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Koscher leben...
 
 

haOr - das Licht:
Was ist die spirituelle Wurzel von Chanukah?

Schabathot und Feiertage wurden von unseren Weisen festgelegt, um den Menschen Freiheit und Freizeit zur Beschäftigung mit dem Spirituellen zu geben.

Die Rituale weisen auf die Verbindung der oberen und unteren Welten hin, denn alles was in dieser Welt existiert, hat einen Ursprung in der spirituellen Welt. Diese "Wurzel" bewirkt und motiviert unser Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle, alles Geschehen und alles was wir uns vorstellen.

Die relativ jungen Feiertagen Chanukah und Purim haben im Jahreslauf eine ganz besondere Bedeutung. Dafür gibt es eine Anzahl von Gründen. Erstens, werden sie nicht in der Torah beschrieben. Zweitens, wird gesagt, dass dann, wenn der Tikun Olam (die vollständige Korrektur der Welt) vollendet worden ist, alle Feiertage, außer diesen beiden, aufgehoben werden. Drittens, sind diese zwei Feiertage direkt mit dem Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem verbunden.

Der Tempel (Beth haMikdasch) bedeutet spirituell betrachtet den Ort, an dem Schöpfer und Geschöpf sich verbinden. Die Zerstörung des Tempels kam deshalb dem Aufreißen eines Grabens zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung gleich. Die Überwindung dieses Abgrunds ist das Ziel der Kabalah.

Dem Tikun Olam (der Reparatur der Welt) geht die Korrektur des Einzelnen voraus. Hier gibt es zwei Phasen: Zuerst lernt das Geschöpf, wie es sich über seine egozentrische Natur erhebt und dabei ein Hilfsmittel gewinnt, mit dessen Hilfe es sich mit der spirituellen Welt verbinden kann. Dieses wird "Kli deHaschp'ah" oder "Kli lehaschpi'a" ( also "Gefäß der Schenkung") genannt. Erst dann kommt die Phase des Empfangens (lekabel oder deKabalah).

Dies ist vergleichbar mit einem Durstigen, der in seiner Hand ein zerbrochenes Glas hält. Zuerst muss er das Glas reparieren, bevor er es füllen und daraus trinken kann. Ein Mensch, der die Trennung von der Spiritualität fühlt, muss zuerst seine Bindung mit dem Schöpfer instand setzen, bevor er die angebotenen Güter empfangen kann.

Chanukah ist ein spiritueller Feiertag, der sich auf die erste Hälfte des Tikun bezieht. Der Name besteht aus zwei Teilen: "chanu!" (haltet inne, bleibt stehen) und "kah" als Symbol für die Rast, die Pause die sich das Geschöpf nimmt, bis das Gefäß repariert ist und bevor es beginnt sich zu füllen.

Das Licht, haOr, wird durch die Kerzen symbolisiert. Dieses "Licht der Gnade" (Chen) erhält man, wenn man die spirituelle Welt erreicht hat. Das Licht erhöht sich stufenweise während der Feiertage, indem jeden Tag eine neue Kerze angezündet wird.

Die Feste Israels symbolisieren unterschiedliche Seelenzustände.

Dabei steht JiSRa-EL stets für die Kraft, die uns direkt zum Schöpfer treibt: "JiSR" kommt vom Wort "JaSchaR", was "direkt" bedeutet, und "EL" ist das hebräische Wort für G-tt. Das Wort Jisrael bedeutet also "direkt zu G-tt".

Die Wünsche, die der spirituellen Entwicklung des Menschen entgegensetzt sind, symbolisieren die Jevvanim, die Griechen. Sie sagen ihm, dass es unvernünftig ist, über die Naturgesetze hinaus, mit der Höheren Welt zu kommunizieren. Sie behaupten, es sei gegen den Verstand. Die Griechen schwächen die Stärke Israels durch logische Argumente, die aus der Ansammlung von Erfahrung dieser Welt stammen.

Die Griechen wollten Israel nicht vernichten, wie Haman (siehe Purim) es tat, sie wollten einfach die spirituelle Lebendigkeit Israels 'auslöschen'. Deshalb brachten sie von Menschenhand geschaffene Statuen. Sie kämpften nicht für eine materialistische Vorherrschaft, sondern für eine spirituelle.

