|
Parashath haShawu'a [Zur
Übersicht Wochenabschnitte]
Wa'etchanan
[HEBRÄISCH]
1.Leser
23 Bevor dies geschah, hatte ich zum Ewigen gefleht und
gesprochen: 24 »Herr! O Ewiger! Du hast angefangen, deinem Diener deine
Größe und deine Allmacht zu zeigen, denn wo ist ein göttliches Wesen im
Himmel oder auf Erden, das solche Taten und Wunder tun könnte wie du? 25 O,
lass mich über den Jarden ziehen, damit ich das vortreffliche Land zu sehen
bekomme, das jenseits des Jardens ist, besonders jenen vortrefflichen Berg
und den Lewanon.« 26 Doch der Ewige war euretwillen über mich erzürnt und
erhörte mich nicht. Er sprach vielmehr zu mir: 'Lass genug sein! Rede mir
von dieser Sache nicht mehr! 27 Steige auf die Spitze des Pisgah, erhebe
deine Augen gegen Abend, Mitternacht, Mittag und Morgen und sieh dich um,
denn über den Jarden sollst du nicht gehen. 28 Dem Jehoschua erteile
Befehle, dass er kühn und tapfer sei, denn er soll vor diesem Volk hergehen
und ihnen das Land zum Besitz austeilen, welches du sehen wirst.« 29 Wir
lagen damals im Tal gegenüber von Bet Peor.
Kapitel 4
1 Also Jisrael! Gehorche den Gesetzen und Rechten, die ich euch lehre, damit
ihr lebt und in das Land, welches der Ewige, euer Gott, euch geben will,
hinkommt und es einnehmt. - 2 Tut zu dem, was ich euch gebiete, nichts hinzu
und nehmt nichts davon, sondern haltet die Gebote des Ewigen, eures Gottes,
so wie ich sie euch gebiete. 3 Eure Augen haben gesehen, was der Ewige beim
Vorfall mit Baal Peor getan hat. Wo nur einer dem Baal Peor nachgegangen
war, den hat der Ewige, euer Gott, aus euch ausgerottet. 4 Die ihr aber dem
Ewigen, euren Gott, anhingt, ihr alle lebt heutigen Tages.
2. Leser
5 Siehe! Ich habe euch Gesetze und Rechte gelehrt, wie es
mir der Ewige, mein Gott, befohlen hat, dass ihr sie ausübt in dem Land,
wohin ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. 6 Beachtet sie wohl und übt sie
aus, denn dies wird eure Weisheit und Vernunft sein bei den Völkern. Wenn
sie diese verschiedenen Gesetze hören, so sprechen sie: Diese große Nation
ist nur weise und verständig! 7 Denn wo ist eine Nation, sie mag noch so
groß sein, zu der die Götter so nahe sich zeigen wie der Ewige, unser Gott,
sooft wir ihn anrufen? 8 Und wo ist eine Nation, sie mag noch so groß sein,
die solche gerechten Verordnungen und Gesetze hätte wie diese Lehre hier,
die ich euch jetzt vorlege? 9 So hüte dich denn und nimm dich wohl in Acht,
dass du die Dinge nicht vergisst, die deine Augen gesehen haben, und dass
sie dir dein Leben lang nicht aus dem Herzen kommen. Mache sie deinen
Kindern und Enkeln bekannt, 10 an dem Tag nämlich, als du vor dem Ewigen,
deinem Gott am Chorew standest, als der Ewige zu mir sprach: »Versammle mir
das Volk. Ich will sie meine Worte hören lassen, damit sie lernen, mich Zeit
ihres Lebens auf Erden zu fürchten und solches auch ihre Kinder lehren.«
11 Ihr tratet hinzu und standet unten am Berg. Der Berg brannte und die
Flamme schlug bis mitten an den Himmel. Unten herum war Finsternis, Wolken
und düsteres Gewitter. 12 Mitten aus dem Feuer redete der Ewige mit euch.
