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Die
wöchentliche Halacha-Reihe über Hilchos Schabbos wurde veröffentlicht von
Pirchei Shoshanim, ein Projekt des Shema Yisrael Torah Networks, auf
Grundlage der Schiurim von Rabbi Dovid Ostroff schlita, entwickelt von der
Chewuro des Pirchei Shoshanim Semicha Programs. Diese Halachos wurden von
Rabbi Ostroff haGaon haRaw Mosche Sternbuch schlito vorgelegt.
Parschas Mikeitz 5762
14. Dezember 2001 Band 1, Nummer 4
Wenn die Flamme oder der Strom unter meinen Töpfen ausgegangen ist, kann
ich die Töpfe zum Blech oder zur Schabbos-Platte eines Nachbarn bringen?
Ja, das können Sie. Da Sie immer mit dem Gedanken an die Zubereitung
Ihres Gerichts beschäftigt waren, ist das, als würden Sie die ganze Zeit die
Töpfe mit der Absicht in Händen halten, sie auf die Flamme zurückzustellen.
Wenn das Cholent brennt, was kann ich tun, um es zu retten?
Erste Option. Nehmen Sie das Cholent
von der Wärmequelle oder schieben Sie eine Metallplatte unter den Topf.1
Zweite Option. Nach dem Sephardim:
Es gibt eine Machlokes unter den
Poskim zur Frage, ob man heißes Wasser aus dem Wasserkocher in einen
anderen Topf gießen darf, der auf dem Feuer steht.2
Nach dem Aschkenasim:
Es ist mutar, heißes Wasser aus einem
Wasserkocher auf ein Blech oder von einem elektrischen Wasserkocher
direkt in den Cholent-Topf zu gießen. HaRav Schlomo Zalman Auerbach
Zt''l3 ist der Auffassung, dass es ebenfalls mutar ist, Wasser von
einem Kocher in eine Tasse und von der Tasse in den Cholent-Topf zu
gießen. Was auch immer geschieht, das Cholent muss auf einem Blech
oder einer Wärmeplatte sein, um heißes Wasser zugeben zu können.
Wenn das Feuer unter dem Blech ausgeht, kann ich einen Nicht-Juden
bitten, es wieder zu entzünden?
Fragen bezüglich Nicht-Juden sind immer
schwierig, da viele vorgeben, alles sei mutar.
Man darf einen Nicht-Juden nicht bitten, das
Feuer wieder zu entzünden, weil die Entzündung eines Feuers ein issur
d’oraissa (ein Thora-Verbot) ist, und die Halacha lautet, dass es
nicht gestattet ist, einen Nicht-Juden zu bitten, ein issur d’oraissa
zu tun, auch nicht um einer Mitzwa willen, es sei denn in äußerst
schwierigen Umständen, in denen ein Raw befragt werden sollte. Würde
ein Nicht-Jude das Feuer aus eigenem Antrieb wieder entzünden und
wäre das Essen noch warm, dann könnte es verzehrt werden.4
Essen für einen Kranken wurde gekocht; ist es mutar, wenn ein
Gesunder die Reste verzehrt?
Am Schabbos kann, falls erforderlich,
Essen gekocht werden für einen Choleh schejesch bo sakanah – einen
Kranken in Lebensgefahr; andere Personen jedoch, die nicht in diese
Kategorie gehören (auch andere Kranke, deren Leben jedoch nicht in Gefahr
ist), dürfen von diesem Essen nichts nehmen.
Der Grund ist, dass die Chazal
fürchteten, andere könnten die Tatsache ausnutzen, dass Nahrung zubereitet
wird, und könnten dem Topf Nahrungsmittel zugeben.5
Darf man dieses Essen nach Schabbos verzehren?
