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Parashath beChukotaj
VaJikra (Leviticus / III. B.M.) 26:3-27:34

-26,3-
Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Gebote haltet und sie tut,
-26,4-
dann werde ich euch den Regen geben zu seiner Zeit, und das Land wird
seinen Ertrag geben, und die Baeume des Feldes werden ihre Frucht geben.
-26,5-
Und die Dreschzeit wird bei euch bis zur Weinlese reichen, und die
Weinlese wird bis zur Saatzeit reichen. Und ihr werdet euer Brot essen
bis zur Saettigung und werdet sicher in eurem Land wohnen.
- 26,6-
Und ich werde Frieden im Land geben, dass ihr euch niederlegt und es
niemand gibt, der aufschreckt. Und ich werde die boesen Tiere aus dem
Land austilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen.
-26,7-
Und ihr werdet euren Feinden nachjagen, und sie werden vor euch durchs
Schwert fallen. -26,8-
Fuenf von euch werden hundert nachjagen, und hundert von euch werden
zehntausend nachjagen, und eure Feinde werden vor euch durchs Schwert
fallen. -26,9-
Und ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch
mehren und meinen Bund mit euch aufrechterhalten.
-26,10-
Und ihr werdet das altgewordene essen und das alte vor dem neuen
wegraeumen muessen. -26,11-
Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird
euch nicht verabscheuen. -26,12-
Und ich werde in eurer Mitte leben und werde euer G'tt sein, und ihr
werdet mein Volk sein. -26,13-
Ich bin der EWIGE, euer G'tt, der ich euch aus dem Land Aegypten
herausgefuehrt habe, damit ihr nicht ihre Knechte sein solltet. Und ich
habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.
-26,14-
Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht all diese Gebote tut
-26,15- und
wenn ihr meine Ordnungen verwerft und eure Seele meine
Rechtsbestimmungen verabscheut, so dass ihr nicht alle meine Gebote tut
und dass ihr meinen Bund brecht,
-26,16-
dann werde ich meinerseits euch dieses tun: Ich werde Entsetzen ueber
euch verhaengen, Schwindsucht und Fieberglut, die die Augen erloeschen
und die Seele verschmachten lassen. Und ihr werdet vergeblich euren
Samen saeen, denn eure Feinde werden ihn verzehren.
-26,17- Und
ich werde mein Angesicht gegen euch richten, dass ihr vor euren Feinden
geschlagen werdet. Und eure Hasser werden ueber euch herrschen, und ihr
werdet fliehen, obwohl niemand euch nachjagt.
-26,18-
Und wenn ihr mir daraufhin nicht gehorcht, dann werde ich fortfahren,
euch zu zuechtigen, siebenmal wegen eurer Suenden.
-26,19-
Und ich werde euren starken Hochmut brechen und werde euren Himmel wie
Eisen machen und eure Erde wie Bronze.
-26,20-
Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen
Ertrag nicht geben, und die Baeume des Landes werden ihre Frucht nicht
geben.
-26,21-
Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt und mir nicht gehorchen wollt,
dann werde ich euch weiter schlagen, siebenfach nach euren Suenden.
-26,22-
Und ich werde die Tiere des Feldes unter euch senden, dass sie euch
kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch verringern, und eure
Wege sollen oede werden.
-26,23-
Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen lasst und euch mir
entgegenstellt, -26,24-
dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen, und ich
meinerseits werde euch schlagen, siebenfach wegen eurer Suenden.
-26,25-
Und ich werde das Schwert ueber euch bringen, das die Rache des Bundes
vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Staedte zurueck, dann werde ich
die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes
gegeben werden. -26,26-
Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer
Brot in einem Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurueckgeben
nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden.

-26,27-
Und wenn ihr bei alldem mir nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt,
-26,28-
dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde
euch zuechtigen wegen eurer Suenden, siebenfach.
-26,29-
Und ihr werdet das Fleisch eurer Soehne essen, und das Fleisch eurer
Toechter werdet ihr essen. -26,30-
Und ich werde eure Hoehen austilgen und eure Raeucheraltaere ausrotten, und
ich werde eure Leichen auf die Leichen eurer Goetzen werfen, und meine Seele
wird euch verabscheuen. -26,31-
Und ich werde eure Staedte zur Truemmerstaette machen und eure Heiligtuemer
oede machen, und ich werde euren wohlgefaelligen Geruch nicht riechen.
-26,32-
Und ich werde das Land oede machen, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich
darueber entsetzen sollen.
