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Koscher leben...
 
 

Kabalah und TU b'Schwat:
Gartenarbeit und Spiritualität

[HÖREN / WMA-Soundfile (engl./hebr.)]

Marc Daniels: "Rav Laitman, Sie haben vor Kurzem eine Broschüre über die spirituellen Wurzeln der Gartenarbeit herausgegeben, die z.B. über jüdischen Gemeinden in Illinois an zahlreiche Haushalte verteilt werden und auch im Internet erhältlich ist.

Ich bin amerikanischer Kaufmann und vermittle tagtäglich Geschäfte zwischen renommierten amerikanischen und europäischen Gartenbau-Konzernen. Meine kommerziellen Wurzeln liegen tatsächlich in der internationalen Hobby-Gartenbranche, dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich habe vorher 15 Jahre im Familienunternehmen gearbeitet.  Mein Großvater, Ross Daniels, hat den "Ross Root Feeder" für Hobbygärtner erfunden - eine Art Bodenspritze, mit der man den Wurzelbereich von Bäumen und Sträuchern erreichen kann, um diese Pflanzen schneller und wirksamer zu ernähren. Vielleicht hat es a auch damit zu tun, dass mich die Kabbalah so angezogen hat. Zwischen Flügen und Zeitzonen logge ich mich seit 4 Jahren regelmäßig in das Bnei Baruch Webcasting ein und nehme so am Unterricht teil.
 
Rav Laitman, bald begehen wir TU B'Schwat an. Deshalb möchte ich nach der spirituellen Wurzel dieses Feiertags fragen und danach, was es bedeutet seine spirituellen Wurzeln zu nähren.

Rav Michael Laitman: Alles was wir haben kommt von oben, d.h. aus der "Höheren Welt" (haOlam haeljon), jenem Bereich von Kräften und Informationen, die unser gesamtes Universum umgeben.

Es ist diese Welt aus der wir unsere Energie beziehen. Dort sind unsere spirituellen Wurzeln und wir sind ihre Zweige, das Ergebnis ihres Wirkens.

Diese Beziehung zwischen der geistigen Welt und dem Menschen, spiegelt sich später in der Beziehung zwischen dem Menschen und der stofflichen Welt (haOlam haseh). Deshalb ist unser Wirken auf die pflanzliche Welt dem Wirken der geistigen Welt auf uns, so nahe.

Zu einer ganz ähnlich Aussage kommt man auch, wenn man von der Erkenntnis "alles kommt aus der Erde" ausgeht. Dies gilt zwar zuerst einmal für die Pflanzenwelt, dann aber auch für die tierische Welt und den Menschen, denn ohne die Pflanzen ist deren Leben nicht möglich. Wenn wir also die Welt der Pflanzen hegen und pflegen und der Erde gutes tun, dann hegen und pflegen wir unsere eigene Wurzel, die Quelle des Lebens.

Hier erreichen wir also die "Obere Welt". Je mehr wir diese Wurzeln umsorgen, pflegen wir auch unsere Wurzeln in der spirituellen Welt, und sei es unbewusst. Diese Arbeit ist also die gesegnetste, die ein Mensch auf dieser Erde tun kann.

Es gibt nichts besseres für den Menschen, für sein Leben, als dass er sich mit der Erde befasse, sich mit der Natur verbinde, die Welt des Pflanzlichen fördere und unterstütze.

Wir können dies auch in der segensreichen Wirkung dieser Beschäftigung auf das Wesen des Menschen erkennen. Mittlerweile erkennen wir mehr und mehr, dass Pflanzen die ihnen entgegengebrachte Liebe empfinden, dass Pflanzen durchaus auch den einzelnen Menschen, der ihnen Gutes tut erkennen und fühlen und wir werden zukünftig noch viel mehr erkennen wie sehr die Natur auf den Menschen reagiert und ihm jede Aufmerksamkeit vergilt und jeden Einsatz zurückbringt.

Was unsere Erde von allen weiteren Himmelskörpern unterscheidet ist, dass unsere Erde von Pflanzen bedeckt ist. Es sind die Pflanzen, die die Umwelt schaffen, in der wir zu leben befähigt sind.

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Kabalah den Menschen oft mit dem "Baum des Feldes" (Ez haSadeh) vergleicht, und die Verfehlung des Menschen besteht eigentlich darin, dass er zur Vegetation nicht das richtige Verhältnis fand. Es steht geschrieben, dass wir die Früchte unreif aßen, dass wir ihnen nicht erlaubten zuwachsen und reif zu werden.

