Neues von der Frankfurter Buchmesse:
Quantum KabbalaKabbalah,
Wissenschaft und der Sinn des Lebens
Das Wesentliche im Menschen ist das sich ständig
entwickelnde Verlangen nach Genuss. Um dieses zu verwirklichen,
empfinden Menschen eine ständige Notwendigkeit, Bestehendes zu
verbessern, zu entdecken und zu erfinden.
Die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch zeigt sich die allmähliche
Verstärkung des Bestrebens nach Genuss als Antrieb der menschlichen
Entwicklung.
Das Streben nach Genuss entwickelt sich innerhalb mehrerer grundlegenden
Phasen:
- In der ersten Phase erscheint dieser Wunsch als
Verlangen nach Nahrung, Fortpflanzung und Familie.
- Die zweite Phase beschreibt die Sehnsucht nach
Reichtum;
- und in der dritten Phase wird die Begierde nach
Ehre, Macht und Berühmtheit ausgedrückt. Nach Ablauf der dritten
Phase entwickeln sich Klassen und Sekten in der menschlichen
Gesellschaft.
- Die vierte Phase kennzeichnet das Bestreben, sich
an Wissen und Gelehrsamkeit zu erfreuen. Dieses Streben drückt sich
in der Entwicklung von Wissenschaften, Bildungswesen und Kultur aus.
Die Hauptbewegung fand zur Zeit der Renaissance und
wissenschaftlichen Revolution statt und herrscht heute noch
überwiegend vor. Der Wunsch nach Wissen und Gelehrsamkeit erfordert
die Kenntnis unseres Umfelds.
Um den derzeitigen Stand der Menschheit und ihre
Perspektiven zu verstehen, müssen wir eine Brücke in der Geschichte der
Menschheit bilden, die mehrere Meilensteine in der wissenschaftlichen
Entwicklung miteinander verbindet. Diese Meilensteine übten einen
bedeutenden Einfluss auf die Menschheit aus. Die im 16. Jahrhundert
stattgefundene wissenschaftliche Revolution setzte radikale
Veränderungen in unseren Gedankenmustern voraus. Aus den Untersuchungen
folgte, dass Theorien mittels Experimenten und Beobachtungen getestet
werden müssen, und mythologische und religiöse Erklärungen sollten auf
jeden Fall vermieden werden. Die Analyse der Wirklichkeit und das
Auffinden wissenschaftlicher Antworten zu uralten Fragen, die bis dahin
immer noch der göttlichen Macht zugeschrieben wurden, gehörten zum Kern
des wissenschaftlichen Denkens.
In seinem Buch "Die Mathematischen Prinzipien der Natürlichen
Philosophie" (1687) schlug Isaac Newton (1642-1727) eine Theorie der
Mechanik vor, mit der es möglich war, die Veränderung der
Geschwindigkeit von jedem beliebigen Körper zu berechnen, wenn dieser
von einer bestimmten Kraft beeinflusst wurde. Der Erfolg von Newtons
Theorie stellte für seine Nachfolger eine neue Weltanschauung dar.
Newtons deterministische Vorgehensweise sagt aus, dass jedes Geschehen,
gleich welcher Art, einem bestimmten natürlichem Gesetz folgt. Die
Gegenwart des Göttlichen ist von geringer Bedeutung, da der Ablauf aller
Bewegungen fixiert ist und es keinen Eingriff vom Göttlichen her gibt.
Der deterministische Denkansatz wurde gut von dem Astronomen Pierre
Simon Laplace (1749-1827) beschrieben, als er Napoleon unser
Sonnensystem erklärte: Als Napoleon ihn nach Gottes Platz in diesem
Vorgang fragte, antwortete Laplace: "Je n'avais pas besoin de cette
hypothèse-là" ("Diese Hypothese brauche ich hier nicht").
Somit ließ die Wissenschaft keinen Raum für zusätzliche Aspekte jenseits
ihrer Grenzen, welche von unserer Wahrnehmung ausgeschlossen sind. Jeder
meinte, dass die Menschheit genügend Maßnahmen ergriffen habe, um die
Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist.
Im späten neunzehnten Jahrhundert schien es, als ob die klassische
Physik die Forschung mit einer umfassenden Sammlung an Gesetzen für
jedes natürliche Phänomen passend ausgestattet hätte. Viele Forscher
hielten an der Meinung fest, dass diese Gesetze ihnen dabei helfen
würden, die wenigen noch unerklärten Phänomene leicht darzulegen. Da die
Physik, die führende Kraft in der Technologie und in Experimenten, immer
als "Mutter aller Wissenschaften" betrachtet wurde, dienten ihre
Entdeckungen ebenfalls als Grundlage für Nachforschungen in anderen
Wissenschaften.
Die Ära der modernen Physik begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit
Albert Einsteins (1879-1955) revolutionären Entdeckungen. Einsteins
Relativitätstheorie bewirkte eine radikale Veränderung in allem, was
bisher über Zeit, Raum, Masse, Bewegung und Anziehungskraft bekannt war.