Ihr hörtet vernehmliche Worte, wurdet aber außer dem Schall keiner Gestalt
gewahr. 13 Er trug euch selbst sein Bündnis vor, das er euch zu halten
befohlen, nämlich die zehn Gebote, die er nachher selbst auf zwei steinerne
Tafeln verzeichnete. 14 Mir aber befahl der Ewige damals, euch noch andere
Gesetze und Rechte zu lehren, die ihr in dem Land, dahin ihr geht, um es
einzunehmen, ausüben sollt. 15 Nehmt euch in Acht, so lieb euch euer Leben
ist. Ihr habt keine Figur gesehen, als der Ewige vom Berge Chorew aus dem
Feuer mit euch redete. 16 Dass ihr also nicht auf Abwege geratet, euch einen
Götzen zu machen, eine bildliche Gestalt, die Figur eines Mannes oder einer
Frau, 17 die Figur eines vierfüßigen Tieres auf dem Erdboden, die Figur
eines der Vögel, die oben in der Luft fliegen, 18 die Figur eines Gewürms,
das auf der Erde kriecht, die Figur eines der Fische, die unter der Erde im
Wasser sind! 19 Oder dass du etwa deine Augen gen Himmel höbest, sähest die
Sonne, den Mond, die Sterne, das ganze Heer des Himmels und dich verleiten
ließest, sie zu verehren und ihnen Gottesdienst zu erweisen! Weil doch der
Ewige, dein Gott, sie für alle übrige Völker unter dem ganzen Himmel zwar
zugelassen hat, 20 euch aber hat der Ewige genommen und aus dem Eisenofen,
nämlich aus Mizrajim geführt, dass ihr sein eigentümliches Volk werden
möget, wie ihr jetzt wirklich seid. 21 Auf mich ist der Ewige euretwegen
zornig geworden und hat geschworen, dass ich nicht über den Jarden gehen und
nicht in das herrliche Land kommen soll, das der Ewige, dein Gott, dir zum
Erbgut geben will, 22 dass ich also in diesem Land sterben und nicht über
den Jarden kommen werde, ihr aber werdet hinübergehen und jenes
vortreffliche Land einnehmen. 23 Hütet euch also wohl, dass ihr den Bund
nicht vergesst, den der Ewige, euer Gott, mit euch gemacht hat, und euch
Götzenbilder von irgendeiner Gestalt verfertigt, die der Ewige, dein Gott,
dir verboten hat. 24 Denn der Ewige, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer
(er straft nach der Schärfe), ein eifervoller Gott (der keine Götzen neben
sich duldet).
25 Wenn ihr nun einst lange in dem Land gewohnt habt, Kinder und Enkel
zeugt, und dann auf den Abweg geratet, euch ein Götzenbild in irgendeiner
Gestalt zu machen, und also das tut, was dem Ewigen, deinem Gott, missfällig
ist, ihm zum Verdruss, 26 so rufe ich jetzt Himmel und Erde zu Zeugen an,
dass ihr gar bald aus dem Land werdet zerstreut werden, welches einzunehmen
ihr über den Jarden geht. Ihr werdet nicht lange mehr darin bleiben, sondern
vertilgt werden. 27 Der Ewige wird euch unter andere Nationen zerstreuen und
ihr werdet in geringer Anzahl unter den Völkern übrig bleiben, dahin euch
der Ewige treiben wird. 28 Daselbst werdet ihr Göttern dienen, die das Werk
menschlicher Hände sind, Holz und Stein, das nicht sehen, nicht hören, nicht
essen, nicht riechen kann. 29 Da werdet ihr dann den Ewigen, euren Gott,
suchen und auch wieder finden, wenn ihr ihn nämlich von ganzem Herzen und
von ganzer Seele verlangen werdet, 30 wenn du in der Enge sein wirst und
dich alles dies wird betroffen haben. Am Ende der Tage wirst du endlich zu
dem Ewigen, deinem Gott, zurückkehren und seiner Stimme gehorchen, 31 denn
der Ewige, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird seine Hand nicht
von dir abziehen und dich nicht zu Grunde gehen lassen, er wird des Bundes
nicht vergessen, den er deinen Eltern geschworen hat. 32 Erkundige dich nur
nach den alten Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, als Gott
den Menschen auf der Erde erschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum
