalten auf einem Feldzug,
die Beziehungen mit den Waffenbrüdern, dem Feind, den Gefangenen. Sie
beinhaltet auch eine Passage, die sich unseren Beziehungen zur Pflanzenwelt
widmet...
Zum Wochenabschnitt Schoftim:
Götzendienst
Viele Torah-Lehrer sehen im Götzendienst eine niedere
Neigung des Menschen, welche in der gesamten Menschheit, so auch im
jüdischen Volk, ihren Ausdruck findet. Während sich die Völker dem
heidnischen Trieb hingeben, versucht Israel beständig sich von diesem Trieb
zu befreien. Noch im 15.Jahrhundert eröffnet Josef Karo (Toledo 1488 - Zfath
1575) den Schulhan Arukh mit dem Aufruf zur 'Überwindung des
Götzendienstes'...
La peraşa de la semana:
Şofetím
En el oltimo Kapitolo de la peraşa Şofetim meldamos el sujeto: Kuando
fue topado en la tyera ke tu Dyos te da para eredorla, algun matado eçado en
el kampo, i no se supo ke lo firyo, Estonses saldran tus vyejos i tus
cuezes, i sera ke la sivdad ke esta mas serkana a el matoda...
Zum Schabath haSlichoth (sf.):
Adon haSlichoth
Dieser Pijuth listet in alphabetischer Reihenfolge
Eigenschaften Gottes auf...
Parschat Schoftim:
Der König und Sie
Heute wählen die meisten Nationen Politiker, von denen sie annehmen,
dass sie gut verhandeln und entscheiden können, aber nicht unbedingt mit
G–tt verbunden sind...
Parschat Schoftim:
Brot ist zum Essen da
Raw Jehuda ging über den Marktplatz. Auf einmal bemerkte er
zwei Männer, die mit einem Brotlaib Ball spielten. Er war entsetzt...
Ki teze...
Wenn du gegen Feinde zu Felde ziehst, der Ewige, dein Gott, ihn dir in deine
Hand gibt, dass du von ihm Gefangene wegführst, du unter den Gefangenen eine
weibliche Person von schöner Gestalt erblickst und du Lust zu ihr hast, sie
dir zur Frau zu nehmen, so sollst du sie vorher in dein Haus bringen,
daselbst soll sie sich ihr Haupthaar abscheren und die Nägel schneiden, das
Kleid ihrer Gefangenschaft ablegen, in deinem Hause bleiben und einen Monat
lang ihren Vater und ihre Mutter beweinen. Alsdann kannst du zu ihr kommen,
ihr beiwohnen und sie deine Frau sein lassen. Wenn du aber keinen Gefallen
mehr an ihr finden solltest, dann musst du sie verabschieden und sich selbst
überlassen. Verkaufen darfst du sie nicht. Du darfst sie nicht zur Sklavin
machen, weil du sie geschwächt hast.
Wenn ein Mann zwei Frauen hat, die eine wird geliebt, die andere gehasst,
und beide gebären ihm Söhne, die geliebte und die gehasste, aber so, dass
der Erstgeborene der Sohn der Verhassten ist, und die Zeit kommt, dass er
seinen Kindern verteilen will, was er als Vermögen hat, dann kann er den
Sohn der Geliebten nicht zum Erstgeborenen machen und dem wirklichen
erstgeborenen Sohn der Gehassten vorziehen, sondern muss den Erstgeborenen
der verhassten Frau anerkennen, um ihm von allem, was vorhanden ist, einen
zweifachen Anteil zu geben. Denn dieser ist Erstling seiner Kraft, ihm
gebührt das Recht der Erstgeburt...
Der
Inhalt dieser Gedanken ist heilig, Darum sollte dieses Papier nicht zerstört
oder weggeworfen werden.
Moses Mendelssohn:
Ästhetische Schriften
Moses Mendelssohn (1729-1786), prominenter
Vertreter der Leibniz-Wolffischen Schulphilosophie, gehörte zu den führenden
Köpfen der deutschen Aufklärung...
Moses Mendelssohn:
Betrachtungen zur
Bibelübersetzung
Als die deutsche Judenheit in dem großen geistigen
Aufschwung der 1830er und der 1840er Jahre nach einer deutschen Bibel
verlangte, rangen nicht weniger als drei Unternehmen gleichzeitig um den
Kranz: Zunz, Salomon, Johlson, etwas später dann Philippson; Mendelssohns
Pentateuch galt als nicht vorhanden...
Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
Zum
Inhaltsverzeichnis: haGalil onLine
Sefer Chafetz Chaim:
Halakhoth zur "bösen Zunge"
haLaschon har'a, Gerüchte, Tratsch und üble Nachrede...
Die Heilige Schrift. Das vollständige
Alte Testament nach jüdischer Überlieferung, mit Anhang
Zeittabelle (Gebundene Ausgabe) von Leopold Zunz
Gebundene Ausgabe: 746 Seiten
Sinai
Publishing, Allenby St., Tel Aviv, Israel |