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The Ronald S. Lauder Foundation
Beit Midrasch D’BerliN
Ein Projekt des "Lauder
Jüdisches Lehrhaus"
Diese wöchentliche Betrachtung des Toraabschnittes wird von Studenten des Beit
Midrasch D`Berlin herausgegeben. Der Beit Midrasch D`Berlin ist eine Jeschiwa
für die in Deutschland lebenden jüdischen jungen Männer von heute. Es ist die
erste Jeschiwa in Deutschland seit 1938, abgesehen von den provisorischen
Jeschiwot der Überlebenden in den späten 40er und frühen 50er Jahren. Unsere
Studenten lernen Talmud, Bibel, jüdisches Gesetz und jüdische Geschichte, und
verrichten gemeinnützige und erzieherische Arbeit.
beschalach
(Torah:
Schmoth
13:17-17:16,
Haftarah:
Schoftim 4:4-5:31)
Warum musste das Volk Israel 40 Jahre
lang in der Wüste wandern? Warum hat G’tt sie nicht gleich nach ihrem Auszug aus
Ägypten auf direkten Wege ins Land Kanaan geführt, sondern, wie es am Anfang
unseres heutigen Wochenabschnitts „Beschalach“ zu lesen steht, „den Weg der
Wüste“ zum Rotem Meer? Auf diese Frage gibt es sicher viele Antworten. Der
wichtigste Grund ist jedoch der, dass die Generation die als Sklaven der Ägypter
aufgewachsen war, nicht in der Lage war, das Land Kanaan zu erobern und zu
halten. Sie h’tten einfach nicht genug Selbstsicherheit, Willensstärke und das
Vertrauen, das G´tt ihnen bei all dem helfen würde, gehabt. Aber woher wissen
wir das? Ist nicht diese Generation mit Mosche von vielen Wundern begleitet aus
Ägypten gezogen? Raschi sagt in seinem Kommentar zu Schmot 18, dass nur jeder
fünfte Jude aus Ägypten rausgegangen ist. Die anderen hatten Angst, sich G´tt
völlig anzuvertrauen, ihr „zu Hause“ zu verlassen und es gegen die wilde Wüste
zu tauschen. Haben die, die sich für diesen schweren Schritt entschieden haben
ihren Glauben nicht schon genug bewiesen?
Der Glaube allein reicht nicht. Dieser
Wochenabschnitt beschreibt viele verschiedene und unglaubliche Ereignisse. Zur
aller erst natürlich die Spaltung des Roten Meeres, der größte Triumph G`ttes,
vor Mosche und dem ganzen jüdischen Volk. Dann das himmlische Manna, das Brot
vom Himmel, das unabhängig von jedem Naturgesetz sich direkt dem Wort G`ttes
unterstellte. Ein täglich wiederkehrendes Wunder. Außerdem wich die G´ttliche
Gegenwart während der ganzen Reise nicht von der Seite des Volkes – sie war als
Feuersäule in der Nacht und als Wolkensäule am Tage ständig sichtbar.
Und trotz dieser Wunder hören die
Menschen nicht auf zu murren. Zuerst fehlt es ihnen an Essen. Dann als das Volk
nach Refidim kommt, verlangen sie von Mosche Wasser. Obwohl es in der Tora steht
„... und es gab nicht genug Wasser für das Volk zu trinken...“, erklären viele
der Weisen z.b. R. Elieser Aschkenasi in seinem Werk „Ma´ase Haschem“, sowie
Ha-Ketaw Vekabbelah“, dass das Volk durchaus genug Wasser gehabt hätte,
wenn es nicht so große Portionen verlangt hätte, um alle ihre Gefäße bis zum
Rand mit Wasser füllen zu können. Der Grund für ihr Murren war nicht wirklich
Durst, sie wollten nur G`tt testen. „Ist G`tt wirklich in unserer Mitte oder
nicht?“ – sagten sie. Aber hatten sie nicht bereits genug Beweise dafür? G`tt
entspricht ihrer Bitte und gibt Mosche die Möglichkeit, noch ein Wunder mit
Hilfe seines Stabes zu vollführen – er bringt Wasser aus einem Stein. Mosche
nennt daraufhin den Platz „Massa Umeriwa“ – die Herausforderung und das Murren,
weil hier das jüdische Volk G`tt herausgefordert hat. Und hier sehen wir den
grundlegenden Fehler des Volkes, der sich trotz ihrer hohen geistigen Stufe mit
der Schwere der Wanderung durch die Wüste hier offenbarte – ihr Glaube war nicht
bedingungslos. Sie machen ihn von den Wundern, die G`tt für sie tat, abhängig.
Sie erwarteten eine Belohnung dafür. Sie verstanden nicht, dass der Glaube und
die Nähe zu Ihm selber die Belohnung ist. Mit seinen Glauben an G`tt tut der
Mensch G`tt keinen Gefallen. Vielmehr umgekehrt – G`tt in seiner unendlichen
Güte gibt dem Mensch die Möglichkeit seine Nähe zu Ihm zu genießen.
Gerade zur Zeiten des Leidens
sollte unser Glaube stärker werden.
Als Bestrafung für diesen Mangel, lässt G`tt es zu, das Amalek das Volk Israel
angreift, wovon uns der nächste Abschnitt unserer Parascha berichtet. Hier
eröffnet sich uns ein weiterer Grund, warum ein Generationenwechsel nötig war,
um ins Land Israel zu kommen – die Charakterschwäche des Volkes Israel.
