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Koscher leben...
 
 

Tikun haSfiroth veKabalath haOr:
Die Kabalah zum LaG baOmer


Um unsere Seele zu heilen, müssen wir jeder einzelnen Sfirah Aufmerkamkeit schenken, doch am LaG baOmer können wir sicher sein, dass wir schlussendlich belohnt werden und die Torah, deren Licht uns im Überfluss geschenkt wird, empfangen werden. Wenn das kein Grund zum Feiern ist...



Die Kabbala lehrt uns nicht nur zu glauben, sondern auch zu verstehen, dass das Leben einen Zweck und ein Ziel hat. Im Lauf unseres Lebens sollen wir dieses Ziel erreichen und in der Lage sein, unsere Weiterentwicklung auf jeder Stufe des Weges zu messen und zu überprüfen. Wir sollen ein progressives Leben führen, d.h. der Aufruf "du aber sollst das Leben wählen" bedeutet, wir sollen lebendig bleiben, offen für neue Erkenntnisse und Wachstum und nicht erstarren (5M-30). Die Feiertage, die wir begehen, wurden uns als Wegmarkierung und Erinnerung gegeben, sie symbolisieren spezielle Grade, die jeder durchläuft, der den Pfad zur Vervollkommnung geht.

Die Kabbala steht jedem Menschen offen, der sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Die Weisen bezeichnen das Auftauchen dieser Frage als das "Erwachen des Punkts im Herzen", der "Hitoreruth schel haNekudah schebaLew".

Der Schöpfer der Welt, der Heilige, gelobt sei er, erschuf Seelen und kleidete sie in Körper. In jedem von uns ist eine Seele, die zur Höheren Welt gehört und danach strebt, zu dem Ort zurück zu kehren, von dem sie gekommen ist. Wenn ein Mensch an diese Wurzel zurückkehrt, kann er gleichzeitig in beiden Welten leben, in der, die wir kennen, und in der, aus der wir alle kamen. Allein in diesem Zustand ist alle Sehnsucht nach Glück, Ruhe, Vertrauen und einem vollständigen Verständnis der Welt, die uns umgibt, befriedigt.

Jeder von uns lebt viele Leben, und immer wieder erfährt die Seele das Verlangen, sich über die Schwierigkeiten der materiellen Welt zu erheben und zu ihrer geistigen Wurzel zurück zu kehren. Gleichzeitig fühlt sie aber Widerstände des Körpers und der äußeren Umstände, die sich dem Prozess von Wachstum und Entwicklung entgegenstellen. Die Seele muss deshalb die Fähigkeit entwickeln, sich selbst zu korrigieren und sich zu mühen, ja sie muss das Sehnen sogar noch verstärken, das sie zu ihrer göttlichen Wurzel treibt.

Der größte Gegner des Menschen auf diesem Weg ist sein eigener Egoismus, der ihm immer wieder Fesseln anlegt und ihn an seinen erreichten und erstrebten materiellen Status binden möchte.
Es ist aber nicht das Ziel des Menschen immer mehr Reichtum, Ehre, Wissen, Macht, Status anzuhäufen, sondern die Wurzel seiner Seele zu erreichen, und dies nicht in der nächsten Welt, sondern noch in dieser Welt, solange er noch in seinem Körper aus Fleisch und Blut weilt.

Unser aller Weg, von dieser Welt (haOlam haseh) bis zum Punkt der äußersten Glückseeligkeit, ist in zwei Etappen aufgeteilt. Zuerst korrigieren wir den oberen Teil, den "Kopf der Seele", danach korrigieren wir den unteren Teil, den "Körper der Seele".

Abb.: siehe wiki-sefiroth

Vielleicht haben viele unserer Leser schon einmal vom kabbalistischen Begriff der "Sfiroth" gehört, und in diesem Zusammenhang müssen wir uns kurz mit diesem Konzept befassen.

Eine Seele besteht aus zehn Teilen, die "eser Sfirot" genannt werden. Ihre Namen sind: Keter, Chochmah, Binah, Chesed, Gwurah, Tifereth, Nezach, Hod, Jesod und Malkhuth.

Die ersten drei gehören zum Kopf der Seele (Keter, Chochmah, Binah) und wurden bereits durch frühere Kabbalisten korrigiert.

Die sieben übrigen Sefirot (Chesed, Gwurah, Tifereth, Nezach, Hod, Jesod, Malkhuth) müssen wir während unseres Lebens in dieser Welt korrigieren.
Wenn ihr Tikun, d.h. ihre "Korrektur" oder "Reparatur" abgeschlossen ist, hat der Mensch seine Vollendung erreicht.

