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Koscher leben...
 
 

Die wöchentliche Halacha-Reihe über Hilchos Schabbos wurde veröffentlicht von Pirchei Shoshanim, ein Projekt des Shema Yisrael Torah Networks, auf Grundlage der Schiurim von Rabbi Dovid Ostroff schlita, entwickelt von der Chewuro des Pirchei Shoshanim Semicha Programs. Diese Halachos wurden von Rabbi Ostroff haGaon haRaw Mosche Sternbuch schlito vorgelegt.


Zur Parschas Mischpatim

Band 1, Nummer 12

Darf man einen Nicht-Juden bitten, die Heizung einzuschalten?

Wir sehen, dass sich Chasal aufs sorgfältigste mit der Gesundheit der Kinder befasst hat. Da kaltes Wetter ihrer Gesundheit schaden kann, gestattete Chasal, dass ein Nicht-Jude in Ländern mit kaltem Klima am Schabbos die Heizung einschalten darf.[1] Entsprechend unproblematisch ist es, einen Nicht-Juden zu bitten, die Heizung einzuschalten (wenn sie nicht mit einer Zeituhr programmiert wurde), weil Kinder Wärme brauchen, um gesund zu bleiben.

Unter bestimmten Umständen erlaubt Chasal bei Kälte sogar, dass ein Nicht-Jude für Erwachsene die Heizung einschaltet; wie es bei Chasal heißt: „bei kaltem Wetter gilt jeder als krank.“

Besteht ein Unterschied zwischen einem Herd und einer Zentralheizung?

Wie schon vergangene Woche bemerkt, leuchtet eine Lampe für viele; wenn daher ein Nicht-Jude für sich selbst Licht macht, darf ein Jude daraus Nutzen ziehen. Manche vertreten jedoch die Auffassung,[2] dass ein Herdfeuer etwas anderes ist, denn je mehr Personen sich an einem Herdfeuer wärmen, desto mehr Holz wird gebraucht, um das Feuer zu vergrößern; heizt daher ein Nicht-Jude für sich selbst den Herd ein, darf man (nach dieser Meinung) nicht am Feuer sitzen, damit nicht für den Juden zusätzlich Holz aufgelegt wird.

Das gilt natürlich nicht für eine Zentralheizung. Eine Zentralheizung ist ähnlich wie eine Lampe, und wenn ein Nicht-Jude sie für sich selbst einschaltet, dürfen auch Erwachsene davon profitieren.

Hat ein Nicht-Jude trotz Verbot die Heizung eingeschaltet – was soll man tun?

Der Rama[3] sagt, dass man das Haus nicht verlassen muss, wenn ein Nicht-Jude eine Lampe oder die Heizung eingeschaltet hat, aber dennoch ist es dem Juden in diesem Fall verboten, etwas zu tun, was er zuvor nicht hätte tun können. Konnte er also zuvor wegen schlechter Beleuchtung nicht lesen, darf er auch jetzt nicht lesen. Er darf sich nicht am Feuer wärmen, aber er darf den Pullover ausziehen, den er zuvor wegen der Kälte getragen hat, ebenso wie er sich im Haus schneller bewegen kann, als ihm das möglich war, bevor der Nicht-Jude das Licht eingeschaltet hat.

Wie ist das auf ein Gebäude mit Zentralheizung anzuwenden, in dem Juden und Nicht-Juden gemeinsam wohnen?

Bei extremer Kälte oder wenn Kinder in der Wohnung sind, gibt es gar kein Problem. Ist die Mehrheit der Bewohner Nicht-Juden, dann sagen wir, die Intention der Nicht-Juden gibt den Ausschlag, und sie dürfen die Heizung einschalten. Selbst wenn die Mehrheit aus Juden besteht, sagt die Mischna Berura,[4] dass man einen Nicht-Juden für die gesamte Heizperiode zum Einschalten der Heizung bei (vielleicht gesundheitsschädlicher) Kälte anstellen darf, und schaltet er die Heizung ein, obwohl es nicht sonderlich kalt ist, dann gilt das, als würde er das aus eigenem Entschluss tun, und man muss die Wohnung, wie oben gesagt, nicht verlassen.