Aufgewachsen unter dem ägyptischen Joch, erzogen als Sklaven, waren sie nicht in
der Lage die Waffen zu benutzen, die sie zweifellos besaßen, wie es in Schmot 18
heißt: „Bewaffnet gingen die Söhne Israels aus dem Land Mizrajim“. Die Gemeinde
Israels zählte zu dieser Zeit Sechshunderttausend Männer zwischen achtzehn und
sechzig Jahren. So einer Armee hätte niemand standgehalten, hätte sie genügend
Kampfgeist getragen und von dem Vertrauen zu G`tt erfüllt gewesen. Jedoch nur
Dank des Gebetes von Mosche gelingt es dem Volk Israel Amalek zu besiegen.
Aus den letzten Wörtern unseres
Wochenabschnittes: „G´tt setzt den Kampf gegen Amalek fort, von Generation zu
Generation“, sehen wir dass dieser Krieg noch nicht vorbei ist. Während des
Kampfes in der Wüste wurde Amalek nicht vollständig vernichtet. G`tt verbat dies
zu tun, denn kein Volk kann vernichtet werden solange sein geistiges Ebenbild
existiert. Jedes Volk hat so einen „Schutzengel“ und bei Amalek ist dies das
Prinzip des Bösen selbst, in dem gleichzeitig die Sünden des jüdischen Volkes
repräsentiert werden. Somit fügen wir, mit jeder unserer Sünden, nicht nur uns
selber einen moralischen Schaden zu, sondern stärken auch unseren schlimmsten
geistigen Feind. Und nur wenn es uns gelingt, uns von allem Schlechten zu
befreien, wird auch die Manifestation des Bösen in der Welt ausgelöscht werden.
Unsere Treue ist unsere stärkste Waffe.
Halacha – Das jüdische Gesetz
Tu’Bischvat (15. Schvat) ist das Neujahr
für die Bäume und die Natur. Es ist Brauch viele verschiedene Früchte zu essen.
Daher möchten wir hier die wichtigsten Regeln der Brachot (der Segensprüche)
über Früchte zusammenfassen.
Die Bracha über Baumfrüchte, Baruch ata
Ad-o-nai, Elo-hei-nu melech haolam, „bore pri Haez“ (z.B.: Äpfel, Birnen,
Kirschen, Mangos), wird direkt vor dem Verzehr der Früchte gesagt. Wenn man auch
Früchte hat, die der Bracha ... „bore pri ha´adama“ bedürfen
(z.B. Bananen, Ananas, Erdbeeren, Melonen) isst man sie nach dem Verzehr der
Baumfrucht.
Eine weitere wichtige Bracha, die man
immer dann sagt, wenn man Früchte genießt, die man in dieser Saison noch nicht
gegessen hat ist „Schehechejanu wekijemanu wehigianu lasman hase“. Diese Bracha
folgt direkt nach der eigentlichen Bracha für die Frucht, aber noch vor dem
Essen. Wenn man mehrere Früchte hat, die man noch nicht verzehrt hat, muss man
die Bracha nur einmal sagen. Tu’Bischvat wird dieses Jahr am 28.Januar sein.
„Hüte deine Zunge“
Für jede Sekunde, im Laufe derer der Mensch schweigt, wird er eine solch hohe
Auszeichnung bekommen, mit der sogar die Engel nicht ausgezeichnet werden“
(Igeret-Hagra).
In jeder Situation muss man die Taten
oder die Worte anderer Menschen von der guten Seite bewerten. Auf Iwrit heißt es
– ladun kol adam lechaf s’chut, über jeden zu richten, ihn rechtfertigend (und
nicht tadelnd). Wenn man die Taten seines Nächsten auf zwei Weisen
interpretieren kann, eine positiv und eine negativ, so ist man verpflichtet, sie
positiv zu bewerten.
Wenn ein Mensch, die Tat von jemandem
tadelnd, seinen Nächsten negativ beurteilt, und jenen als einen Verbrecher oder
schlechten Menschen präsentiert, so begeht er nicht nur die Sünde von
Laschon-Hara, sondern verletzt auch das Gebot: „Richte über Deinen Nächsten
gerecht“ (Wajikra 19:15).
The Ronald S. Lauder
Foundation
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tel: 030-440 10 207, fax: 030-404 10 162
e-mail:
beitmidrasch@web.de
Torah:
beShalah, Ex 13:17-17:16
Haftarah: Richter 4:4-5:31
Die Durchquerung des
Schilfmeeres:
Jam Suf
Paraschat B’Schalach, Exodus 13-17: Die
grosse Schlacht zwischen den Kräften des Lebens und den Kräften des Todes war
vorbei. Die Kinder Israel wurden aus Ägypten, dem „engen“ Land, dem Land der
Unterdrückung und Knechtschaft[i],
in die weite, offene, ungezügelte Wüste verjagt...
Zum Wochenabschnitt beSchalach:
Was hat
Er für uns getan?
Wie würde ein moderner Psychiater die Menschen der Torah
beschreiben?...
Sidra Beschalach:
Und
du sollst auf den Felsen schlagen
Diese Sidra
berichtet über eine Reihe von Unzufriedenheiten des Volkes, die letzte in
Rephidim. Beim ersten Anlaß hören wir die Israeliten ihr Schicksal beklagen...
Zum Inhaltsverzeichnis: haParashah
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
Zum Inhaltsverzeichnis: haGalil
onLine
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