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Koscher leben...
 
 

Besprechung zum Wochenabschnitt

PARASCHAT BEHAR (Wajikra 25,1 - 26, 2)

Schmitta eine vielseitige Mizwa

"Und G'tt sprach zu Mosche auf dem Berg Sinaj wie folgt. Sprich zu den Bnej Jisrael und sage ihnen: wenn ihr in das Land kommt, das Ich euch gebe, so feiere das Land G'tt einen Schabbat. Sechs Jahre besäe dein Feld aber im siebten Jahr sei ein durch Werkeinstellung zu begehender Schabbat dem Land, ein Schabbat für G'tt: Dein Feld sollst du nicht besäen ..." (Waj. 25, 1-4).

Der auffällige Hinweis auf den Berg Sinai wird vom halachischen Midrasch "Torat Kohanim" kommentiert:

"Was haben die Schmitta-Gesetze mit dem Berg Sinaj zu tun? Stammen doch alle Mizwot vom Sinai? Um zu lehren, dass, so wie Schmitta mit allen Grundbegriffen und allen Einzelheiten am Sinai offenbart worden ist, auch alle Mizwot mit ihren Grundbegriffen und Einzelheiten vom Sinai her offenbart sind."

Doch warum betont die Tora dieses Prinzip ausgerechnet anhand der Mizwa von Schmitta? Es stünden noch 612 weitere zur Verfügung!

Die Antwort liegt in den vielfältigen Aspekten dieser Mizwa:
Im Gegensatz zu anderen Geboten beinhaltet Schmitta alle Beziehungen, die unser Leben umfassen - gegenüber G'tt
- dem Mitmenschen
- der Umwelt
- und gegenüber uns selbst
.

- Indem wir im Schmitta-Jahr auf die Bearbeitung der Felder verzichten, bringen wir zum Ausdruck, dass G'tt der eigentliche Eigentümer von Erez Jisrael ist, der es einzig dem jüdischen Volk als Besitz anvertraut hat: "denn Mein ist das Land, denn Fremde und Bewohner seid ihr bei Mir" (Waj. 2S, 23). Der Verzicht auf Ackerbau und Säen im siebten Jahr setzt Vertrauen auf G'ttes Hilfe voraus, Hilfe, die G'tt auch verspricht; "So werde Ich euch Meinen Segen im sechsten Jahr bestellen, es wird den Ertrag für drei Jahre schaffen." (Waj. 25, 21). Wir sollen erkennen, wem wir Erez Jisrael zu verdanken haben, keinem UNO-Vollversammlungsbeschluss und keiner gnädig gewährten diplomatischen Anerkennung von oft zutiefst feindlich gesinnten Nationen; es ist G'tt, der die Geschicke von Am Jisrael und Erez Jisrael leitet.

- Der Ertrag des siebten Jahres steht allen gleichermassen zur Verfügung, während einem Jahr ist der private Grundbesitz aufgehoben: "Und es sei die Feier des Landes für euch zum Essen, für dich und deinen Knecht und deine Magd und für deinen Mietling und den Fremden, die bei dir weilen, und für dein Vieh und die Tiere, die in deinem Lande, sei all dessen Ertrag zum Essen" (Waj. 25, 6-7).
Ein Handel mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, um Gewinn zu erzielen, ist nicht erlaubt. Wenn eine Fruchtart nicht mehr in dem Masse auf dem Feld vorrätig ist, dass sich die Tiere davon ernähren können, so ist der Besitzer des Feldes verpflichtet, den betreffenden Artikel aus seinen Beständen herauszuräumen und jedem frei zur Verfügung zu stellen ("Biur").

- Vom agrarökonomischen Standpunkt ist das Brachliegen der Felder für gewisse Zeit eine nützliche Anordnung. Während einem Jahr verzichtet der Mensch auf Eingriffe in die Natur.

- Wozu dient die Freistellung von landwirtschaftlicher Arbeit während einem Jahr? Die Mizwa von "Hakhel" gibt uns den richtigen Hinweis: "Nach Ablauf von sieben Jahren, am Sukkotfest des neuen Schmitta-Zyklus ... verlese diese Tora in Gegenwart von ganz Jisrael vor ihren Ohren. Du hast dazu das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder zu versammeln (= 'Hakhel‘), ebenso den Fremden in deinen Toren, damit sie hören und lernen und G'tt, euren G'tt fürchten und gewissenhaft alle Worte dieser Lehre erfüllen" (Dew. 31, 10-12).
Das siebte Jahr dient der geistigen Beschäftigung mit der Tora, dem geistigen "Wiederauftanken" und findet seinen krönenden Abschluss mit der demonstrativen Versammlung des ganzen Volkes an Sukkot. Als "sabbatical year", als akademisches Freijahr, hat dieser Gedanke in der Welt der Universitäten und Hochschulen Eingang gefunden.

Parashath beHar

Bitte beachten Sie: Diese Texte sind heilig - der hebräische Text enthält den Namen G'ttes. Wenn Sie sich diese Seiten ausgedruckt haben, werfen Sie sie nicht weg. Bewahren Sie sie an einem reinen Ort oder geben Sie diese Seiten dem nächsten Rabbinat ab.

Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
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