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Parashath haShawu'a [Zur
Übersicht Wochenabschnitte]
Dewarim - V.Buch Mose:
Ekew - Dtn 7,12-11,25
[HEBRÄISCH]
Haftarah - Jesaja (49,14 - 51,3)
Genaue Zeiten zum Schabath beim örtl.
Rabbinat bzw.
hier (ohne
Gewähr)...
Sidra Ekew:
Die Prüfung des Man
In unserem Abschnitt und in Exodus (16) wird das Man als Versuchung
(Nisajon) oder Prüfung Israels beschrieben. Unsere Kommentatoren haben die
ungewöhnliche Natur dieser Versuchung bemerkt. Üblicherweise ist eine
Prüfung oder Versuchung etwas, das ertragen werden muss, eine unangenehme
Erfahrung oder eine Bürde...
Wenn die Leute diese Gesetze hören:
Die Torah bewahren
"Vehajah ekew tischmeun et haMischpatim haeleh..."Was ist mit der
Gunst der Väter?...
Parschat Ekew:
Die Aussaat der Seele
Es gibt immer noch Armut und Leid auf dem Angesicht der Erde. Aber
wir haben auch die Mittel, um die Ursachen zu beseitigen: Krankheiten,
Hunger, Dürre, Krieg und andere Plagen, die in der Vergangenheit noch
häufiger waren...
Kapitel 7:
12 Wenn ihr diese Rechte annehmt, sie beobachtet und ausübt, so wird der
Erfolg sein, dass der Ewige, dein Gott, auch den Bund und die Gnade halten
wird, die er deinen Eltern geschworen hat. 13Er wird dich lieben, segnen und
vermehren. Er wird auf dem Erdreich, das er dir zu geben deinen Eltern
geschworen hat, die Früchte deines Leibes und deines Feldes, dein Getreide,
deinen Most und dein Öl wie auch deine Rinderzucht und Kleinviehherden
segnen. Du wirst die gesegnetste unter allen Nationen sein. Es wird unter
dir kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare sein, auch nicht unter deinem
Vieh. 15 Alle Krankheit wird der Ewige von dir abwenden und die bösen
Seuchen von Mizrajim, die euch bekannt sind, dir nicht auflegen, sondern auf
deine Feinde kommen lassen. 16 Aufreiben sollst du alle Völker, die der
Ewige, dein Gott, dir geben wird. Du darfst ihrer nicht schonen, damit du
nicht ihren Göttern dienst, denn dies würde ein Fallstrick für dich sein. 17
Du wirst vielleicht in deinem Herzen sprechen: "Diese Völker sind größer als
ich. Wie kann ich sie austreiben?" 18 Fürchte dich aber nicht vor ihnen!
Bedenke nur, was der Ewige, dein Gott, an Pharao und ganz Mizrajim getan
hat, 19 die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, die Zeichen
und Wunder, die starke Hand und den ausgestreckten Arm, mit welchem der
Ewige, dein Gott, dich herausgeführt hat. Ebenso wird der Ewige, dein Gott,
allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest. 20 Er, der Ewige, dein Gott,
wird auch ein verzehrendes Übel (eine Art giftiges Ungeziefer) unter sie
schicken, dass auch die umkommen, die noch übrig sind und sich vor dir
verborgen haben. Lass dir vor ihnen nicht bange werden, denn der Ewige, dein
Gott, ist unter dir ein großer und furchtbarer Gott. 22 Nach und nach wird
der Ewige, dein Gott, diese Völker verscheuchen. Zu schnell kannst du sie
nicht aufreiben, sonst könnten die wilden Tiere sich gegen dich vermehren.
Der Ewige, dein Gott, wird sie dir aber preisgeben und eine große Bestürzung
unter sie schicken, bis sie völlig aufgerieben sind. 24 Ihre Könige wird er
dir in die Hände geben und du wirst ihre Namen unter dem Himmel vertilgen.
Niemand wird dir Widerstand leisten können, bis du sie völlig ausgerottet
hast. 25 Die Schnitzbilder ihrer Götter müsst ihr verbrennen. Lass dich des
Goldes und Silbers daran nicht gelüsten, um es für dich zu behalten. Es
könnte dein Unglück sein, denn es ist ein Gräuel vor dem Ewigen, deinem
Gott. 26 Bringe keinen Gräuel in dein Haus, sonst kommt der Bann auf dich,
wie er auf ihm ist. Du musst Abscheu und Gräuel davor haben, denn der Bann
ruht darauf.