Innerhalb jeder einzelnen der sieben (unteren) Sefirot, den Sfiroth des Körpers, gibt es sieben innere Sefirot. Zum Beispiel, innerhalb Chesed gibt es: Chesed innerhalb Chesed, Gwurah innerhalb Chesed, Tifereth innerhalb Chesed, ... Malchut innerhalb Chesed. Dies sind alles in allem neunundvierzig Sefirot, die im Verlauf des Aufstiegs auf der spirituellen Leiter geheilt werden müssen.

Das Pesachfest symbolisiert den Exodus des Menschen in die spirituelle Welt, wo er die Struktur der Seele entdeckt. Dann beginnt er seinen Aufstieg, Stufe um Stufe, durch die Korrektur der Sefirot, bis zum fünfzigsten Tag, an dem er das Wochenfest Schawu'oth begeht, das Fest des "Mathan Torah", an dem die Torah gegeben wurde. Das große Licht der Torah, haOr, kann nur nach Konflikten und Tikun empfangen werden.

Die Omer Zählung, zwischen Pesach, dem Fest der Freiheit, des Auszugs aus der Sklaverei, der Abhängigkeit, Bevormundung und Enge (Mezar) Mizrajims, also Ägyptens, bis zum Erreichen des Sinaj und der Gabe der Torah, dem Licht, symbolisiert diesen Weg und seine sieben mal sieben, also neunundvierzig Stufen. An jedem Tag kann sich der Mensch einer Sefirah seiner unteren Seele widmen. In vielen Sidurim (Gebetsbüchern) wird während der Omer-Zählung jeder Tag einer bestimmten Sefirah gewidmet.

Am ersten Tag korrigieren wir Chesed innerhalb Chesed, am zweiten Gwurah innerhalb Chesed und so weiter bis zum letzten Tag, an dem wir Malkhuth innerhalb von Malkhuth instandsetzen.

Die ersten dreiunddreißig Sefirot, von Chesed innerhalb Chesed bis hin zu Jesod innerhalb Jesod, sind die oberen Sefirot des Körpers im Korrekturplan. Dies ist das Programm, das den gesamten Prozess in Gang bring. Die verbleibenden sechzehn Sfiroth haben mit der tatsächlichen Durchführung der Gebote zu tun. Das ist der Grund, warum derjenige, der die ersten dreiunddreißig Sefiroth korrigiert hat, gewiss sein kann, dass er es schaffen wird, die restlichen ebenfalls zu korrigieren und den Prozess zu vollenden. Nach dreiunddreißig Tagen kann er absolut sicher sein, dass seine Seele am fünfzigsten Tag mit Licht erfüllt sein wird, d.h. er wird die Torah empfangen (ikabel).

Die Zahl dreiunddreißig, dargestellt durch die Hebräischen Buchstaben Lamed (Zahlenwert 30) und Gimel (Zahlenwert 3), bildet die Kombination des Wortes "LaG". Das ist der Grund, warum wir LaG baOmer am 33. Tag der Zählung feiern: Wir feiern die Gewissheit, dass wir schließlich unser Ziel auf Erden erreichen und den vollkommenen Tikun, die vollständige Korrektur unserer Seele, erlangen werden.

Rabbi Schimon Bar Johaj, der RaSchBiJ, der das Heilige Buch des Sohar schrieb, formulierte eine ganz besondere Methode für die Korrektur der Seele. Sie ist einzigartig, weil der RaSchBiJ selbst jeden Grad in der spirituellen Welt durchlief und sie verbesserte, damit jeder ihm nachfolgen konnte. Dank ihm, können auch wir diesen Pfad emporsteigen, in dem wir die Anweisungen befolgen, die im Heiligen Buch des Sohar niedergeschrieben sind. Rabbi Shimon Bar Yohai begründet diese Welt am dreiunddreißigsten Tag der Omer Zählung, da er an diesem Tag den Korrekturplan, dem alle Seele folgen sollen, abgeschlossen hat. Alles, was wir zu tun haben, ist diesen Anweisungen zu folgen und auf diese Weise seinen Plan auszuführen. Rabbi Shimon Bar Yohai hat für uns den Pfad zur Vervollkommnung und zur Ewigkeit vorbereitet. Deshalb feiern wir an Lag Ba'omer die Erfüllung seiner erhabenen Mission für alle kommenden Seelen.

