Judentum und Israel
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Grundlagen und Erklärungen zur jüdischen Religion:
  • BeReshith - Im Anfang - Das erste Kapitel der Thorah in der Buber-Rosenzweig Übersetzung

  • Die zehn Gebote
    (Asereth haDib'roth)

Klassische Texte:

  • Der Kusari - Jehudah haLevis "Buch des Beweises und Argumentes zur Vertheidigung des gering geschätzten Glaubens"

haRaMBaM:
Rabbi Moses Ben Maimon

Mosheh Ben Maimon:
Moreh Newukhim


Lehrer der Beschämten

Die Dreizehn Glaubenssätze:
Schloschah-'Asar 'Ikarim

1935 schrieb Leo Hirsch in seiner 'Praktischen Judentumskunde': "Es ist nicht Pflicht, aber guter Brauch, dass jeder Jude an jedem Tage die biblischen Zehn Gebote und die dreizehn Glaubensartikel, in welche der grosse Maimonides (1135-1204) den Extrakt des juedischen Glaubens fasste, lese.

Das Maimonides Denkmal
in Córdoba, der Geburtstadt
des RaMBaM.
(©TmunaGal)

Sfarad

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33kb

Diese Grundsaetze entstanden um das Jahr 1200 C. Verfasst wurden Sie von Rabbiner Moshe Ben Maiman (auch RaMBaM oder Maimonides genannt). Vorausgegangen war der Wunsch, dass auch das Judentum, aehnlich wie andere Religionen, ein allgemein anerkanntes Glaubensbekenntnis* besaesse - auf welches man sich dann, in Diskussionen mit Anhaengern, v.a. des Islam und des Christentums, berufen koennte. Jeder Satz beginnt mit ''Ani maamin b'Emunah shlemah... Ich glaube mit ganzem Glauben...''

* Die Shloshah-Asar Ikarim des RaMBaM wurden in den Sidur (Gebetsbuch) aufgenommen, eine Bedeutung im Sinne eines Dogmas erlangten Sie aber nicht. Das eine einzige Glaubensbekenntnis des Judentums lautet immer noch:

Hoere Jisrael,
'der Ewige' unser G'tt, 
'der Ewige' eins

Man kann vielleicht sagen, dass die Shloshah-Asar Ikarim eine ausführlichere Erlaeuterung des ''Shm'a Jisrael'' sind.

Shm'a Jisrael,
AdoShem Elohejnu,
AdoShem Ehad

  1. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, jegliche Kreatur schafft und lenkt und dass er allein der Urheber alles dessen ist, was geschah, geschieht und geschehen wird.

  2. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, einzig ist und dass es keine Einheit seinesgleichen gibt, in keinerlei Hinsicht, und dass er allein unser Gott war, ist und sein wird.

  3. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, unkoerperlich ist und frei von jeder Moeglichkeit, materiell vorgestellt zu werden; und dass ihm auch keine Gestalt beigelegt werden kann.

  4. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, Anfang und Ende ist.

  5. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, allein es ist, dem Anbetung gebuehrt, und dass es ungebuehrlich ist, ausser ihm ein Wesen anzubeten.

  6. Ich glaube in ganzem Glauben, dass die Worte der Propheten alle wahrhaftig sind.

  7. Ich glaube in ganzem Glauben, dass die Kuendung unseres Lehrers Moses, Friede ihm, die Wahrheit und dass er von allen Propheten, frueheren wie spaeteren, der Vater war.

  8. Ich glaube in ganzem Glauben, dass diese Tora, wie wir sie jetzt besitzen, die gleiche ist, die unserem Lehrer Moses uebergeben wurde.

  9. Ich glaube in ganzem Glauben, dass diese Tora unverwechselbar ist und dass es nie eine andere Lehre vom Schoepfer her, gelobt sei sein Name, geben wird.

  10. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, alles Tun und jegliches Trachten der Menschen kennt, wie es heisst: Er, der ihre Herzen ganz und gar gebildet, Er weiss auch all ihr Tun.

  11. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Schoepfer, gelobt sei sein Name, wohl vergilt all denen, die seine Gebote erfuellen, und uebel tut denen, die seine Gebote brechen.

  12. Ich glaube in ganzem Glauben, dass der Messias kommt, und ungeachtet seines langen Ausbleibens erwarte ich taeglich seine Ankunft.

  13. Ich glaube in ganzem Glauben, dass einst zu seiner Zeit, wenn es dem Schoepfer, gelobt sei sein Name und erhoben sein Gedenken immer und ewig, wohl gefaellt, die Toten auferstehen werden.

Quellen:
Hirsch, Leo - Juedische Glaubenswelt - Victor Goldschmidt Verlag, Basel, 1978.
Sidur S'fath Emeth - Victor Goldschmidt Verlag, Basel, 1972.

Von Moses bis Moses:
[WEITERE LITERATUR ZU
RABBI MOSCHEH BEN MAIMON
]

  • Führer der Unschlüssigen
    von Moses Maimonides

    Meiner, Hbg. (1994)
    Gebundene Ausgabe

  • Hilchot Tschuwa und Hilchot Deot
    aus der Mischne Tora von Maimonides, ins Deutsche übersetzt von Rabb. Bernhard Salomon Jacobson. Eine Einführung in die Gesetze der Rückkehr zu Gott und eine Einleitung für gutes Benehmen im Sinne der jüdischen Religion, besonders aktuell im Monat Elul und Tischri, 110 Seiten.
    Fr. 17.50 - morascha.com

  • Acht Kapitel
    Eine Abhandlung zur jüdischen Ethik und Gotteserkenntnis

    von Moses Maimonides

    Meiner, Hbg. (1992)
    Taschenbuch

  • Das Buch der Erkenntnis / Sefer haMad'a
    Hebräisch- Deutsch
    von Moses Maimonides
    Mit Nachworten von Eveline Goodman-Thau, Christoph Schulte und Friedrich Niewöhner - Jüdische Quellen, Band 2

    Akademie-Verlag, Berlin (1994)
    Gebundene Ausgabe


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Bitte um Frieden und jage ihm nach

[Judentum - Jahaduth]

 



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