anderen Ende, ob jemals eine so große Tat geschehen oder dergleichen gehört
worden ist, 33 ob jemals eine Nation die Stimme einer aus dem Feuer redenden
Gottheit vernommen hat, wie du sie vernommen hast, und wäre am Leben
geblieben. 34 Oder hat je eine Gottheit unternommen hinzugehen, um sich
mitten aus einem anderen Volk ein Volk herauszunehmen, durch Versuchungen,
Zeichen, Wunder, Krieg mit starker Macht und ausgestrecktem Arm und durch
allerlei furchtbare Taten wie diejenigen, welche der Ewige, dein Gott, an
Mizrajim vor deinen Augen ausgeübt hat? 35 All dies ist dir gezeigt worden,
damit du weißt, dass der Ewige wahrer Gott und außer ihm keiner ist. 36 Vom
Himmel herab hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich Zucht zu lehren,
und auf der Erde hat er dir sein großes Feuer gezeigt und du hast seine Rede
vernommen mitten aus dem Feuer. 37 Darum, weil er deine Väter liebte und
ihren Samen nach ihnen erwählte, hat er euch mit seiner großen Kraft vor
sich her aus Mizrajim geführt, 38 um Völker vor euch zu vertreiben, die
größer und mächtiger sind als ihr, euch aber hinzuführen und euch ihr Land
zum Erbgut zu geben, wie sich jetzt schon zu zeigen angefangen hat. 39
Erkennt also und nehmt euch wohl zu Herzen, dass der Ewige, er allein, Gott
ist, oben im Himmel und unten auf der Erde, und sonst keiner. 40 Hüte also
seine Verordnungen und Gebote, die ich dir jetzt vorlege, damit es dir und
deinen Kindern nach dir wohlergehe und damit du lange Jahre auf dem Erdreich
bleibst, das der Ewige dir auf ewig schenken will.«
3. Leser
41 Damals sonderte Mosche drei Städte auf der Morgenseite
des Jardens aus, 42 dass ein Totschläger dahin seine Zuflucht nehme. Wer
seinen Nächsten umbringt unversehens, ohne dass er vorher sein Feind gewesen
ist, der fliehe in eine von diesen Städten und erhalte sein Leben: 43 Bezer
in der Wüste, in der Ebene, die dem Re'uwenischen Stamm gehört, Ramot in
Gil'ad, das dem Gadischen Stamm gehört, und Golan in Baschan, das dem
Menaschischen Stamm gehört. 44 Folgendes ist die Lehre, welche Mosche den
Kindern Jisraels vorgelegt hat. 45 Dies sind die Zeugnisse, Verordnungen und
Rechte, welche Mosche den Kindern Jisraels nach ihrem Ausgang aus Mizrajim
bekannt gemacht hat, 46 diesseits des Jardens im Tal, gegenüber von Bet
Peor, im Land Sichons, König Emoris, der in Cheschbon saß, welchen Mosche
und die Kinder Jisraels, als sie aus Mizrajim gingen, geschlagen haben. 47
Sie eroberten sein Land und das Land des Og, König zu Baschan, also der
beiden Könige von Emori diesseits des Jardens gegen Morgen, 48 von Aro'er
an, welches am Ufer des Arnons liegt, bis an den Berg Sion, der auch Chermon
heißt, 49 das ganze flache Feld auf der Morgenseite des Jardens bis an das
Meer in dieser Gegend, am Fuß des Berges Pisgah.
4.Leser
5.Kapitel
1 Mosche rief dem gesamten Volke Jisrael zu und sprach: »Vernimm, o Jisrael,
die Verordnungen und Rechte, die ich jetzt vor euren Ohren rede. Begreift
sie wohl und behaltet sie, um danach zu handeln, 2 Der Ewige, unser Gott,
hat einen Bund mit uns gemacht zu Chorew. nicht nur mit unseren Eltern hat
der Ewige diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir alle hier am Leben
sind, von Angesicht zu Angesicht hat der Ewige auf dem Berg mitten aus dem
Feuer mit euch geredet — 5 Ich stand als Mittelsperson zwischen dem Ewigen
und euch, um euch das Wort des Ewigen kundzumachen, denn ihr fürchtetet euch
vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg — und er sprach:
6 »Ich bin der Ewige, dein Gott, der ich dich aus Mizrajim geführt habe, aus
dem Hause der Sklaven.
