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Bildung gegen Dummheit und Antisemitismus.
[Reihe: Jüdisches Denken - Philosophie, Religion und
Gesellschaft]Martin Buber
Martin Buber (8.
Februar 1878 in Wien - 13. Juni 1965 in Jerusalem) war ein jüdischer
Religionsphilosoph.
Buber wuchs im galizischen Lemberg (heute Lwiw, Ukraine) auf. Buber, Enkel
des Privatgelehrten und Midraschexperten Salomon Buber, war zu seiner Zeit
einer der wichtigsten Forscher und Sammler auf dem Gebiet der chassidischen
Tradition des osteuropäischen Judentums. Obwohl selbst eher dem
Reformjudentum zugehörend, widmete er sich dem Verständnis dieser orthodoxen
und ultraorthodoxen mystischen Bewegung im Westen. Dazu übersetzte er
zahlreiche Erzählungen und Traditionen des Chassidismus in die deutsche
Sprache und machte sie so bekannt. Insbesondere seine umfangreiche
Textsammlung "Die Erzählungen der Chassidim" liefert dafür ein
eindrucksvolles Zeugnis. Zeit seines Lebens war Buber ein Vermittler
zwischen der bedrohten traditionellen jüdischen Welt im Osten und der
westlichen wissenschaftlichen und aufklärerischen Moderne.
Zusammen mit dem Philosophen Franz Rosenzweig begann Buber 1925 mit der
Übersetzung der jüdischen Heiligen Schrift, des Tanach, ins Deutsche. Dabei
ging es den beiden Gelehrten vor allem um die sprachlich genaue Übertragung
des hebräischen Urtextes unter Wahrung seines vollen Bedeutungsreichtums.
Nach Rosenzweigs Tod im Jahre 1929 setzte Buber die Arbeit alleine fort, die
er erst 1961 abschließen konnte. In seinen philosophischen Werken kommt bei
Buber vor allem das Thema des Dialogs zum Ausdruck. Sein Hauptwerk trägt den
Titel "Ich und Du" und behandelt das Verhältnis des Menschen zu Gott und zum
Mitmenschen als existentielle dialogische religiöse Prinzipien. Diese prägen
später Amitai Etzioni und das kommunitaristische Denken.
Martin Buber war von 1924 bis 1933 Lehrbeauftragter und Honorarprofessor für
Jüdische Religionslehre und Ethik in Frankfurt am Main. 1938 konnte er aus
dem nationalsozialistischen Deutschland nach Jerusalem entkommen, wo er bis
1951 an der Hebräischen Universität von Jerusalem Anthropologie und
Soziologie lehrte. Sein Wohnhaus in Heppenheim wurde in der
Reichspogromnacht am 9. November 1938 verwüstet.
Martin Buber erhielt 1953 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels .
In New York war er 1955 neben Hannah Arendt u.a. an der Gründung des Leo
Baeck Institute beteiligt, einer wichtigen Dokumentations- und
Forschungsstätte für die Geschichte der deutschsprachigen Juden. Die
Bestände sind in elektronischer Form im Jüdischen Museum Berlin einsehbar.
1958 wurde er mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main
ausgezeichnet. 1963 erhielt er den Erasmuspreis. Bis heute wird jährlich die
nach ihm benannte Buber-Rosenzweig-Medaille durch den Koordinierungsrat der
Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an Personen verliehen,
die sich besonders für den christlich-jüdischen Dialog einsetzen.
Werke u.a.:
Ich und Du, 1923
Die Schrift (Verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig
1926-1938)
Die Erzählungen der Chassidim, 1949
Der Jude und sein Judentum, 1963
Die fünfzigste Pforte, 1907
Das Problem des Menschen 1948
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
de.wikipedia.org/wiki/Franz_Rosenzweig
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Jahaduth
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