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Koscher leben...
 
 

"BeReshith bara Elohim et haShamajim
v'et haArez, v'haArez hajtah tohu v'bohu..."

[Hebrew...]
Lassen Sie sich entführen zum Vortrag der ersten Worte der Torah.
Diese historische Aufnahme stammt aus einer italienischen Synagoge.

Im Anfang schuf G'tt den Himmel und die Erde.

Franz Rosenzweig und Martin Buber
Text von BeReshith 1,1-2,4a nach der Verdeutschung der Schrift von M. Buber u. F. Rosenzweig (auch als Tb: Die Schrift Tb)

Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Braus G'ttes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
G'tt sprach: Licht werde! Licht ward.G'tt sah das Licht: daß es gut ist.
G'tt schied zwischen dem Licht und der Finsternis.
G'tt rief dem Licht: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht!
Abend ward und Morgen ward: Ein Tag.

G'tt sprach:
Gewölb werde inmitten der Wasser
und sei Scheide von Wasser und Wasser!
G'tt machte das Gewölb
und schied zwischen dem Wasser,
das unterhalb des Gewölbs war
und dem Wasser, das oberhalb des Gewölbs war.
Es ward so.
Dem Gewölb rief G'tt: Himmel!
Abend ward und Morgen ward: zweiter Tag.

G'tt sprach:
Das Wasser unterm Himmel staue sich an einem Ort,
und das Trockne lasse sich sehn!
Es ward so.
Dem Trocknen rief G'tt: Erde!
und der Stauung der Wasser rief er: Meere!
G'tt sah, daß es gut ist.
G'tt sprach:
Sprießen lasse die Erde Gesproß,
Kraut, das Samen samt,
Fruchtbaum, der nach seiner Art Frucht macht
darin sein Same ist,
auf der Erde!
Es ward so.
Die Erde trieb Gesproß,
Kraut, das nach seiner Art Samen samt,
Baum, der nach seiner Art Frucht macht
darin sein Same ist.
G'tt sah, daß es gut ist.
Abend ward und Morgen ward: dritter Tag.

G'tt sprach:
Leuchten seien am Gewölb des Himmels,
zwischen dem Tag und der Nacht zu scheiden,
daß sie werden zu Zeichen, so für Gezeiten so für Tage und Jahre,
und seien Leuchten am Gewölb des Himmels, über die Erde zu leuchten!
Es ward so.
G'tt machte die zwei großen Leuchten,
die größre Leuchte zur Waltung des Tags
und die kleinere Leuchte zur Waltung der Nacht,
und die Sterne.
G'tt gab sie ans Gewölb des Himmels,
über die Erde zu leuchten, des Tags und der Nacht zu walten,
zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis.
G'tt sah, daß es gut ist.
Abend ward und Morgen ward: vierter Tag.

G'tt sprach:
Das Wasser wimmle, ein Wimmeln lebender Wesen,
und Vogelflug fliege über der Erde
vorüber dem Antlitz des Himmelgewölbs!
G'tt schuf die großen Ungetüme
und alle lebenden regen Wesen, von denen das Wasser wimmelt,
nach ihren Arten,
und allen befittichten Vogel nach seiner Art.
G'tt sah, daß es gut ist.
G'tt segnete sie, sprechend:
Fruchtet und mehret euch und füllt das Wasser in den Meeren,
und der Vogel mehre sich auf Erden!
Abend ward und Morgen ward: fünfter Tag.

G'tt sprach: Die Erde treibe lebendes Wesen nach seiner Art, Herdentier, Kriechgerege und das Wildlebende des Erdlandesnach seiner Art!
Es ward so.
G'tt machte das Wildlebende des Erdlands nach seiner Art
und das Herdentier nach seiner Art
und alles Gerege des Ackers nach seiner Art.
G'tt sah, daß es gut ist.
G'tt sprach:
Machen wir den Menschen in unserem Bild nach unserem Gleichnis!
Sie sollen schalten über das Fischvolk des Meeres,
den Vogel des Himmels, das Getier, die Erde all,
und alles Gerege, das auf Erden sich regt.
G'tt schuf den Menschen in seinem Bilde,
männlich, weiblich schuf er sie.

G'tt segnete sie,
G'tt sprach zu ihnen:
Fruchtet euch und mehret euch und füllet die Erde
und bemächtigt euch ihrer!
schaltet über das Fischvolk des Meers, den Vogel des Himmels
und alles Lebendige, das auf Erden sich regt!
G'tt sprach:
Da gebe ich euch
alles samensäende Kraut, das auf dem Antlitz der Erde all ist,
und alljedem Baum, daran samensäende Baumfrucht ist,
euch sei es zum Essen,
und allem Lebendigen der Erde, allem Vogel des Himmels,
alles, was auf Erden sich regt, darin lebendes Wesen ist,
alles Grün des Krauts zum Essen.
Es ward so.
G'tt sah alles, was er gemacht hatte,
und da, es war sehr gut.
Abend ward und Morgen ward: der sechste Tag.

Vollendet waren der Himmel und die Erde und all ihre Schar.
Vollendet hatte G'tt am siebenten Tag seine Arbeit, die er machte,
und feierte am siebenten Tag von all seiner Arbeit, die er machte.
G'tt segnete den siebenten Tag und heiligte ihn,
denn an ihm feierte er von all seiner Arbeit, die machend G'tt schuf.

Dies sind die Zeugungen des Himmels und der Erde: ihr Erschaffensein.

BeReshith 1,1-2,4a, s. auch Shmoth/Exodus 20

Quellen:
Hirsch, Leo - Juedische Glaubenswelt - Victor Goldschmidt Verlag, Basel, 1978.
Sidur S'fath Emeth - Victor Goldschmidt Verlag, Basel, 1972.
Die Schrift nach Buber - Rosenzweig

Aus der Rede Gershom Scholems während einer kleinen Feier zum Abschluß der Arbeit an der Schriftverdeutschung (1961):

"Inzwischen ... ist Ihr Werk durch mehr als den Schmelztiegel der Kritik gegangen. Es hat sich als historische Leistung bewährt... Und der stärkste, hartnäckigste und entschlossenste Kritiker ihres Werkes waren Sie selbst, der Künstler, der Sprachmeister und der homo religiosus, der unablässig um die Genauigkeit und Ausdrucksfülle rang, die Ihren lntentionen allein entsprechen konnten. Sie machen dem Leser nichts vor und schenken ihm nichts. ...

Nirgends haben Sie geglättet, nirgends haben Sie etwas gefällig gemacht. Ja, im Gegenteil: Sie haben ein besonderes Ohr dafür gehabt, wo auch im scheinbar problemlosen Fluß die Klippen und Schwierigkeiten stecken. Ich hätte fast gesagt: Sie haben den Text aufgerauht, um ihn so desto unmittelbarer an den von solcher Rede betroffenen Leser heranzubringen. ...

Kein Füllwort, keine Übergänge, wo das Hebräische keine kennt. Keine Firlefanzereien mit dem Erhabenen, wo es in seiner eigenen Größe und Grobheit dasteht. ... In dieser Genauigkeit, die sich nichts vorzumachen sucht, liegt auch ein weiterer Segen Ihres Werkes. Ihre Übersetzung ist nämlich nicht nur Übersetzung, sie ist, ohne doch ein Wort der Erklärung als solche hinzuzufügen, zugleich auch Kommentar."

Zum Eingang: Jahaduth
Falls Sie es noch nicht herausgefunden haben: Jahaduth ist Judentum auf hebraeisch



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