Kapitel 8:
1 Alle Gebote, die ich dir jetzt vorschreibe, müsst ihr beachten, um sie
auszuüben, damit ihr lebt, euch vermehrt und hinzieht, um das Land
einzunehmen, das der Ewige euren Eltern geschworen hat. 2 Denke an den Weg,
den dich der Ewige jetzt vierzig Jahre lang in der Wüste geführt hat, um dir
Widerwärtigkeit zuzuschicken und dich dadurch zu versuchen, damit an den Tag
komme, was du im Herzen hast, ob du sein Gebot halten willst oder nicht.
3 Er ließ dich in Widerwärtigkeit geraten, ließ dich Hunger leiden und
speiste dich mit Man, einer Speise, die dir und deinen Eltern unbekannt war,
damit du erfahrest, dass der Mensch nicht allein vom Brot lebt, sondern von
allem, was der Ewige verordnet. 4 Deine Kleider sind dir nicht veraltet am
Leib und deine Füße sind nicht geschwollen in diesen vierzig Jahren. 5 Du
wirst daher in deinem Herzen erkennen, dass der Ewige, dein Gott, dich
züchtigt, wie ein Vater sein Kind züchtigt, 6 wirst also die Gebote des
Ewigen, deines Gottes, halten, in seinen Wegen wandeln und ihn fürchten, 7
denn der Ewige, dein Gott, bringt dich in ein vortreffliches Land, ein Land,
in welchem Flüsse anzutreffen sind, Quellen und Tiefen, die im Tal und im
Gebirge entspringen, ein Land, welches Weizen, Gerste, Wein, Feigen,
Granatäpfel, ein Land, welches Oliven und Dattelhonig hervorbringt, 9 ein
Land, in welchem du nicht in Armut Brot essen (kümmerlich leben) wirst, in
welchem an nichts Mangel sein wird, ein Land, dessen Steine Eisen sind und
aus dessen Bergen du Erz hauen wirst. 10 Wenn du nun gegessen und dich
gesättigt haben (im Überfluss leben) wirst, so musst du dem Ewigen, deinem
Gott, danken für das vortreffliche Land, das er dir gegeben hat. Hüte dich
aber, dass du den Ewigen, deinen Gott, nicht insoweit vergisst, dass du die
Gebote, Rechte und Gesetze nicht hältst, die ich dir jetzt vorschreibe. Es
könnte kommen, wenn du zu essen im Überfluss hast, schöne Häuser baust und
sie bewohnst, viel großes und kleines Vieh, viel Silber und Gold besitzt und
überhaupt an Vermögen aller Art zunimmst, 14 dass dein Herz sich erhöhe
(dass du übermütig würdest) und du den Ewigen, deinen Gott, vergäßest, der
dich aus dem Land Mizrajim, aus dem Sklavenhause geführt hat, 15 der dich in
dieser großen fürchterlichen Wüste geleitet hat, wo giftige Schlangen,
Skorpione, wo eitel Dürre, nirgend Wasser zu finden ist, der aus dem
härtesten Kiesel dir Wasser fließen ließ, 16 der dich in dieser Wüste mit
Man speiste, davon deine Eltern nichts gewusst haben, um dich durch
Widerwärtigkeit zu versuchen und dir am Ende wohlzutun, 17 und sprächest
etwa in deinem Herzen: "Meine Macht und Tapferkeit hat mir all dieses
Vermögen erworben." 18 Doch du musst an den Ewigen, deinen Gott, denken,
denn er ist es, der dir die Macht gibt, dieses Vermögen zu erwerben, damit
er seinen Bund halte, den er deinen Eltern geschworen hat, wie heutigen
Tages geschieht. 19 Wirst du aber den Ewigen, deinen Gott, vergessen und
anderen Göttern nachfolgen, ihnen gottesdienstliche Ehre erzeigen und sie
anbeten, so bezeuge ich heute über euch, dass ihr zu Grunde gehen werdet; 20
so wie die Nationen, welche der Ewige vor euch zu Grunde richtet, so werdet
ihr zu Grunde gehn. Dies wird der Erfolg sein, wenn ihr der Stimme des
Ewigen, eures Gotttes, nicht gehorsam sein werdet.
