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Weitere Quellen und Texte zum 'Elu D'warim':
...''veTalmud Torah - keneged kulam''...

Zum ersten Teil: ''Ejlu Dewarim, sheejn lahem Schi'ur: haPeah vehaBikurim vehaRajon uGmiluth cHasadim veTalmud Torah''.
(Aus Mischnah Peah 1.1)

Eine Seite Mischnah:
Traktat »Pea« Ackerecke

In diesem der Sache nach ersten Traktat des Seders über die Ackerbaugesetze werden soziale Abgaben behandelt, als erstes die Ackerecke nach Lev 19.9f, von der der Traktat seinen Namen (eig. nur »Ecke«) ableitet.

Ein Stück des Ackers soll nicht vom Besitzer abgeerntet werden, sondern den Armen überlassen bleiben. Als nächste Abgabe wird die Nachlese auf dem Feld behandelt, die den Armen nach Lev 23.22 reserviert bleibt. Das gleiche gilt vom Vergessenen nach Dtn 24.19-21, womit auf dem Feld vergessene Garben gemeint sind.
Die Reihenfolge der Armengaben entspricht der der Erwähnung in der Tora. Die Abgaben betreffen sowohl die Felder als auch die Weinberge und Ölbaumpflanzungen. Die Gliederung des Traktats entspricht dieser Reihenfolge:
Auf Bestimmungen über die Ackerecke (I 1 - IV 9) folgen solche über die Nachlese (IV 10 - V 6) und das Vergessene (V 7 - VII 2). Danach werden Ausführungen zu den Armenabgaben im Weinberg und allgemeiner Art gemacht (VII 3 - VIII 9).

Mischnah Peah - Kapitel I
1. Von der Ackerecke (I 1 - IV 9)

I.1 (a) Dies sind Dinge, für die es kein Maß gibt: Die Ackerecke, die Erstlinge (Dtn 26 1 ff.), das Erscheinen [im Tempel]*, die Liebeswerke** und das Studium der Tora (Ps. 1.2, Ab. 1.2).
(b) Dies sind Dinge, von deren Früchten ein Mensch in dieser Welt zehrt, und das Kapital bleibt ihm in der kommenden Welt: Ehrerbietung gegen Vater und Mutter, Liebeswerke und Friedenstiften zwischen einem Menschen und seinem Gefährten, aber das Studium der Tora übertrifft sie alle.

I.2 Man vermindert die Ackerecke nicht unter ein Sechzigstel. Und obwohl sie sagen, dass es für die Ackerecke kein Maß gibt, [geschehe] alles entsprechend der Größe des Feldes, nach der Menge der Armen und nach der Größe des Ertrags.***

I.3 Man darf die Ackerecke geben vom Anfang des Feldes oder aus seiner Mitte. Rabbi Schim'on sagt: Aber nur, wenn man vom Ende [zusätzlich gibt], wie das Maß ist. Rabbi Jehuda sagt: Wenn man einen Halm [am Ende] übrig lässt, kann man sich das als Ackereck zurechnen, aber wenn nicht, gibt man es nur als Preisgegebenes.****

*) Sc. zu den großen Festen, Ex 23 17, Hag 1.1
**) Dazu zählen u.a. Gastfreundschaft, Krankenbesuch, Beerdigung von Toten. Dies gilt für den persönlichen Einsatz, Geldgaben waren begrenzt, so auf der Synode zu Uscha auf ein Fünftel des Vermögens.
***) Andere übersetzen: Größe der Freigebigkeit
****) d.h. für die Öffentlichkeit, also nicht nur für die Armen.

I.4 Eine Regel sagen sie bei der Ackerecke: Alles, was eine Speise ist, aufbewahrt wird, was sein Wachstum aus der Erde zieht, dessen Ernte auf einmal erfolgt und dessen Abernten der Aufbewahrung dient, unterliegt der Ackerecke. Das Getreide und die Hülsenfrüchte sind in dieser Regel [enthalten].

I.5 Und bei Bäumen [gilt]: Färber-Sumach*, Johannisbrotbäume, Walnussbäume, Mandelbäume, Weinstöcke, Granatapfelbäume, Ölbäume und Dattelpalmen unterliegen der Ackerecke.

I.6 Man darf solange die Ackerecke geben und ist frei von den Zehnten, bis man [das Korn auf der Tenne] geglättet hat**. Und man darf das Preisgegebene geben und ist frei von den Zehnten, bis man [das Korn auf der Tenne] geglättet hat. Man darf Vieh, Wild und Vögel füttern und ist frei von den Zehnten, bis man [das Korn auf der Tenne] geglättet hat. Man darf [Korn] von der Tenne nehmen und säen und ist frei von den Zehnten, bis man [das Korn auf der Tenne] geglättet hat, [sind die] Worte des Rabbi Akiba. Ein Priester oder ein Levit, die [Korn] von der Tenne kaufen, [dürfen] die Zehnten für sich [behalten], bis man (das Korn auf der Tenne] geglättet hat. Wer [Korn] dem Heiligtum geweiht hat und es wieder auslöst, ist die Zehnten schuldig, bis der Schatzmeister [das Korn auf der Tenne] geglättet hat.

*) Rhus coriaria, seine Früchte, Rinde und Blätter dienten zum Gerben und seine Fruchtschalen zum Würzen.
**) Die Ackerecke wird vor den Zehntabgaben gegeben.

Sabbath XVIII.i.ii Fol. 127 a

Grundlagen:
Die Mischnah
Mit der Mischna, entstanden um 200, wurde im Judentum erstmals versucht, Regelungen für alle Lebensbereiche umfassend und systematisch zusammenzufassen...
Ins Deutsche übertragen, mit einer Einleitung und Anmerkungen von Dr. Dietrich Correns...

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