7 Du sollst keine andere Götter haben vor meinem Angesicht.
8 Du sollst dir kein Götzenbild machen, keine ähnliche Gestalt von dem, was
oben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. 9
Du sollst dich vor ihnen nicht verbeugen und sie nicht gottesdienstlich
verehren, denn ich, der Ewige, dein Gott, bin ein eifervoller Gott (der
keinen anderen neben sich leiden kann), der das Verbrechen der Väter ahndet
an Kindern, Enkeln und Urenkeln, nämlich bei denen, die mich hassen, 10 der
aber Gnade erzeigt bis in das tausendste Geschlecht denen, die mich lieben
und meine Gebote halten.
11 Du sollst den Namen des Ewigen nicht bei einer Unwahrheit aussprechen
(nämlich um sie zu bekräftigen), denn der Ewige wird denjenigen nicht
ungestraft lassen, welcher seinen Namen bei einer Unwahrheit ausspricht.
12 Nimm den Ruhetag wohl in Acht, dass du ihn heiligst, wie es der Ewige,
dein Gott, dir befohlen hat. Sechs Tage kannst du arbeiten und alle deine
Geschäfte verrichten. Der siebte Tag aber ist ein Ruhetag, dem Ewigen,
deinem Gott, zu Ehren. Du sollst kein Handwerk verrichten, weder du selbst
noch dein Sohn, deine Tochter, dein Sklave, deine Sklavin, dein Ochse, dein
Esel und all dein Vieh wie auch der Fremde, der sich in deinen Toren
aufhält, damit dein Sklave und deine Sklavin ruhe gleich wie du. 15 Denn du
musst bedenken, dass auch du Sklave gewesen bist in Mizrajim, und der Ewige,
dein Gott, hat dich von da herausgeführt mit starker Hand und ausgestrecktem
Arm. Darum gebietet dir der Ewige, dein Gott, den Ruhetag zu halten.
16 Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie es dir der Ewige, dein Gott,
befohlen hat, damit du lange lebest und es dir wohlgehe auf dem Erdreich,
welches der Ewige, dein Gott, dir gibt.
17 Du sollst nicht morden und nicht ehebrechen und nicht stehlen, auch gegen
deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge auftreten.
18 Du sollst dich nicht gelüsten lassen deines Nächsten Frau und keine
Begierde haben zu deines Nächsten Haus, Feld, Sklave, zu seiner Sklavin,
seinem Ochsen, Esel oder was sonst deinem Nächsten gehört.

5.Leser
19 Diese Worte redete der Ewige zu eurer Gemeinde auf dem Berg aus Feuer,
Wolken und düsterem Gewitter mit lauter Stimme, und mehr nicht. Er schrieb
sie aber auf zwei steinerne Tafeln und diese gab er mir.
20 Als ihr diese Stimme aus der dunklen Wolke vernahmt, während der Berg in
Feuer stand, kamt ihr, alle eure Stammhäupter und Ältesten, zu mir 21 und
spracht: »Der Ewige, unser Gott, hat uns nunmehr seine Herrlichkeit und
Größe sehen lassen und wir haben seine Stimme aus dem Feuer vernommen. Wir
sehen nunmehr wohl ein, dass Gott mit einem Menschen redet und dieser
lebendig bleibt. 22 Aber warum sollen wir am Ende dennoch umkommen, wenn
diese große Flamme uns ergreift? Wenn wir fortfahren die Stimme des Ewigen,
unseres Gottes, zu hören, so sind wir sicherlich des Todes. 23 Denn wo hat
je ein fleischliches Wesen die Stimme des lebendigen Gottes aus der Flamme
redend vernommen wie wir und das Leben behalten? 24 Tritt du hinzu, höre
alles, was der Ewige, unser Gott, sagen wird. Berichte uns alsdann wieder
alles, was der Ewige, unser Gott, mit dir reden wird, so wollen wir solches
annehmen und danach handeln.«
25 Als der Ewige die Worte vernahm, die ihr zu mir spracht, sagte er zu mir:
»Ich habe die Worte vernommen, die das Volk zu dir gesprochen hat. Sie haben
wohl geredet!