Kapitel 9:
1 Höre Jisrael! Du bist im Begriff, über den
Jarden zu gehen, um dort Nationen zu besiegen, die größer und mächtiger sind
als du, große und himmelhoch befestigte Städte, 2 ein zahlreiches Volk von
hoher Statur, die Söhne der Anakim, von denen du weißt und oft hast sagen
hören: "Wer kann den Kindern des Anak widerstehen?" 3 Du musst aber
bedenken, dass der Ewige, dein Gott, der vor dir hergeht wie ein
verzehrendes Feuer, sie zum Teil vertilgen, zum Teil aber so vor dir
demütigen wird, dass du sie gar leicht wirst besiegen und aufreiben können,
so wie es der Ewige dir verheißen hat.
4 Wenn aber der Ewige, dein Gott, sie ausgestoßen haben wird vor dir, so
darfst du nicht in deinem Herzen denken: "Um meines rechtschaffenen Wandels
willen hat mich der Ewige geführt, dieses Land einzunehmen so wie er in der
Tat diese Völker um ihrer Ruchlosigkeit willen vor dir austreibt. 5 Nicht um
deiner Rechtschaffenheit und der Aufrichtigkeit deines Herzens willen kommst
du hin, ihr Land einzunehmen, sondern weil der Ewige, dein Gott, diese
Völker wegen ihrer Ruchlosigkeit vertreibt, so will er zugleich das
Versprechen halten, das er deinen Eltern Awraham, Jizchak und Jaakow
geschworen hat. 6 Du kannst leicht einsehen, dass der Ewige, dein Gott, dir
nicht um deiner Rechtschaffenheit willen dieses vortreffliche Land
einzunehmen gibt, denn du bist ein halsstarriges Volk. 7 Erinnere dich und
vergiss nie, wie du den Ewigen, deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast,
seitdem du aus Mizrajim gegangen bist. Bis ihr hierher gekommen seid, habt
ihr euch als Rebellen gegen den Ewigen betragen. 8 Auch am Gebirge Chorew
habt ihr den Ewigen erzürnt und er wurde so aufgebracht gegen euch, dass er
euch ausrotten wollte, ich war damals auf den Berg gegangen, um die
steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes, den der Ewige mit euch gemacht
hat, in Empfang zu nehmen. Ich verweilte vierzig Tage und vierzig Nächte auf
dem Berg, ohne Speise oder Trank zu mir zu nehmen. 10 Da gab mir der Ewige
die beiden steinernen Tafeln, mit dem Finger Gottes beschrieben. Auf
denselben waren alle Worte verzeichnet, die der Ewige auf dem Berg am Tag
der Versammlung aus dem Feuer mit euch geredet hatte. 11 Als nämlich vierzig
Tage und vierzig Nächte zu Ende waren, gab mir der Ewige die beiden
steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes, 12 und sprach zu mir: "Auf! Geh
eilends von hier hinab! Denn das Volk, welches du aus Mizrajim geführt hast,
hat sich schwer versündigt. Sie sind gar bald von dem Weg abgewichen, den
ich ihnen befohlen hatte. Sie haben sich ein Götzenbild gegossen!" 13 Der
Ewige fuhr fort zu mir zu sprechen: "Ich sehe wohl, dass dieses Volk ein
halsstarriges Volk ist. 14 Halte mich nicht ab (flehe nicht für sie)! Ich
will sie aufreiben und ihren Namen unter dem Himmel austilgen, dich aber zu
einer mächtigeren und zahlreicheren Nation machen als sie sind".
