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Jüdisches Denken verstehen |
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Israel:
Zurück ins Leben...
Zweiter Teil zum Unabhängigkeitstag, den
ersten Teil lesen Sie hier...
Die Staatsgründung am 14. Mai 1948 war das Ergebnis einer
langen Entwicklung. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts begann der Prozess
der Rückkehr zum spirituellen Leben. Dieser Prozess mündete im Willen und
Bedürfnis des jüdischen Volkes, ins Land zurückzukehren und einen eigenen
Staat zu gründen.
Allmählich erlangte dieser Wille handfeste Formen und
mündete schließlich in der Zusammenkunft des jüdischen Volkes aus allen
Winkeln der Erde und in der Ausrufung eines unabhängigen jüdischen Staates.
Parallel dazu begann sich die Wissenschaft der Kabbalah, die
sich im Laufe der Jahrtausende des Exils im Verborgenen gehalten hatte, dem
ganzen Volk zu öffnen. Im 20. Jahrhundert beschlossen die "Zwei großen
Leuchten", Baal haSulam und haRav Kook, dass "die Zeit reif sei": "Ich bin
froh, in eine solche Generation berufen worden zu sein, in der es bereits
erlaubt ist, die wahre Wissenschaft zu verbreiten" (Baal Sulam, "Die
Weisheit der Kabbalah und ihr Wesen").

Jetzt, da wir schon im Land Israel leben, und die Methodik,
sich spirituell zu erheben, bereits für alle zugänglich ist, ist es an uns,
zurückzukehren und die Grundwerte, auf deren Basis unser Volk entstand,
wiederzubeleben um wieder Liebe in unsere Mitte zu bringen.
Das ist die Formel, durch welche wir in der Vergangenheit zu unseren größten
Errungenschaften als Volk gelangten, und sie ist es auch, die imstande ist,
unser Land auf allen Ebenen zur Blüte zu führen. Deswegen schrieb Baal Sulam:
"Solange wir unser Ziel nicht über das physische Leben erheben, werden wir
keinen physischen Aufstieg erleben, denn wir sind Söhne des Ideals"
(Baal Sulam, "Frieden in der Welt")
Das Prinzip ist einfach: es ist unmöglich, hier einen Staat aufzubauen,
der auf fremden Grundsätzen basiert, auf Lebensweisen oder Werten, die
anderswo erfolgreich sind, denn unsere Wurzel ist "jechudi", "gesondert",
einzigartig . Wir sind "Sohne eines Ideals", und aus diesem Grunde half uns
die Höhere Kraft, in dieses Land zurückzukehren, damit wir hier einen Staat
aufbauen, der vom Ideal der Nächstenliebe lebt – damit wir "Isra-El", "Jaschar-El"
= "Direkt am Schöpfer" sein mögen.
Ich-Du-Israel-Welt
Die Bezeichnung "Israel" setzt sich ursprünglich aus zwei
Worten zusammen: "Jaschar-El"; er symbolisiert in der Kabbalah den Willen
eines Menschen, JaSchaR (direkt) zur Höchsten Kraft zu gelangen, zur Kraft
der Liebe und des Gebens.
"Israel zu sein" bedeutet, sich über die Schranken der begrenzten
egoistischen Wahrnehmung zu erheben und unsere Sinne für eine weite, endlose
Welt zu öffnen, wie Baal Sulam dies beschrieb: "Wenn der Mensch zur
Nächstenliebe gelangt, schreitet er aus der engen, begrenzten Welt voller
Leid und Stolpersteine in die ewige weite Welt hinaus".
Das Gesetz der Nächstenliebe ist die einzige Grundlage für unsere Existenz
als Volk, und seine Reetablierung ist für uns der einzige Weg, ein "freies
Volk in unserem Land" zu sein und um wahre Unabhängigkeit zu erreichen – die
Befreiung aus der Herrschaft des Egos über uns. Sobald Liebe zwischen uns
waltet, wird in uns kein Bedürfnis aufkeimen, uns darüber zu streiten, wer
Recht hat und was richtiger ist.
Die Liebe wird uns alle einschließen und dem riesigen Potential, das sich in
jedem Einzelnen von uns und in uns allen zusammen als Volk verbirgt,
erlauben, sich zu verwirklichen. Dann werden alle Bräuche und alle
Richtungen, die sich aus aller Welt hier versammelt haben, einander
bereichern und vervollständigen, und dann werden wir auch begreifen, was die
Welt von uns fordert.
Ziel: Gipfel des Glücks,
Mittel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
"Dem israelischen Volk ist es auferlegt, sich selbst und die
ganze Welt vorzubereiten, auf dass sie sich soweit entwickeln, die
Nächstenliebe auf sich zu nehmen, die eine Leiter zum Schöpfungsziel
darstellt"
(Baal Sulam, "Die Bürgschaft")
Die Wissenschaft der Kabbalah lehrt uns, dass die
Natur nicht nur unser Volk, sondern die gesamte Menschheit dazu antreibt,
sich von der Selbstliebe zur Nächstenliebe zu erheben. Dieselbe Menschheit,
die zur Zeit Abrahams noch nicht zur Menschenliebe bereit war, braucht sie
heute wie die Luft zum Atmen. Das kleine globale Dorf, welches zu einem
gefährlichen und unsicheren Ort geworden ist, braucht einen neuen Weg, und
wir sind diejenigen, die ihm diesen bereiten müssen.
Sobald wir beginnen, der Welt eine Methodik von Einheit und Liebe zwischen
Menschen anzubieten, werden wir Frieden und Sicherheit erreichen. Kein Land
wird mehr danach trachten, uns von der Landkarte zu tilgen, alle werden
spüren, dass wir gebraucht werden und uns mit Respekt und Wertschätzung
begegnen, denn wir werden diejenigen sein, die sie an den Gipfel des Glücks
bringen.
"Zu der Zeit, wenn die Menschheit zu ihrem Ziel gelangt, indem sie in
Nächstenliebe eine vollkommene Stufe erklimmt, wenn sich die Körper aller
Menschen zu einem einzigen Körper mit einem Herzen vereinigen – erst dann
wird sich das ganze Glück in Vollendung offenbaren"
(Baal Sulam, "Die Freiheit")
(Auf Basis der Artikel "Abschluss des Buches Sohar",
"Exil und Erlösung" und der Zeitung "haUma" von Baal haSulam)
Erster Teil - Israel wird 60:
Ein
Volk, ein Herz
In diesen Tagen begehen wir den Geburtstag des jüdischen Staates am Hej
beIjjar 5708 bzw. am 14.Mai 1948. Sechzig Jahre sind seit dem Tag vergangen,
an dem David Ben Gurion den Staat Israel ausrief, doch scheinbar haben wir
es immer noch nicht geschafft, hier auf der Basis von Nächstenliebe ein
echtes geistiges, spirituelles Zuhause aufzubauen...
Kostenloser Online-Kurs: "Grundlagen der Kabbalah"
kabbalahlernzentrum.info
www.ari-bildung.de - Sonderausgabe zum Unabhängigkeitstag - 2008
Teil 1 - Kabalah und die Befreiung vom Egoismus:
Befreiung aus der Sklaverei
Der größte Feind des Menschen ist sein eigener
"Egoismus". Um uns vor dieser Sklaverei zu retten, sind wir auf die Hilfe
G'ttes angewiesen. Deshalb die Bitte an G'tt um Befreiung, die er
beantwortet, in dem er das egoistische "Herz aus Stein" durch das
spirituelle "Herz des Lebens" ersetzt... |
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hagalil.com
09-05-2005
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