26 Wenn dieser Sinn nur bei ihnen beständig bliebe, mich zu furchten und
alle meine Gebote jederzeit zu halten, damit es ihnen und ihren Nachkommen
beständig wohl ergehen möge. 27 Geh hin, sage ihnen: »Kehrt nun in eure
Zelte zurück.« 28 Du aber stehe hier vor mir, so will ich dir alle Gebote,
Gesetze und Rechte beibringen, die du sie lehren sollst, dass sie solche in
dem Land, das ich ihnen einzunehmen gebe, ausüben mögen. 29 Behaltet also
und tut, wie der Ewige, euer Gott, es euch befohlen hat. Weicht davon weder
zur Rechten noch zur Linken ab. 30 Wandelt in allen Wegen, die der Ewige,
euer Gott, euch befohlen hat, so werdet ihr leben, es wird euch wohl ergehen
und ihr werdet in dem Land, das ihr einnehmen sollt, lange Jahre bleiben.«
6.Kapitel
1 Dies sind die Gebote, Gesetze und Rechte, die der Ewige, euer Gott,
befohlen hat, euch zu lehren, damit ihr sie ausübt in dem Land, welches
einzunehmen ihr über den Jarden geht, 2 auf dass du den Ewigen, deinen Gott,
fürchtest und sowohl du als auch dein Sohn und dein Enkel, solange ihr lebt,
alle seine Verordnungen und Gebote halten und lange leben möget. 3 Gehorche
also, Jisrael, und beachte wohl, solches zu tun! So wird es dir wohl ergehen
und du wirst dich sehr vermehren, wie es der Ewige, der Gott deiner Eltern,
dir verheißen hat im Land, wo Milch und Honig fließt.
6.Leser
4 Höre Jisrael! Der Ewige, unser Gott, ist ein
einiges, ewiges Wesen. 5 Du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieben von
ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Vermögen. 6 Die Worte, die ich dir
jetzt befehle, sollen dir stets im Herzen bleiben. 7 Du sollst sie deinen
Kindern einschärfen und immer davon reden, wenn du zu Hause sitzt oder auf
Reisen bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Binde sie zum
Zeichen an deine Hand. Trage sie als Stirnbinde zwischen deinen Augen 9 und
schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore.
10 Wenn dich nun der Ewige, dein Gott, in das Land bringt, das er dir zu
geben deinen Eltern Awraham, Jizchak und Jaakow geschworen hat, du große und
vortreffliche Städte findest, die du nicht erbaut hast, 11 Häuser alles
Guten voll, die du nicht angefüllt hast, ausgehauene Zisternen, die du nicht
ausgehauen hast, Wein- und Ölberge, die du nicht angelegt hast, und dies
alles in Überfluss genießt, 12 so nimm dich in Acht, dass du nicht des
Ewigen vergessest, der dich aus dem Land Mizrajim, aus dem Sklavenhaus,
geführt hat. Den Ewigen, deinen Gott, sollst du fürchten, ihn
gottesdienstlich verehren und bei seinem Namen schwören. 14 Folgt nicht
fremden Göttern von den Göttern der Völker, die um euch her sind, 15 denn
ein eifervoller Gott, der Ewige, dein Gott, ist unter dir, dass sein Zorn
nicht über dich entbrenne und er dich vom Erdboden vertilge.
16 Stellt den Ewigen, euren Gott, nicht auf die Probe, wie ihr es zu Massah
getan habt. 17 Haltet alle Gebote des Ewigen, eures Gottes, seine Zeugnisse
und Gesetze, die er euch vorgeschrieben hat. 18 Tue, was in den Augen des
Ewigen recht und gut ist, so wird es dir wohl ergehen, du wirst hinkommen
und das vortreffliche Land einnehmen, das der Ewige deinen Eltern
zugeschworen hat, 19 wobei der Ewige verheißen hat, deine Feinde vor dir her
zu verjagen.