15 Ich wandte mich, ging hinab von dem Berg, der oben brannte, und hatte die
beiden Tafeln des Bundes auf meinen beiden Händen. 16 Als ich sah, wie ihr
euch gegen den Ewigen, euren Gott, versündigt und euch ein gegossenes Kalb
gemacht hattet, wie ihr also gar bald von dem Weg abgewichen wart, den euch
der Ewige geboten hatte, 17 da ergriff ich beide Tafeln, warf sie von meinen
beiden Händen und zerbrach sie vor euren Augen. 18 Vor dem Ewigen aber warf
ich mich nieder, wieder wie vorhin vierzig Tage und vierzig Nächte, ohne
Speise oder Trank zu mir zu nehmen, um aller eurer Sünden willen, die ihr
begangen habt, weil ihr dem Ewigen zum Verdruss dasjenige getan habt, was in
seinen Augen missfällig ist, 19 denn mir war bange wegen des Zorns und des
Grimms, mit welchem der Ewige über euch aufgebracht war, dass er euch
vertilgen wollte. Aber der Ewige erhörte mich auch dieses Mal. 20 Auch über
Aharon war der Ewige sehr zornig, sodass er ihn vertilgen wollte. Doch ich
legte auch für Aharon damals Fürbitte ein. 21 Euer Sündenwerk aber, das
Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich, kalzinierte es in Feuer, zerschlug
und zermalte es, bis es ein feiner Staub wurde, und warf diesen Staub in den
Bach, der von dem Berg herab fließt. 22 Zu Taw'erah, Massah und Kiwrot
Hata'awah habt ihr gleichfalls den Ewigen erzürnt, 23 und als euch der Ewige
von Kadesch Barnea aussandte und sprach: "Zieht hinauf, um das Land
einzunehmen, das ich euch gegeben habe!", wart ihr dem Befehl des Ewigen,
eures Gottes, ungehorsam, vertrautet ihm nicht und wolltet ihm nicht
gehorchen. 24 Ihr seid Rebellen gegen den Ewigen gewesen, solange ich euch
kenne. 25 Als ich mich die vierzig Tage und vierzig Nächte vor dem Ewigen
niederwarf, die ich vor ihm gelegen hatte, weil der Ewige euch zu vertilgen
drohte, 26 betete ich zu dem Ewigen und sprach:
"Herr! O Ewiger! Vertilge dein Volk und deine dir eigentümliche Nation
nicht, die du durch deine Größe erlöst hast, die du mit starker Hand aus
Mizrajim geführt hast. 27 Denke an deine Knechte Awraham, Jizchak und
Jaakow! Sieh nicht auf das hartnäckige, ruchlose Wesen und auf die Sünde
dieses Volkes. 28 Man könnte in dem Land, aus welchem du uns geführt hast,
sprechen, der Ewige habe das Vermögen nicht gehabt sie in das Land zu
bringen, das er ihnen verheißen hat, oder er habe sie aus Hass gegen sie
hinausgeführt, um sie in der Wüste umzubringen. Gleichwohl sind sie dein
Volk und deine dir eigentümliche Nation, die du mit deiner großen Macht und
mit deinem ausgestrecktem Arme hinausgeführt hast."
Kapitel 10:
1 Um dieselbe Zeit sprach der Ewige zu mir: "Haue dir
zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren. Komm zu mir herauf auf den Berg
und mach dir eine Lade aus Holz. 2Auf die Tafeln will ich die Worte
schreiben, die auf den vorigen Tafeln gestanden haben, die du zerbrochen
hast, und du sollst sie in die Lade legen. 3 Ich machte eine Lade aus
Schittimholz, hieb zwei Tafeln wie die vorigen, ging auf den Berg und hatte
beide Tafeln in der Hand. 4 Da schrieb der Ewige auf die Tafeln wie die
erste Schrift, nämlich die zehn Worte, die der Ewige auf dem Berg aus dem
Feuer am Tage der Versammlung zu euch geredet hat, und die Tafeln gab er
mir. 5 Ich wandte mich, ging vom Berg hinunter und legte die Tafeln in die
Lade, die ich gemacht hatte, wo sie bleiben sollen, wie es der Ewige mir
befohlen hat.

