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Der Code von Rabbi Shimon Bar Jochai:
Offenbarung im Geheimen
Der Sohar, das Buch der Bücher der Kabbalah, wurde versiegelt und sofort
nachdem es verfasst wurde mit tausend Schlössern verschlossen, so irrte
es jahrhundertelang in der Welt umher. Doch als die Zeit reif war, wurde
es von Baal Sulam von Neuem eröffnet...
Der Code von Rabbi Shimon Bar Jochai:
Offenbarung im Geheimen
Eine Wegkarte für die mit dem offenen Herzen
Viele
Bücher wurden vor dem
Buch Sohar verfasst, und Tausende haben seitdem das Licht der Welt
erblickt, aber niemals ist eines verfasst worden, das dem Sohar in der
spirituellen Kraft gleichkommt, die in ihm verborgen liegt.
Der Sohar beschreibt die spirituelle Wirklichkeit, eine ewige und
vollkommene Realität, die sich über den Schranken von Zeit und Ort
befindet, eine Welt, für die unsere "armselige menschliche Sprache
keinen verlässlichen und ausreichenden Ausdruck zu finden vermag, um
auch nur ein Wort aus diesem Buch bis zum Ende zu erklären", wie Baal
Sulam schrieb.
Har Meron / Zfath / Galil

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Gal Forenberg
Wenn dem so ist, wo ist dann die Öffnung, durch welche wir in das
Geheimnis des Buches Sohar eindringen können? Wo ist der Schlüssel? Wie
werden wir den Schatz enthüllen können, der dort von Rabbi Schimon und
seinen Schülern vor uns verborgen wurde?
Baal Sulam liefert uns die Methodik: "Um die Worte des Heiligen Sohar zu
verstehen, muss der Mensch rein von Egoismus sein. Und in diesem
Grade kann man die Wahrhaftigkeit dessen begreifen, was der Heilige Sohar uns sagt. Sonst gibt es Schalen, welche vor uns die Wahrhaftigkeit
dessen verdecken und verstopfen, was sich in den Worten des Sohar
befindet"
(Shamati,
Artikel "Um die Worte des Heiligen Sohar zu verstehen").
Die
Kabbalisten sind Menschen, die die Höhere Kraft erkannten, die Kraft der
Liebe und des Gebens. In ihren Büchern beschreiben sie, was sie in der
Höheren, spirituellen Welt entdeckten. Doch nur ein Mensch, der zur
Wahrnehmung der Kraft der Liebe und des Gebens gelangt, kann ihre Worte
verstehen, nur vor ihm öffnen sich die Schlösser des Buches Sohar und
offenbart sich das Licht.
Ein Mensch, der die Kraft der Liebe und des
Gebens erkennt, beginnt, auf den 125 spirituellen Stufen emporzusteigen,
und enthüllt die Zukunft, die Vergangenheit und die Gegenwart. Dann
versteht er, dass das Buch Sohar nur vor demjenigen verschlossen ist,
dessen Herz voller egoistischer Selbstliebe ist. Für den Menschen
jedoch, dessen Herz für andere offen steht, stellt das Buch Sohar eine
Wegkarte dar, die ihn auf den Wegen der spirituellen Welt leitet, zur
Ewigkeit und zur Vollkommenheit.
...und in der Zwischenzeit in Spanien
Ort: Valladolid, Spanien
Zeit: fast eintausendzweihundert Jahre später
Es ist bereits die zweite Nacht, in der Rabbi
Mosche de Leon kein Auge zumacht. Er sitzt in seinem Zimmer, gebeugt
über einem antiken handschriftlichen Text, der zufällig in seine
Hände gelangte, verblüfft angesichts der riesigen spirituellen
Kraft, die zwischen den Zeilen hervorsticht.
"Diese Schrift wurde
von einem Riesen des Geistes verfasst", denkt er für sich, "ihre
Worte sind verschlüsselt, stumm... sollte sie ans Licht kommen, wird
sie missverstanden werden, die Menschen werden sie nicht
begreifen... kein Zweifel, die Menschheit ist noch nicht bereit für
eine Massenverbreitung".
Wenige Jahre nach seinem Tod, irgendwann zu Beginn des 14.
