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Aus Sefer Hachinuch Band III
VAJIKRA 2. Teil, Abschnitt
Kedoschim
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WAJIKRA (3. BUCH MOSES)
In
der
PARASCHAT KEDOSCHIM
(3. Buch Moses 19-20) finden wir 51 Mizvot: 13 Gebote und 38 Verbote. Jede
einzelne Mizvvah wird im Sefer haChinuch, auch Sefer haMizvoth genannt,
behandelt.
Mizvah 212
Die Mizvah der Ehrfurcht vor Vater und Mutter
Es ist ein Gebot, vor den Eltern Ehrfurcht zu haben; das heißt, ein
Mensch soll sich gegenüber seiner Mutter und seinem Vater so benehmen, wie
man sich gegenüber jemandem benimmt, vor dem man Ehrfurcht hat, denn es
steht:
"Jeder sei vor Mutter und Vater ehrfürchtig" (Leviticus 19,3). In den
Worten des Sifra (ein
Kommentar zum Sefer VAJIKRA): "Was ist Ehrfurcht? Man setze sich
nicht an seinen Platz (eines Elternteils), spreche nicht an seiner Stelle
und widerspreche nicht seinen Worten'".
Einen Grundgedanken der Mizwah schrieb ich bei der Mizwah der Ehrung der
Eltern (Mizwah 31) im Abschnitt Jithro.
Zu den Vorschriften der Mizwah gehört, was die Gelehrten s'l sagten
2: "Wie weit geht die Ehrfurcht
vor Vater und Mutter? Selbst wenn sie ihn schlagen und in sein Gesicht
spucken, darf er sie nicht beschämen." Dennoch befahlen die Gelehrten, dass
ein Mann seinen erwachsenen Sohn nicht schlagen darf, da er dabei [das
Verbot] "einem Blinden sollst du kein Hindernis in den Weg legen"
(Leviticus 19,14; Mizwah 232) übertritt 3;
eine Person kann dafür in den Bann gesetzt werden.
Ferner sagten die Gelehrten s'l
4 über die Strenge dieser
Mizwah, dass selbst wenn Vater und Mutter um ihren Verstand gekommen sind,
ein Sohn versuchen muss, mit ihnen entsprechend ihrem Verständnis
respektvoll umzugehen. Sind sie jedoch extrem gestört, kann er sie lassen
und jemanden für sie bestimmen, der sich um sie kümmert, wenn er diese
Möglichkeit hat.
Ein Bastard 5 ist zur Ehrung
seiner Eltern und zur Ehrfurcht vor ihnen verpflichtet, obwohl er nicht
verurteilt wird, wenn er sie schlägt oder verflucht. Ferner unterrichteten
uns die Gelehrten s'l in dieser Angelegenheit 6,
dass wenn Eltern wünschen, dass jemand die Worte der Torah übertritt -
selbst nur eine Verfügung der Weisen 7
- nicht auf sie gehört werden soll. Die restlichen Einzelheiten befinden
sich an [verschiedenen] Stellen im Talmud, die meisten nach meiner Meinung
im Traktat Kiduschin.
Diese Mizwah gilt überall und zu jeder Zeit für Männer und Frauen. Wer
sie übertritt und die Ehrfurcht vor ihnen gering schätzt, missachtet dieses
Gebot, außer es geschah mit Wissen und Einverständnis seines Vaters; denn
wenn ein Vater auf sein Recht auf Respekt verzichtet, gilt dieser Verzicht.
Wird fortgesetzt:
213 - Die Mizvah sich nicht dem Götzendienst zuzuwenden
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Sefer Hachinuch
Die Mizvoth nach der biblischen Chronologie, erklärt und erläutert,
hebräisch und deutsch Band 145.- sFr
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25-04-03
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