Im einzelnen Menschen steht Jisrael gegen die Argumente des Materialismus, der Griechen. Israel erklärt den Griechen, dass obgleich sie von einem logischen Gesichtspunkt aus gesehen recht haben, Israel dennoch an die Möglichkeit glaubt, dass es möglich ist über die Grenzen von Vernunft und Verstandes hinaus zu gehen, hin zur Quelle, zum Schöpfer. Je stärker der Hellenismus wird, um so klarer muss Israels Glaube sein. Dieser Kampf geht weiter und weiter, bis Israel nur noch ein Wunder zum Sieg verhelfen kann. Und dann tritt dieses Wunder ein.

Der Sieg über die materielle Lehre des Hellenismus ist die Grundlage für den Weg der Spiritualität. Das Licht von Chanukah weist uns den Weg zur letzten Grenze, zum Purim. Danach wird es uns gelingen die endlose Freigiebigkeit für alle Ewigkeit zu erreichen. Das ist es was der Schöpfer, gelobt sei er, für uns alle vorbereitet hat.

dg, nach einem Artikel von Gilad Shadmon und einer Übersetzung von Peter Staaden

Athen und Jerusalem:
Die religionsphilosophische Stellung Franz Rosenzweigs
Philosophie und Religion hatten geschichtlich getrennte Entwicklungen, was stets zur traurigsten Verwirrung der Geister den Anlass gab. Tritt der junge jüdische Akademiker in die Lehrhallen der Universität ein, dann wird ihm gesagt: Hellas ist das Land der Philosophie...

haOr - das Licht:
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Ma'os Zur Jeschu'athi ...
Zuflucht, Fels meiner Rettung...
Dieses Lied hat eine spezielle kabbalistische Bedeutung. Es ist ein Lied, in welchem der Mensch den Schöpfer für die Bedingungen, die er für uns erschaffen hat und die uns auf dem Weg zu Ihm begleiten, preist...

Nes gadol hajah scham:
Wunder und Zauberei
Wir alle wünschen uns ein Wunder, das uns zumindest für einen kleinen Moment über die raue Wirklichkeit des Alltags erhebt. Doch ein wahres Wunder ist es, unsere Natur in eine "gebende" zu verändern. Dafür brauchen wir keine Zauberei, sondern das Verlangen, uns spirituell zu erheben...

Mosche Ivgi über Chanukah,
Israel und die freie Welt:
Zuerst war ich nur neugierig

Moshe Ivgi, wurde vor allem als Kinostar weltbekannt. In Israel ist er auch als Schauspieler am Theater und im Fernsehen bekannt und geschätzt. Zahlreiche Preise sind Ausdruck der Anerkennung seines Schaffens im In- und Ausland. Ivgi, der immer wieder zu gesellschaftspolitischen Themen befragt wird, sprach zu Chanukah mit Yoav Bernstein über Spiritualität und ihre Auswirkungen auf die Probleme Israels und der freien Welt...

Definitionen zu Chanukah:
Licht und Dunkelheit

Der Krieg zwischen Griechen und Makkabäern verdeutlicht den Kampf zuwischen zwei Kräften, die innerhalb von uns selbst existieren: das Verlangen zu Empfangen (Egoismus) und das Verlangen zu Geben (Altruismus). Der Triumph der Makkabäer über die Griechen - wenige über viele - ist ein Symbol für den Sieg der spirituellen Kraft über die materielle Kraft in einem Menschen...

Die Zeit der Enthüllung:
Licht für die Völker der Welt
Ich bin mir der Ängste vor einem neuen Krieg und vor der iranischen Atombombe bewusst, doch wir haben nichts zu befürchten, wenn wir unsere Pflicht tun und der Welt die Korrektur bringen. Keine der Schreckensvisionen muss real werden, weder für uns noch für den Rest der Welt. Doch wir müssen begreifen, dass eine glückliche Zukunft von uns abhängt. Wir haben eine Aufgabe für die wir "auserwählt" wurden. Die Torah fordert uns dazu auf, "ein Licht für die Völker" zu sein...

hagalil.com 10-12-2007



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