Einsteins Theorie vereinheitlichte Zeit und Raum zu einer einzigen
Einheit - Zeit-Raum - und erklärte dabei die Voraussetzung, dass Zeit
und Raum absolut seien, für ungültig.
In den dreißiger Jahren kam eine andere Theorie auf - die Theorie der
Quantenmechanik. Quantenmechanik, auch als Quantentheorie bekannt,
verursachte eine kontinuierliche Revolution in der Physik, wobei alle
Messungen nur ungefähre quantitative Resultate erbrachten.
Wahrscheinlichkeiten, die mit Hilfe der Quantentheorie gedeutet werden.
Die Quantentheorie liefert eine quantitative Beschreibung verschiedener
Phänomene, die mit vorherigen Theorien nicht erklärt werden konnten. Die
berühmteste unter den Phänomenen ist die Welle-Teilchen Dualität, die
zeigt, dass mikroskopisch kleine Teilchen wie Elektronen sich unter
bestimmten Umständen wie Schwingungen und unter anderen Bedingungen wie
Teilchen verhalten.
Ein fundamentales Konzept der Quantentheorie ist das Prinzip der
Ungewissheit, welches besagt, dass der Beobachter das beobachtete
Geschehen beeinflusst. Daher lautet die Hauptfrage in der Forschung:
"Was messen die Messgeräte tatsächlich?" Somit wird das Konzept einer
objektiven Beobachtung gegenstandslos. Darüberhinaus gibt es jenseits
der gemessenen Resultate einfach keine objektive Wirklichkeit.
Auslegungen, die der Quantentheorie angehören, sind noch umstritten und
obwohl Niels Bohrs (1885-1962) Interpretation weithin akzeptiert wurde,
ist auch diese nicht ohne Einschränkungen. Zahlreiche Interpretationen
wurden über die Jahre hinweg vorgeschlagen, und manche von ihnen legten
sogar die Existenz mehrerer Welten nahe.
Die Entdeckungen der Quantenphysik veränderten die Betrachtungsweise der
Wissenschaftler in der Welt. Das deterministische Konzept, das darauf
besteht, dass die Physik objektive Tatsachen der Natur offenlegt und
ihre absolute Existenz in der Natur beschreibt, wich der Einsicht, dass
die Physik das wahre Wesen der Natur nicht kennt. Die Physik kann nur
beim Erstellen von Paradigmen, Mustern und Formeln behilflich sein,
welche die Berechnung von Resultaten eines Experimentes innerhalb einer
gewissen Wahrscheinlichkeitsgrenze ermöglicht.
Die heutige Wissenschaft unterscheidet zwischen der "aktuellen
Wirklichkeit", die unabhängig und ungeachtet des Beobachters existiert,
und der Wirklichkeit, die sich dem Beobachter zeigt, und die der
Beobachter beschreiben kann.
Heutzutage verstehen die Forscher, dass das, was einst als "absolute
Tatsache" feststand, neuen Schlussfolgerungen und Experimenten Platz
machen muss, die wiederum zu neueren Formeln und Experimenten führen. Es
wird nun ersichtlich, dass die Wissenschaft nicht die gesamte Wahrheit
wiedergibt, sondern eher ein Bild der Welt, welches von gegenwärtigen
Experimenten, Wahrnehmungen und Paradigmen geschaffen wurde. Je größer
die Kenntnis ist, die wir von unserer Welt besitzen, umso mehr
Ungewissheiten und Widersprüchen sehen wir entgegen.
Durch dieses Zugeständnis verringerte sich die überwältigende
Vorherrschaft besonders der Physik und der Naturwissenschaften im
Allgemeinen. Stattdessen wird die Wissenschaft eher als ein Werkzeug
dargestellt, das einen begrenzten Teil der Wirklichkeit und nicht die
absolute Wahrheit enthüllen kann. Die eigentliche Wirklichkeit ist vor
uns verborgen; und wir können sie nicht durch wissenschaftliche
Erforschungen erkunden.
In den letzten Jahren haben sich Wissenschaftler für verschiedene
Religionen, New Age Theorien und Mystizismus interessiert, um darin neue
Wege und Hilfsmittel zu finden, um die verborgenen Teile der
Wirklichkeit zu erfassen, welche mit konventionellen wissenschaftlichen
Werkzeugen unerreichbar sind. Diese Zwickmühle der Wissenschaft dehnte
sich seit Beginn des Jahrhunderts in eine um sich greifende
wissenschaftliche Krise aus. Diese Krise fordert die Fähigkeit der
Menschheit dazu heraus, das umfassende Bild der Welt, in der wir leben,
aufzudecken und die Gesetze zu verstehen, die die Natur und Menschheit
vorantreiben.