Ein Wort zum Parscha

Wer ein Lamm stiehlt und es verkauft, muss seinen vierfachen Wert zahlen, und wer einen Ochsen stiehlt und verkauft, muss seinen fünffachen Wert zahlen. (21:37)

R“Simscha Zissel von Kelm verwies darauf, dass der Lammdieb, wenn er das gestohlene Lamm auf seinen Schultern getragen hat, dadurch in den Augen der anderen erniedrigt und der Lächerlichkeit preisgegeben war, und entsprechend minderte die Thora seine Geldstrafe. Im Fall des Ochsendiebes hingegen gab es keine Erniedrigung und daher auch keine Strafminderung.

Viel größer als der normale Lohn wird die Belohnung für das Tun einer Mitzwa ausfallen, wenn man durch inneren Kampf eine böse Neigung überwunden hat oder eine Mitzwa gegen alle Hindernisse tut.

Stoff zum Nachdenken

Darf man einen nassen Regenmantel auf eine Wäscheleine hängen?

Macht es einen Unterschied, ob der Mantel vom Regen nass geworden ist oder weil er in eine Pfütze gefallen ist?

Wenn eine Socke in die Wäschetrommel geraten ist, welches ist ihr Status?

Wie soll man am Schabbos etwas vom Fußboden aufwischen?

Antworten kommende Woche.

Iggeres HaGra – (Teil 10)

Erziehe auch deine eigenen Kinder richtig und mit dem rechten Gespür und bezahle ihren Lehrer gut, denn: „Die ganze Versorgung des Menschen für das Jahr ist für ihn festgelegt ab Rosch Ha-Schana, ausgenommen TiSCHReJ.“ (Talmud, Schabbos, Rosch Chodesch und Yom Tow – Beitzah 16a). Ich habe auch Bücher für sie dagelassen.

Um Haschems Willen, führe sie gut und sanft. Achte auf ihre Gesundheit und darauf, dass sie immer genug zu essen haben. Zuerst lass sie den ganzen Chumasch lernen, bis sie ihn beinahe auswendig können. Sie dürfen nicht mit ungebührlichem Zwang lernen, sondern sanft, weil sich das Gelernte besser einprägt, wenn man sich beim Lernen wohl fühlt. Gib ihnen Münzen etc. zur Belohnung. Konzentriere dich immer auf diese Fragen, nicht auf andere, denn alles andere ist trivial. Denn der Mensch kann von seiner Arbeit nichts retten, um es mitzunehmen (siehe Koheles 5:14), ausgenommen zwei weiße Tücher (das Totenhemd). Zudem (Tehillim 49): „Ein Mann wird seinen Bruder nicht erlösen ... Fürchte dich nicht, wenn jemand reich wird ... Denn wenn er stirbt, wird er nichts mitnehmen ...“

Sage nicht: „Ich werde meinen Kindern etwas hinterlassen“ – wer bringt dir Nachricht im Grab? Die Kinder des Menschen sind wie die Gräser auf dem Feld, manche blühen, manche verschwinden. (Eruwin 54a). Jeder wird unter seiner eigenen Konstellation und unter der Göttlichen Vorsehung geboren. Sie sind froh, wenn sie sterben und in die Unterwelt gehen. [Bei seinem Tode] hinterließ Resch Lakisch seinen Kindern ein Kaw Safran, und er wandte auf sich selbst den Vers (Tehillim 49:11) an: „... und sie hinterlassen anderen ihren Wohlstand“ (Gittin 47a).

[1] Simon 276:5.
[2] Simon 276:1.
[3] Ebenda. Für den Fall, dass ein Jude einen Nicht-Juden angewiesen hat, die Heizung einzuschalten, als das verboten war, heißt es in M“B 13, dass der Jude das Haus verlassen müsste.
[4] Simon 276:45.


Wir hoffen, dass sich zur [Diskussion] ausreichend Fachkundige einfinden werden.

Im Gedenken an Sergei Fejwel bar Josef Dow Ajwrams und Mirjam Deworah Ajwrams bat R. Jisrael Zwi HaCohen.

Zu Ihrer Information: Diese wöchentlichen Schiurim sind schriftlich oder telefonisch anzufordern bei: Office 99 Rechov Bayit Vegan, Jeruschalajim, Israel 972-8-974-4177 Tel., U.S. 732-370-3344, e-mail: shabbosweekly@shemayisrael.com, oder unter www.shemayisrael.com. Wöchentliche Förderungen können übernommen werden.

Vermerk: Diese Reihe dient nur der Klärung der erörterten Gegenstände und enthält keine halachaschen Entscheidungen. Sie soll das alltägliche Bewusstsein für wichtige Fragen in Verbindung mit diesen Gegenständen stärken. Zur Einholung einer P'sak ist eine halachasche Autorität zu konsultieren.



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