6 Die Kinder Jisraels brachen von den Brunnen, die zu Bne Ja'akan gehören,
auf nach Moserah. In derselben Gegend starb Aharon. Daselbst wurde er
begraben und sein Sohn El'asar trat den priesterlichen Dienst an seiner
Stelle an. Von da ging der Zug nach Gudgod, von Gudgod nach Jotwah, ein
Land, das an Bächen keinen Mangel hat. Um dieselbe Zeit sonderte der Ewige
den Stamm Levi aus, um die Bundeslade des Ewigen zu tragen, um vor ihm zu
stehen, ihm zu dienen und in seinem Namen den Segen zu erteilen, so wie es
jetzt noch ist. Darum bekommt der Stamm keinen Teil und kein Erbgut unter
seinen Brüdern. Sein Erbgut ist der Ewige, wie der Ewige, dein Gott, ihm
verheißen hat. 10 Ich stand also im Gebet vor dem Ewigen so lange als wie
zuvor, vierzig Tage und vierzig Nächte, und der Ewige erhörte mich auch
dieses Mal, sodass er euch nicht aufreiben wollte. 11 Er sprach vielmehr zu
mir: "Auf! Geh zu dem Zug vor dem Volk her, dass sie hingehen und das Land
einnehmen, das ich ihren Eltern geschworen habe ihnen zu geben".
12 Und nun Jisrael! Was fordert der Ewige von dir, als dass du von ganzem
Herzen und ganzer Seele vor dem Ewigen, deinem Gott, Ehrfurcht haben, in
allen seinen Wegen wandeln, ihn lieben und ihm dienen sollst, das heißt, die
Gebote des Ewigen und seine Gesetze, die ich dir jetzt gebe, halten sollst,
und dies zu deinem eigenen Besten?
14 Siehe! Der Himmel und aller Himmel Himmel, die Erde und alles was darauf
ist, das ist des Ewigen, deines Gottes. 15 Doch er hat ein Wohlgefallen an
deinen Eltern gehabt und sie dergestalt geliebt, dass er aus allen Nationen
euch, ihre Nachkommen, erwählt hat, wie sich jetzt zeigt.
16 Ihr müsst daher die Vorhaut eueres Herzens beschneiden und nicht mehr so
hartnäckig sein, 17 denn der Ewige, euer Gott, ist der Gott aller Götter und
der Herr aller Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der nicht
nach Ansehen der Person richtet und keine Bestechung annimmt, 18 der dem
Waisen und der Witwe Recht verschafft und den Fremdling liebt, um ihm Speise
und Kleider zu geben. 19 Ihr müsst gleichfalls den Fremdling lieben, denn im
Land Mizrajim seid auch ihr Fremdlinge gewesen.
20 Vor dem Ewigen, deinem Gott, musst du Ehrfurcht haben, ihm dienen. Ihm
musst du anhangen und bei seinem Namen schwören. 21 Er ist dein Ruhm und er
ist dein Gott, der um deinetwillen diese großen und fürchterlichen Dinge
getan hat, die du mit den Augen gesehen hast. 22 Mit siebzig Personen sind
deine Vorfahren nach Mizrajim gekommen und jetzt hat der Ewige, dein Gott,
dich so viel sein lassen als Sterne im Himmel sind.
Kapitel 11:
1 Liebe also den Ewigen, deinen Gott. Beachte seine Vorschrift, seine
Gesetze, seine Rechte und seine Gebote zu allen Zeiten. Bedenkt wohl, die
ihr jetzt vor mir steht, dass ich nicht zu euren Nachkommen rede, welche die
Züchtigung des Ewigen, eures Gottes, weder kennen noch gesehen haben, seine
Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm, die Zeichen und
Taten, die er mitten in Mizrajim an Pharao, König von Mizrajim, und an
seinem Land getan hat, was er an dem Heer von Mizrajim, seiner Reiterei und
seinen Wagen getan hat, wo er das Wasser des Schilfmeers über sie herströmen
ließ, als sie euch nachsetzten, und sie so zu Grunde richtete, dass niemand
mehr von ihnen zu sehen ist, 5 was er euch in der Wüste getan hat, bis ihr
hierher gekommen seid, was er ferner an Datan und Awiram, den Söhnen Eliaws,
Re'uwens Sohn, getan hat, als die Erde sich auftat und sie nebst ihren
Hausleuten, Zelten und allem, was ihnen gehörte, mitten in Jisrael
verschlang. 7 Mit euch rede ich, die ihr mit euren Augen die große Taten
gesehen habt, die der Ewige getan hat. 8 Beachtet also alle Gebote, die ich
euch jetzt gebe, so werdet ihr gestärkt werden und das Land wirklich
einnehmen, welches einzunehmen ihr über den Jarden gehen sollt, 9 und werdet
lange Jahre bleiben auf dem Erdreich, das der Ewige euren Eltern, ihnen und
ihren Nachkommen zu geben geschworen hat, in dem Land, wo Milch und Honig
fließt. 10 Denn das Land, in welches du hinkommst, um es einzunehmen, ist
nicht wie das Land Mizrajim, davon ihr ausgezogen seid, wo du deinen Samen
aussäst und mit deiner Füße Arbeit das Land anfeuchten musst wie einen
Kohlgarten. Das Land, das ihr einzunehmen über den Jarden geht, hat Berge
und Täler und bekommt sein Wasser durch Regen vom Himmel, ein Land, auf
welches der Ewige, dein Gott, Acht hat. Die Vorsehung des Ewigen, deines
Gottes, ist beständig daraufgerichtet, vom Anfang des Jahres bis ans Ende.