So ist es für die Perfektion, den Tikun des Menschen auch notwendig, sein Verhältnis zum Wachsen zu korrigieren, zu seinem inneren Wachstum und zum Wachstum in der Welt, in der Natur, die ihn umgibt.

Deshalb ist auch diese Arbeit, die der Mensch in seinem Garten oder auf seinem Feld vollbringt, die erste Tätigkeit, die ihn zum Menschen macht, die ihn unterscheidet, vom Wilden: die Erde zu bearbeiten und das Wachsende zu hegen. Und - zu unserem großen Bedauern - ist es denn auch heute so, dass sich unsere Krise darin äußert, dass wir die Welt des Wachsenden (haZomeach), der Pflanzen, zerstören.

Je mehr wir also begreifen, dass unser Leben, unser geistiges Leben und unser stoffliches Leben abhängt, vom Wachsen (Zomeach haRuchani) des Geistigen und vom Wachsen des Stofflichen (Zomeach haGaschmi), wird unser Leben besser werden.

Den Baum des Lebens hegen und pflegen:
Der Spirituelle Gärtner

So überraschend es sein mag, die gemächliche Gartenarbeit der Vergangenheit spiegelt unsere eigenen spirituellen Wurzeln wider und wir können uns mit diesen durch einfache Betrachtung verbinden, indem wir die Weisheit der Kabbalah nutzen...

Ein Fest für Mensch und Umwelt:
Der Garten Eden

Ben Gurion sagte einmal, "wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist". Es gilt auch das hinter dem Offensichtlichen verborgene zu sehen. Je sicherer der Stand auf der Erde, umso kraftvoller kann das Streben nach Oben sein... mpg 3min...

Die Bildung breiter Massen ermöglichen:
Kabalah bekannt machen
Im Israel von 1940, damals Britisches Mandatsgebiet und "Palästina" genannt, war eine kabbalistische Veröffentlichung ein ungewöhnliches Unterfangen. Doch Rabbi Yehuda Ashlag, einer der bekanntesten Kabbalisten des zwanzigsten Jahrhunderts, dachte, dass es Zeit war neue Wege auszuprobieren...

Wenn die Bäume Neujahr feiern:
Nächste Woche ist Tu bi Schewat
In unterschiedlichen Kulturkreisen und Religionen gibt es verschiedene Arten die Zeit zu berechnen. Deshalb wird Neujahr zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert...

Talmud Torah:
Gärten
Aus dem Babylonschen Talmud, Bava Mezia 10,6...

*) Wegen seines epochalen Kommentars zum gesamten Sohar, wurde Rabbi Yehuda Leib haLevi Ashlag auch mit dem Ehrennamen Baal HaSulam ausgezeichnet. Sein Kommentar haSulam, also die Leiter, ist das umfangreichste uns vorliegende Werk zum Sohar, den Rabbi Ashlag außerdem vom Aramäischen ins Hebräische übersetzte.

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Kabbala:
Ein erster Einblick in die verborgene Weisheit

Kabbala ist eine Weisheit, die uns Menschen sehr nahe liegt und unsere Stellung im Universum definiert. Sie gibt uns Antworten auf die fundamentalen Fragen des menschlichen Daseins: Warum existieren wir, woher kommen wir, warum sind wir auf dieser Welt, wohin gehen wir, wenn unser Weg hier beendet ist?...

Ein erster Einblick in die verborgene Weisheit:
Was ist Kabbala?
Ziel und Bestreben des Kabbalisten ist es, alles zu erreichen, dessen ein Mensch, als ein denkendes und fühlendes Wesen, das höchste aller Geschöpfe unter der Gnade des Schöpfers, fähig sein kann...

haOr haganus:
Warum die Kabbala studieren?

Wenn ein ganz gewöhnlicher Mensch die Schriften der Kabbalisten studiert, erfährt er etwas darüber, was ihm früher verborgen geblieben ist. Nachdem er den sechsten Sinn durch seine Studien erworben hat, beginnt er selbst zu fühlen und zu sehen, was vorher verschleiert war...

Zum jüdischen Neujahrsfest der Bäume:
Zionismus, Israel und Naturschutz
Ein Schwerpunkt eines 2006 erschienenen Bandes über "Naturschutz und Demokratie" ist die Beziehung von Judentum und Naturschutz.[1] Mehrere kleinere Beiträge widmen sich diesem Sujet und vor allem ist im Anhang ein historisches Dokument über "Judentum und Naturschutz" aus dem Jahr 1932 erstmals wieder abgedruckt...

hagalil.com 16-01-2008



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