Jahrhunderts, offenbart sich das Buch für alle. In einem der
schweren Winter, die Spanien ereilten, war die Witwe gezwungen, die
Handschriften zu verkaufen, die in ihrem Besitz waren, unter ihnen
auch das Buch Sohar, um ein wenig Essen für sich selbst und für ihre
Tochter zu kaufen. Ihr Mann hatte sie niemals in seine Gedanken
eingeweiht. So erblickt nun, tausend Jahre nachdem es von Rabbi
Schimon bar Jochai und seinen Schülern versteckt wurde, das
geheimnisvolle Buch erneut das Licht der Welt und verbreitet sich
überall.
Trotz seiner Enthüllung trifft das Buch Sohar auf kein
besonderes Interesse. Es bleibt vor dem breiten Publikum verschlossen
und verriegelt. Es sind nur wenige Einzelne, die sich seinem Studium
widmen, und noch weniger, die seinen Inhalt verstehen und ihm Bedeutung
beimessen. Das Buch wandert von einer Stadt zur Nächsten, von einem
Kabbalisten zum Anderen. In dieser Zeit lernen daraus nur die größten
Kabbalisten. Sie stehen um Mitternacht auf, zünden eine Kerze an und
verschließen fest die Fensterläden, um nicht gesehen und vor allem nicht
gehört zu werden. Ehrfürchtig schlagen sie es auf und versuchen, die
Realität, die vor unseren Sinnen verborgen ist, zu verstehen und zu
erkennen.
Dieses Studium fand im Verborgenen statt, hinter
verschlossenen Türen, sie verstehen, dass die Zeit noch nicht gekommen
ist. Die Menschheit muss noch einige Jahrhunderte warten, bis zu einer
Zeit, wenn sie reif wird, die im Buch Sohar verborgenen Geheimnisse zu
offenbaren: bis zu unserer Zeit.
Der Lauf gegen die Zeit
Das zwanzigste Jahrhundert steht an der Tür, und die
Menschheit gerät in ein Wirrwarr von Ereignissen. Nicht nur eine beispiellose
technologische Entwicklung, auch zwei
Weltkriege sowie die Massenvernichtung ganzer Völker – das ist nur ein
Teil der Erschütterungen, die die Welt in weniger als hundert Jahren
erlebte.
Zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts findet sich die
Menschheit in einer Sackgasse wieder. Nun ist mehr denn je eine
grundlegende Veränderung von Nöten, und zwar schnell. Eine Methodik muss
her. Auch wenn die Welt das nicht einsieht, so braucht sie doch eine
besondere Seele, die Ursachen für alles, was um uns herum geschieht,
erklären kann, die lehren und anleiten wird... Und so eine tritt zutage. Die
Seele des Schimon bar Jochai steigt wieder in diese Welt hinab und
kleidet sich in die Persönlichkeit des größten Kabbalisten unserer
Generation – des
Rav
Yehuda Ashlag, auch "Baal Sulam" genannt.
Die Uhr tickt. Er muss schnell handeln. Baal Sulam
versteht, dass die Menschheit sich nur dann auf den neuen Weg begeben
wird, wenn sie sich auf die neue Stufe entwickelt, die vor ihr steht,
auf die spirituelle Stufe.
Die Sorge um die Zukunft der Welt schlägt in
seinem Herzen und gibt ihm keine Ruhe, "ich muss handeln", hört er in
seinem Kopf, "es ist die Zeit gekommen, um eine Lösung zu präsentieren,
die Methodik zu offenbaren".