20Wenn dein Sohn dich künftig fragt: "Was für eine Bewandtnis hat es mit den
Zeugnissen, Gesetzen und Rechten, die euch der Ewige geboten hat?", also
antworte deinem Sohn: "Wir waren in Mizrajim Sklaven des Pharao. Der Ewige
aber hat uns mit starker Hand aus Mizrajim geführt. 22 Dabei hat der Ewige
an Mizrajim, an Pharao selbst und an seinen Bedienten vor unseren Augen
große Zeichen und Wunder zur Strafe getan 23 und uns von da hinweggeführt,
um uns hierher zu bringen und uns das Land zu geben, das er unseren Eltern
zugeschworen hat. 24 Da gebot uns der Ewige, unser Gott, nach allen diesen
Gesetzen zu leben, ihn, den Ewigen, unseren Gott, zu fürchten, damit es uns
zu allen Zeiten wohl ergehe und wir so leben mögen, wie es jetzt geschieht.
25 Auch wird es uns dabei zur Gottseligkeit gerechnet, wenn wir vor dem
Ewigen, unserem Gott, alle die Gebote halten, wie er sie uns vorgeschrieben
hat.
7.Leser
7.Kapitel
1 Wenn der Ewige, dein Gott, dich in das Land bringt, dahin du jetzt
gehst, um es einzunehmen, und große Nationen vor dir vertreibt, den Chitti,
Girgaschi, Emori, Kenaani, Perisi, Chiwi und Jewusi, sieben Nationen, die
zahlreicher und mächtiger sind als du 2 der Ewige, dein Gott, sie in deine
Gewalt gibt, dass du sie schlägst, so sollst du sie bannen. Mache keinen
Bund mit ihnen und lass ihnen keine Gnade widerfahren. 3 Verschwägere dich
nicht mit ihnen. Gib deine Tochter nicht seinem Sohn und nimm seine Tochter
nicht für deinen Sohn, 4 denn er würde deinen Sohn von mir wegführen, dass
sie anderen Göttern dienten. So würde der Zorn des Ewigen gegen euch
entbrennen und dich gar bald ausrotten. 5 Ihr müsst vielmehr folgender
Gestalt mit ihnen verfahren: ihre Altäre umreißen, ihre Bildsäulen
zerschlagen, ihre Haine umhauen und ihre geschnitzten Bilder verbrennen. 6
Denn du bist ein dem Ewigen, deinem Gott, geheiligtes Volk. Dich hat der
Ewige, dein Gott, erwählt, sein leibeigenes Volk zu sein, aus allen Völkern,
die auf der Erde sind. 7 Nicht weil ihr etwa zalreicher als andere Völker
wäret, hat euch der Ewige angenommen und erwählt, denn in Wahrheit seid ihr
die wenigsten unter allen Völkern, 8 sondern bloß, weil der Ewige euch liebt
und den Eid halten will, den er euren Eltern geschworen hat, hat er euch mit
starker Hand aus Mizrajim geführt und aus dem Sklavenhause, von der Hand
Pharaos, Königs zu Mizrajim, errettet.
9 Erkenne also, dass der Ewige, dein Gott, wahrer Gott sei, ein treuer Gott,
der seinen Bund hält und Gnade erzeigt denen, die ihn lieben und seine
Gebote halten, bis in das tausendste Geschlecht. 10 Seinen Hassern aber
vergilt er vor ihren Augen (auf der Stelle) und reibt sie auf. Er trägt es
seinem Hasser nicht lange nach, sondern vergilt ihm vor seinem Angesicht. 11
Beachte also das Gebot, die Gesetze und Rechte, die ich dir jetzt zur
Ausübung vorschreibe.
[HEBRÄISCH]
>> Ekew
Der
Inhalt dieser Gedanken ist heilig, Darum sollte dieses Papier nicht zerstört
oder weggeworfen werden.
Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
Zum
Inhaltsverzeichnis: haGalil onLine
Moses Mendelssohn:
Betrachtungen zur
Bibelübersetzung
Als die deutsche Judenheit in dem großen geistigen
Aufschwung der 1830er und der 1840er Jahre nach einer deutschen Bibel
verlangte, rangen nicht weniger als drei Unternehmen gleichzeitig um den
Kranz: Zunz, Salomon, Johlson, etwas später dann Philippson; Mendelssohns
Pentateuch galt als nicht vorhanden... |