Als sich die Menschheit erst einmal den Wunsch nach Wissen und
Gelehrsamkeit erfüllt hatte, und die erkennbare Wirklichkeit erforscht
worden war, tauchte ein neuer Wunsch auf, der Wunsch mit dem höchsten
der Konzepte, dem verborgenen Teil der Wirklichkeit, vertraut zu werden.
Das ist der heutige Stand der Evolution der Wünsche, auf dem sich die
Menschheit befindet.
Auf diesem Hintergrund erscheint nun die Kabbalah, welche der Menschheit
eine neue Perspektive, eine wissenschaftliche Weltanschauung anbietet,
die die Kabbalisten bereits vor Tausenden von Jahren während ihres
Studiums der Wirklichkeit entdeckt haben. Das heutige Erwachen des
Wunsches, die gesamte Wirklichkeit zu kennen, beweist, dass die
Menschheit bereit ist, sich mit der Kabbalah auseinanderzusetzen und der
Grund dafür ist, dass sie nun beachtet wird.
Die kabbalistische Wahrnehmung der Welt enthält Voraussetzungen, die von
verschiedenen Religionen als unbegründeter Glauben sowie als
wissenschaftliche Forschungsmethoden angenommen wurden. Die Kabbalah
entwickelt Schlüssel in einem Menschen, mit denen er die umfassende
Wirklichkeit eröffnen kann und versorgt ihn mit Mitteln, diese zu
erforschen.
Quantum
Kabbala:
[BESTELLEN?]
Das Buch Quantum Kabbala (englisches Original:
"Kabbalah, Wissenschaft und der Sinn des Lebens") stellt die Grundlagen
der Wissenschaft dar, welche den vor den Wissenschaftlern verborgenen
Teil unserer Wirklichkeit erforscht. Wenn wir diesen verborgenen Teil
aufdecken, wird das Wissen über die Welt, in der wir leben, vollständig.
Die Vereinigung beider Teile der Wirklichkeit, dem verborgenen und
enthüllten Teil, bereitet uns auf eine präzise wissenschaftliche
Nachforschung und auf das Entdecken der echten Formel vor. Dadurch, dass
wir diesen Teil herausfinden, wird unsere Weltanschauung komplett,
befreit von den Grenzen, die die relativen Wahrnehmungen verursachen,
und die Existenz aller Teile der Wirklichkeit, die außerhalb von Zeit,
Raum und Bewegung liegen, wird enthüllt. Alles oben Erwähnte wird jedem
Menschen durch diese reichhaltige Methode gewährt: der Weisheit der
Kabbalah.
Rav
Michael Laitman
ist Gründer und Leiter des Internationalen Bildungsinstitutes für
Kabbala, Bnei Baruch, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der
Aufgabe widmet, authentische kabbalistische Quellen zu erforschen und
allen Interessenten einen Zugang dazu zu gewähren.
In diesem Sinne stellt Bnej Barukh auf der Frankfurter
Buchmesse drei neue Bücher in deutscher Sprache vor. Eines davon
"Quantum Kabbala", aus dessen Vorwort diser Text stammt. Das Buch wurde
aus Gesprächen mit dem Autor geschaffen und von seinen Schülern
zusammengetragen.
Kommentare zum Buch
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CHOCHMATH HAKABALAH
Ein offenes Buch:
Das Sefer haSohar - das Buch des
Glanzes
Der Sohar ist das rätselhafteste und gleichzeitig das
wichtigste Buch der Weisheit der Kabbala...
Das mystische Sefer Jezirah:
Das "Buch der
Schöpfung"
Einführung
- Der Text -
Verfasserschaft -
Die Talmudische Periode -
Texte und Kommentare -
Fußnoten -
Angaben zum Buch
Im
Himmel gespiegelt:
DU bist geschaffen, die Welt zu reparieren
In der jüdischen Spiritualität geht es darum, Sehen,
Hören und Tun zu vereinen und als Person ganzheitlich zu
handeln...
Kabbala:
Ein erster
Einblick in die verborgene Weisheit
Kabbala ist eine
Weisheit, die uns Menschen sehr nahe liegt und unsere
Stellung im Universum definiert. Sie gibt uns Antworten
auf die fundamentalen Fragen des menschlichen Daseins:
Warum existieren wir, woher kommen wir, warum sind wir
auf dieser Welt, wohin gehen wir, wenn unser Weg hier
beendet ist?...
Ein erster Einblick in
die verborgene Weisheit:
Was ist Kabbala?
Ziel und Bestreben des Kabbalisten ist es, alles zu
erreichen, dessen ein Mensch, als ein denkendes und
fühlendes Wesen, das höchste aller Geschöpfe unter der
Gnade des Schöpfers, fähig sein kann...
haOr haganus:
Warum die Kabbala studieren?
Wenn ein ganz gewöhnlicher Mensch die Schriften der
Kabbalisten studiert, erfährt er etwas darüber, was ihm
früher verborgen geblieben ist. Nachdem er den sechsten
Sinn durch seine Studien erworben hat, beginnt er selbst
zu fühlen und zu sehen, was vorher verschleiert war... |
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