OR - das Licht.
Bildung gegen Dummheit und Antisemitismus.
[Reihe: Jüdisches Denken - Philosophie, Religion und
Gesellschaft]Erich Fromm
Der Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23.
März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie
1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung
und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an
verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der
Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der
Schweiz.
Er promovierte 1922 in
Soziologie über Das jüdische Gesetz bei Alfred Weber an der Universität
Heidelberg. 1926 heiratete er die Psychoanalytikerin Frieda Reichmann. In
dieser Zeit gaben er und seine Frau auch ihre orthodox-jüdische Lebensweise
auf und er begann eine Ausbildung zum Psychoanalytiker. 1929 begann Erich
Fromm seine Laufbahn als Psychotherapeut der Freudianischen Schule in
Berlin.
1930 wurde er von Max Horkheimer (1895-1973) im Frankfurter Institut für
Sozialforschung als Leiter der Sozialpsychologischen Abteilung angestellt.
1931 trennte er sich von Frieda Reichmann mit der er jedoch lebenslang
freundschaftlich verbunden blieb (Scheidung erst 1942).
Am 25. Mai 1934 emigrierte er zusammen mit dem Institut für Sozialforschung
in die Vereinigten Staaten; am 31. Mai kam er in New York an. Ende 1939 kam
es nach verschiedenen Konflikten zu einer Trennung vom Institut für
Sozialforschung, nachdem er über viele Jahre Horkheimers wichtigster
Mitarbeiter gewesen war. Er wurde am 25. Mai 1940 US-amerikanischer
Staatsbürger. 1944 heiratete er die deutsch-jüdische Emigrantin Henny
Gurland († 1952).
Im Jahr 1950 übersiedelte er nach Mexiko-Stadt. Nach dem überraschenden Tod
seiner Frau Henny 1952 heiratete er 1953 die Amerikanerin Annis Freeman. Ab
1957 beteiligte er sich an der amerikanischen Friedensbewegung. Er selbst
hat immer einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. 1965
wurde Fromm emeritiert; 1974 nahm er seinen Wohnsitz in Muralto (Tessin).
Seine konstruktiven Beiträge u.a. zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse,
zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik des 20. Jahrhunderts
machen ihn zu einem der einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts, der oft
auch unterschätzt wurde. Viele seiner Bücher wurden seinerzeit zu
Bestsellern, seine Gedanken wurden außerhalb der Fachkreise breit
diskutiert. Fromms Denken war neben den jüdischen Glaubensschriften auch von
der Mystik Meister Eckharts beeinflusst.
In den Jahren 1966, 1977 und 1978 erleidet er jeweils einen Herzinfarkt. Am
18. März 1980 stirbt Erich Fromm an einem weiteren Herzinfarkt in Locarno
(Schweiz). Er wird in Bellinzona (Schweiz) eingeäschert. Fünf Tage nach
seinem Tod erscheint die Gesamtausgabe seiner Werke. Im Jahr 1981 bekam er
posthum die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen.
Der literarische Rechte- und Nachlassverwalter Fromms ist der
Psychoanalytiker Rainer Funk, der bei Fromm über Sozialpsychologie und Ethik
promoviert hat und dessen letzter Assistent war.
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Tabellarischer Überblick: Das Leben Erich Fromms
[GESAMTVERZEICHNIS
ERICH FROMM]
Erich Fromm:
Das jüdische Gesetz
Zur Soziologie des Diaspora-Judentums...
Zum Inhaltsverzeichnis:
Jahaduth
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