Die Entzündung des Feuers symbolisiert das große Licht, das demjenigen versprochen wird, der seine Seele bis zum Grad von LaG baOmer korrigiert hat. Derjenige, der seine Seele bis zur Stufe von LaG baOmer ausheilte, besitzt die Sicherheit, den vollkommenen Tikun seiner Seele zu erhalten. Ein Grund zu feiern und in Dankbarkeit an Rabbi Schim'on Bar Jochaj zu denken, der den Weg für uns geebnet hat und uns das Heilige Buch des Sohar hinterlassen hat und die Gewissheit, dass das Licht Israels ewig glänzen wird: "Or Israel tamid jisrach!"
Der Code von Rabbi Shimon Bar Jochai:
Offenbarung im Geheimen

Der Sohar, das Buch der Bücher der Kabbalah, wurde versiegelt und sofort nachdem es verfasst wurde mit tausend Schlössern verschlossen, so irrte es jahrhundertelang in der Welt umher. Doch als die Zeit reif war, wurde es von Baal Sulam von Neuem eröffnet...

haOr beSfarad - la luz en España:
Eine Wegkarte für die mit dem offenen Herzen
Viele Bücher wurden vor dem Buch Sohar verfasst, und Tausende haben seitdem das Licht der Welt erblickt, aber niemals ist eines verfasst worden, das dem Sohar in der spirituellen Kraft gleichkommt, die in ihm verborgen liegt...

Sinath chinam:
Kabalistische Aspekte zur Omerzählung
Nach dem Lebensbaum lassen sich zu jedem Tag der Zählung zwei Eigenschaften zuordnen. Am 36.Tag der Omerzählung, das sind 5 Wochen und 1 Tag der Zählung, wären dies z.Bsp. Bescheidenheit und Liebe...

haOmer:
Die Kunst des Zählens
"Und zählt euch von dem Tage nach diesem Schabbat, von dem Tage eurer Darbringung des geschwungenen Omeropfers, sieben volle Schabbatot sollen es sein"...

49 Stufen der Unreinheit (1):
Der Niedergang Israels in Ägypten

Menschen, die Tiere als Götter verehren, müssen bis zum Tiere herabsinken, und wie Tiere wurde das Volk auch von den Königen und den höheren Ständen, der Priester- und Kriegerkaste, behandelt: Keine Achtung vor dem Menschen, keine Anerkennung der Freiheit der Eingeborenen, geschweige der Fremden...

Mosche Ivgi über Chanukah,
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Moshe Ivgi, wurde vor allem als Kinostar weltbekannt. In Israel ist er auch als Schauspieler am Theater und im Fernsehen bekannt und geschätzt. Zahlreiche Preise sind Ausdruck der Anerkennung seines Schaffens im In- und Ausland. Ivgi, der immer wieder zu gesellschaftspolitischen Themen befragt wird, sprach zu Chanukah mit Yoav Bernstein über Spiritualität und ihre Auswirkungen auf die Probleme Israels und der freien Welt...

Die Zeit der Enthüllung:
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Ich bin mir der Ängste vor einem neuen Krieg und vor der iranischen Atombombe bewusst, doch wir haben nichts zu befürchten, wenn wir unsere Pflicht tun und der Welt die Korrektur bringen. Keine der Schreckensvisionen muss real werden, weder für uns noch für den Rest der Welt. Doch wir müssen begreifen, dass eine glückliche Zukunft von uns abhängt. Wir haben eine Aufgabe für die wir "auserwählt" wurden. Die Torah fordert uns dazu auf, "ein Licht für die Völker" zu sein...

Bnej Barukh:
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Das Netzwerk von Rabbi Berg ist durch prominente Mitglieder weltberühmt und blüht, vor allem in Form von Bankkonten, trotzdem ist aber Rabbi Berg nicht die einzige Möglichkeit für ein Studium der Kabbala...

Luz deEspanja - Leuchtende Sterne in Zfath:
Gallico, Al-Kabez, Najara y Asikri

Teil 4 - In der Hoffnung auf die kommende Vereinigung G'ttes und seiner Welt, entstanden hier einige der beeindruckendsten Lieder und Gebete Israels. Bis zum heutigen Tag hallt ihr Klang in den Gassen von Zfath nach und das Licht über der Stadt ist noch immer erfüllt vom Glanz der Lehre und ihrer Lehrer. Or Jisrael tamid jisrach, das Licht Israels wird immer leuchten...

dg / hagalil.com 19-05-2008



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