-26,33-
Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert
hinter euch herziehen. Euer Land wird eine Oede und eure Staedte werden eine
Truemmerstaette sein. -26,34-
Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen, all die Tage
seiner Veroedung, waehrend ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird
das Land ruhen und seine Sabbate ersetzt bekommen.
-26,35-
All die Tage seiner Veroedung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten
geruht hat, als ihr darin wohntet. -26,36-
Und die Uebriggebliebenen von euch - in ihr Herz werde ich Verzagtheit
bringen in den Laendern ihrer Feinde: und das Rauschen eines verwehten
Blattes wird sie verfolgen, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwert
flieht, und fallen, obwohl niemand sie verfolgt. -26,37-
Und sie werden einer ueber den andern hinstuerzen wie vor dem Schwert,
obwohl niemand sie verfolgt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht
standhalten koennen. -26,38-
Ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch
fressen. -26,39-Und
die Uebriggebliebenen von euch werden in den Laendern eurer Feinde vergehen
in ihrer Schuld und auch in der Schuld ihrer Vaeter mit ihnen vergehen.
-26,40-
Und sie werden ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Vaeter, die in
ihrer Untreue, mit der sie an mir treulos gehandelt haben, und besonders
darin, dass sie sich mir entgegengestellt haben.
-26,41- Ich
meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer
Feinde bringen, ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demuetigt und sie
endlich ihre Schuld bezahlen. -26,42-
Dann werde ich an meinen Bund mit Ja'akow denken. Und auch an meinen Bund
mit Jizhak und auch an meinen Bund mit Awraham werde ich denken, und an das
Land werde ich denken. -26,43-
Denn das Land muss von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Veroedung
ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt, und sie selbst werden ihre Schuld
bezahlen, darum, ja deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen
haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat.
-26,44-
Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie
nicht verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen,
meinen Bund mit ihnen ungueltig zu machen; denn ich bin der EWIGE,
ihr G'tt.
-26,45-
Und ich werde fuer sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus
dem Land Aegypten vor den Augen der Nationen herausgefuehrt habe, um ihr
G'tt zu sein. Ich bin der EWIGE.
-26,46-
Das sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen und die Gesetze, die der
EWIGE zwischen sich und den Soehnen Israel auf dem Berg Sinai durch
Moshè gegeben hat.

- 27,1-
Und der EWIGE
redete zu Moshè: -27,2-
Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn jemand ein Geluebde
leistet, dann sollen die Personen fuer den EWIGEN nach Schaetzung
sein: -27,3-
Wenn deine Schaetzung einen Mann von zwanzig Jahren bis zu sechzig
Jahren betrifft, dann sei deine Schaetzung fuenfzig Schekel Silber, nach
dem Schekel des Heiligtums. -27,4-
Und wenn es eine Frau ist, dann sei die Schaetzung dreissig Schekel.
-27,5- Und
wenn es von fuenf Jahren bis zu zwanzig Jahren ist, dann sei deine
Schaetzung eines maennlichen zwanzig Schekel und einer weiblichen zehn
Schekel. -27,6-
Und wenn es von einem Monat bis zu fuenf Jahren ist, dann sei die
Schaetzung eines maennlichen fuenf Schekel Silber und die Schaetzung
einer weiblichen drei Schekel Silber.
-27,7- Und
wenn es von sechzig Jahren und darueber ist, dann sei die Schaetzung,
wenn maennlich, fuenfzehn Schekel und wenn weiblich zehn Schekel.
-27,8- Und
wenn der, der das Geluebde getan hat, zu arm ist fuer die Schaetzung,
dann soll man ihn vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn
schaetzen; nach dem Verhaeltnis dessen, was die Hand des Gelobenden
aufbringen kann, soll der Priester ihn schaetzen.
-27,9-
Und wenn es Vieh ist, von dem man dem EWIGEN eine Opfergabe
darbringt, dann soll alles, was man dem EWIGEN
davon gibt, heilig sein. -27,10-
Man soll es nicht auswechseln und nicht vertauschen, ein gutes gegen ein
schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Und wenn man dennoch
Vieh gegen Vieh vertauscht, dann soll es selbst bleiben, das
eingetauschte aber wird heilig werden.
-27,11-
Wenn es aber irgendein unreines Vieh ist, von dem man dem EWIGEN
keine Opfergabe darbringt, dann soll man das Vieh vor den Priester
stellen, -27,12-
und der Priester soll es schaetzen, ob es gut oder schlecht ist; nach
der Schaetzung des Priesters, so soll es sein.