Werdet ihr also meinen Geboten gehorchen, die ich euch jetzt gebe, um den
Ewigen, euren Gott, von eurem ganzen Herzen und von eurer ganzen Seele zu
lieben und ihm zu dienen, so will ich eurem Land Regen geben zur rechten
Zeit, Frühregen und Spätregen, damit du dein Getreide, Most und Öl
einsammelst, 15 und will für dein Vieh Gras wachsen lassen auf deinem Feld,
dass du zu essen habest in Überfluss. 16 Hütet euch aber, dass euer Herz
nicht verführt werde, dass ihr etwa abweicht und anderen Göttern dient und
sie anbetet. 17 Der Zorn des Ewigen würde über euch entbrennen. Er würde den
Himmel verschließen, dass kein Regen komme. Die Erde würde ihr Gewächs nicht
hervorbringen und ihr würdet gar bald zu Grunde gehen, fern von dem
vortrefflichen Land, das euch der Ewige geben will. 18 Nehmt euch also diese
Worte zu Herzen und zu Gemüte, bindet sie auch zum Zeichen auf die Hand und
tragt sie als Stirnbinde zwischen euren Augen. 19 Lehrt sie eure Söhne, um
beständig davon zu sprechen, wenn du zu Hause sitzt oder auf der Reise bist,
wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. Schreibe sie auf die Pfosten
deines Hauses und an deine Tore, damit ihr und eure Kinder auf dem Erdreich,
das der Ewige euren Eltern geschworen hat es ihnen zu geben, lange bleiben
möget, so lange der Himmel über der Erde sein wird.
22 Denn wenn ihr alle die Gebote halten werdet, die ich euch zu tun gebiete,
nämlich den Ewigen, euren Gott, zu lieben, in seinen Wegen zu wandeln und
ihm anzuhängen, so wird der Ewige alle diese Völker vor euch austreiben und
ihr werdet Völker erben, die zahlreicher und mächtiger sind als ihr. 24
Jeder Ort, wohin ihr euren Fuß setzt, soll euer sein, von der Wüste bis zum
Lewanon, vom Strom Prat bis zum äußersten Meer soll eure Grenze reichen.
Niemand soll euch Widerstand leisten könen. Schrecken und Furcht vor euch
wird der Ewige, euer Gott, auf alle Länder, die ihr betretet, kommen lassen,
wie er euch verheißen hat.
[HEBRÄISCH]
Der Inhalt
dieser Gedanken ist heilig, Darum sollte dieses Papier nicht zerstört oder
weggeworfen werden.
Mischneh haTorah 1:
Name, Inhalt und typische Merkmale
Das Deuteronomium ist das letzte der fünf Bücher der
Tora. Sein Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet "zweites Gesetz".
So nämlich hat die Septuaginta den Ausdruck "Mischneh haTorah" übersetzt...
Moses Mendelssohn:
Betrachtungen zur
Bibelübersetzung
Als die deutsche Judenheit in dem großen geistigen
Aufschwung der 1830er und der 1840er Jahre nach einer deutschen Bibel
verlangte, rangen nicht weniger als drei Unternehmen gleichzeitig um den
Kranz: Zunz, Salomon, Johlson, etwas später dann Philippson; Mendelssohns
Pentateuch galt als nicht vorhanden...
Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
Zum
Inhaltsverzeichnis: haGalil onLine |