Ja, und man braucht nicht die übliche bichdai scheja’asu, die
Zeit, die zum Kochen des Essens benötigt wird, abzuwarten,6 weil das Essen
in Übereinstimmung mit der Halacha gekocht wurde.7
Wenn ein Nicht-Jude das Essen gekocht hat, gilt dann die Regel von
Bishul akum?8
Der Kranke kann es eindeutig an Schabbos verzehren. Was den
Verzehr nach Schabbos (durch Kranke und Gesunde) angeht, finden wir
in der Mischna Berura widersprüchliche Auffassungen,9 und es muss um
eine Schaila (eine Auskunft bei einer rabbinischen Autorität) gebeten
werden.
Ein Wort zu Chanukka
Das berühmte Wunder der Kerzen, die acht Tage
lang brannten, scheint völlig überflüssig gewesen zu sein. Die achttägige
Verzögerung bis zum Eintreffen neuen Öls ging darauf zurück, dass das
vorhandene Öl im Tempel unrein war und dass es acht Tage dauerte, bis neues,
reines Öl beschafft war.
Die Kommentatoren weisen aber darauf hin, dass
die Halacha besagt, dass unreines Öl verwendet werden darf, wenn auch
die Allgemeinheit unrein ist; weshalb haben sie also die Kerzen nur mit
reinem Öl entzündet (dessen Beschaffung selber ein Wunder war), statt das
unreine Öl zu verwenden?
HaRaw Sterbuch erwidert: Wenn man eine
Grundlage für das Jüdischsein legt, muss man das Beste verwenden und darf
keine Kompromisse machen. Man kann auf schwachen Fundamenten kein großes
Gebäude errichten; hier sind keine Abkürzungen möglich.
Die Haschmonäer wussten daher, dass sie sich
und der jüdischen Nation zur Auslöschung der Eindrücke, die die
Judengriechen hinterlassen hatten, unmissverständlich klar machen mussten,
dass für Haschem nur das Beste gut genug ist.
Stoff zum Nachdenken
Ist es mutar,
vor Schabbos ein in Folie eingewickeltes Challa in den Ofen zu legen
(wobei der Ofen an oder aus sein kann)? Was ist die Halacha in der
Frage, ob man eine elektrische Schabbos-Platte kurz vor Schabbos anschalten
darf? Wenn ein Teebeutel mit kochendem Wasser aufgegossen wurde, darf man
den Tee trinken? Wie bereitet man Tee-Essenz vor Schabbos zu?
Antworten kommende Woche.
Ohr L’Zion B, 17-8. Jechave
1, Fußnote 44
3
Sch’miras Schabbos Kehilchasa 1,
Fußnote 444
Simon 253:5 im
Rama
5 Simon 318:2
6 Wird später erläutert.
7 M’B
Simon
318:14
8 Chazal
(unsere Weisen) verboten den Verzehr von Nahrung, die von
Nicht-Juden gekocht wurde, um Mischehen zu verhüten.
9
Simon 318:14 und Simon
328:63
Wir hoffen, dass sich
zur [Diskussion]
ausreichend Fachkundige einfinden werden.
Iggeres HaGra – (Teil
2)
Im Gedenken an Sergei Fejwel bar
Josef Dow Ajwrams
und Mirjam Deworah Ajwrams bat R. Jisrael Zwi HaCohen.
Zu Ihrer Information: Diese wöchentlichen Schiurim sind schriftlich oder
telefonisch anzufordern bei: Office 99 Rechov Bayit Vegan, Jeruschalajim,
Israel 972-8-974-4177 Tel., U.S. 732-370-3344,
e-mail:
shabbosweekly@shemayisrael.com, oder unter
www.shemayisrael.com. Wöchentliche Förderungen können übernommen werden.
Vermerk: Diese Reihe
dient nur der Klärung der erörterten Gegenstände und enthält keine
halachaschen Entscheidungen. Sie soll das alltägliche Bewusstsein für
wichtige Fragen in Verbindung mit diesen Gegenständen stärken. Zur Einholung
einer P'sak ist eine halachasche Autorität zu konsultieren.
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