-27,13-
Wenn man es aber unbedingt einloesen will, dann soll man zu der
Schaetzung ein Fuenftel hinzufuegen.
-27,14-
Und wenn jemand sein Haus als etwas Heiliges fuer den EWIGEN
heiligt, dann soll es der Priester schaetzen, ob es gut oder schlecht
ist. Wie der Priester es schaetzt, so soll es feststehen.
-27,15-
Und wenn der Heiligende sein Haus einloesen will, dann soll er das
Fuenftel des Geldes der Schaetzung darueber hinaus hinzufuegen, und es
soll ihm gehoeren.
-27,16-
Und wenn jemand vom Feld seines Eigentums dem EWIGEN heiligt,
dann soll die Schaetzung nach dem Verhaeltnis seiner Aussaat sein: ein
Homer Gerste Aussaat fuer fuenfzig Schekel Silber.
-27,17-
Wenn er vom Joweljahr an sein Feld heiligt, soll es gemaess der
Schaetzung feststehen. -27,18-
Wenn er aber nach dem Jowel sein Feld heiligt, dann soll der Priester
ihm das Geld berechnen nach dem Verhaeltnis der Jahre, die bis zum
Joweljahr uebrig sind; das soll von der Schaetzung abgezogen werden.
-27,19-
Wenn aber der Heiligende das Feld unbedingt einloesen will, dann soll er
das Fuenftel des Geldes deiner Schaetzung darueber hinaus hinzufuegen,
und es soll ihm verbleiben.
-27,20-
Wenn er aber das Feld nicht einloest oder wenn er das Feld an einen
andern Mann verkauft, kann es nicht wieder eingeloest werden.
-27,21-Und
das Feld soll, wenn es im Joweljahr frei ausgeht, fuer den EWIGEN
heilig sein wie ein gebanntes Feld. Es soll dem Priester als Eigentum
gehoeren.
-27,22-
Und wenn er ein von ihm gekauftes Feld, das nicht zum Feld seines
Eigentums gehoert, dem EWIGEN heiligt,
-27,23-
dann soll ihm der Priester den Betrag der Schaetzung berechnen bis zum
Joweljahr. Er soll die Schaetzung am gleichen Tag als etwas fuer den
EWIGEN
Heiliges entrichten. -27,24-
Im Joweljahr soll das Feld wieder an den kommen, von dem er es gekauft
hatte, an den, dem das Land als sein Eigentum gehoerte.
-27,25-
Und alle Schaetzung soll nach dem Schekel des Heiligtums geschehen;
zwanzig Gera soll der Schekel sein.

-27,26-
Nur das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt dem EWIGEN
gehoert, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Rind oder ein Schaf, es
gehoert dem EWIGEN.
-27,27-
Wenn es aber vom unreinen Vieh ist, dann soll man es ausloesen nach der
Schaetzung und sein Fuenftel darueber hinzufuegen. Und wenn es nicht
ausgeloest wird, dann soll es verkauft werden nach der Schaetzung. -
-27,28-
Jedoch alles Gebannte, das jemand fuer den EWIGEN mit dem Bann
belegt, von allem, was ihm gehoert, von Mensch oder Vieh oder vom Feld
seines Eigentums, darf nicht verkauft und nicht eingeloest werden. Alles
Gebannte ist dem EWIGEN
hochheilig.
-27,29-
Alles Gebannte, das an Menschen mit dem Bann belegt wird, darf nicht
ausgeloest werden: es muss getoetet werden.
-27,30-
Und der ganze Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der
Baeume, gehoert dem EWIGEN; es ist dem EWIGEN heilig.
-27,31-
Wenn aber jemand von seinem Zehnten einloesen will, dann soll er sein
Fuenftel hinzufuegen.
-27,32-
Und der ganze Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Stab
vorueberzieht, das Zehnte soll fuer den EWIGEN heilig sein.
-27,33-
Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, und darf es nicht
vertauschen. Wenn man es dennoch irgend vertauscht, wird es selbst bleiben,
das Eingetauschte aber wird heilig werden; es darf nicht eingeloest werden.
-27,34-
Das sind die Gebote, die der EWIGE dem Moshè auf dem Berg Sinai an
die Soehne Israel aufgetragen hat.
Sof Sefer vaJikra
Die Tora
in jüdischer Auslegung:
Band III - Vajikra /
Levitikus
Der Kommentar zur "Lehre der Priesterschaft"
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