Mit der für alle seine Vorgänger charakteristischen
Beharrlichkeit geht er ans Werk, in der festen Überzeugung, dass nun die
Zeit gekommen ist, die Kabalah für die Menschheit zu enthüllen. Doch um
eine Sache sorgt er sich: nachdem er die Spitze der spirituellen Leiter
erklommen und alle Geheimnisse des Sohar erkannt hatte, verlor Baal
Sulam die Fähigkeit, in der Sprache der Menschen zu schreiben... Seine
spirituelle Stufe ist so hoch, dass sie von dieser Welt vollkommen
losgelöst ist. Wie werden die Menschen ihn verstehen können? "Komme was
wolle, auch wenn ich von meinem Niveau herabsteige, bin ich dazu
verpflichtet, an den Schöpfer leidenschaftlich zu beten, dass Er mir
Erkenntnisse und Wissen gibt, Prophetenworte und eine Sprache, damit ich
den unglücklichen Menschen helfen kann und sie auf eine Stufe der
Weisheit und des Genusses erheben kann, die meiner gleicht" (Prophezeiung
von Baal Sulam). In seiner Prophezeiung bittet Baal Sulam darum,
jederzeit verständlich zu sein, auch für den Preis des Verzichts auf
seine hohe spirituelle Stufe, denn es ist die Zeit gekommen, die
Geheimnisse der Kabbalah für die Welt zu offenbaren.
Die Schlösser öffnen sich
"Ich gab dieser Erklärung den Namen
"Leiter" (Sulam),
um zu zeigen, dass ihre Aufgabe sich nicht von der Aufgabe einer Leiter
unterscheidet, wenn du nämlich ein Reservoir voll alles Guten hast,
dann fehlt dir nur eine Leiter, um dorthin aufzusteigen, und dann
befindet sich alles Gute der Welt in deinen Händen“
(Vorwort zum Buch Sohar, P.55)
In einem verrückten Lauf gegen die Zeit bildet Baal Sulam
Stufe nach Stufe "eine Leiter, welche die Menschheit bis zum Himmel
führen wird", zur Ewigkeit und zur Vollkommenheit.
Baal Sulam macht sich an seine Lebensaufgabe. Er nimmt
das Buch der Bücher, welches Rabbi Schimon bar Jochai verfasste, und
schreibt den umfassendsten Kommentar zum Buch Sohar, den Sulam-Kommentar
("Die Leiter"). Er arbeitet achtzehn Stunden am Tag, und gönnt sich
keine Ruhe. Sein Vorhaben ist zu wichtig, um an sich selbst zu denken.
"Die Zeit ist kurz und zu vieles liegt in der Schale der Waage. Ich muss
es schaffen, ich muss...", sagt er sich immer wieder.
Baal Sulam verfasst Bücher und Artikel, bringt eine
Zeitung heraus, trifft sich mit den zionistischen Führern, er ist
bereit, Kabbalah jedem Menschen von der Straße zu erklären, nur dass
jemand es hört.
Seine Gedanken, die von einem Teil seiner Umgebung als
revolutionär wahrgenommen wurden, erlangen immer mehr eine feste Form.
Die Arbeit, die von ihm erfordert wird, ist keineswegs einfach. An ihm
ist es, die Vorhänge runterzureißen, die Unwissenheit zu beseitigen und
den Aberglauben zu widerlegen, der der Kabbalah seit jeher anhaftete.
Doch vor allem muss er eine Methodik für spirituelle Entwicklung
erarbeiten, die sich für jeden Menschen unserer Generation eignen wird.
Buchstabe um Buchstabe, Wort um Wort, Jahr um Jahr
verwirklicht sich der Traum der Kabbalisten und aus einem Wunschtraum
wird Realität – die Kabbalah wird für jeden Menschen zugänglich, ohne
jede Vorbedingung. Aus den letzten Kräften schafft es Baal Sulam, seiner
Aufgabe gerecht zu werden.
Er übersetzt und erklärt alle Worte von Raabi Schimon bar
Jochai und wird so zum Bindeglied, das uns einen Zugang zu den Schriften
der Kabbalisten ermöglicht. Dieser große Mann führte eine spirituelle
Revolution an, deren Früchte wir heute ernten. Durch seinen Verdienst
wurde der Kreis geschlossen, den Rabbi Schimon bar Jochai und seine
Schüler begannen. Ein Buch, welches durch Rabbi Schimon mit tausend
Schlössern verriegelt wurde, wird heute mit einem einzigen Schlüssel
entriegelt: dem Kommentar Sulam auf den Sohar. Alles, was wir noch tun
müssen, ist es zu öffnen und gemeinsam die Leiter zu erklimmern, die
zum Spirituellen führt, zu den verborgensten Geheimnissen des Buches
Sohar. |