hagalil.com
Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

Newsletter abonnieren
Koscher leben...
 
 

Weitere Quellen und Texte zum 'Elu D'warim':
...''veTalmud Torah - keneged kulam''...

Sabbath XVIII.i.ii Fol. 127 a

R. Jehuda b. Sila sagte im Namen R. Asis im Namen R. Johanans:
Von sechs Dingen genießt der Mensch die Früchte auf dieser Welt, während ihm das Kapital für die zukünftige Welt erhalten bleibt, und zwar:
Gastfreundschaft,
Krankenbesuch,
Andacht beim Gebete,
frühzeitiger Besuch des Lehrhauses,
Erziehung der Kinder zum Studium der Tora
und die Beurteilung seines Nächsten zu seinen Gunsten.

— Dem ist ja aber nicht so, wir haben ja gelernt:
Von folgenden Dingen genießt der Mensch, wenn er sie übt, die Früchte auf dieser Welt, während der Grundstock ihm für die zukünftige Welt erhalten bleibt, und zwar:
Ehrerbietung gegen Vater und Mutter,
Wohltätigkeit,
Friedensstiftung zwischen einem Menschen und seinem Nächsten,
das Studium der Tora aber wiegt sie alle auf.

Nur diese und jene nicht!? — Auch jene gehören zur Wohltätigkeit.
Eine andere Lesart: Diese gehören zu jenen.

Sabbath XVIII.i.ii Fol. 127 b

Die Rabbanan lehrten: Wer über seinen Nächsten günstig urteilt, über den urteilt man ebenfalls günstig.

Einst kam ein Mann aus Obergaliläa herab und vermietete sich bei einem Hausherrn im Süden (6) auf drei Jahre. Am Vorabend des Versöhnungstages sprach er zu ihm: Gib mir meinen Lohn, ich will mein Weib und meine Kinder ernähren gehen.
Dieser erwiderte: Ich habe kein Geld. Jener sprach: So gib mir Früchte, Dieser erwiderte: Ich habe keine.— So gib mir ein Stück Land.— lch habe keines. — So gib mir ein Vieh. — Ich habe keines. — So gib mir Kissen und Polster. — Ich habe keine. Darauf nahm er seine Gerätschaften über den Rücken und ging missmutig nach Hause.
Nach dem Feste nahm der Hausherr den Lohn und eine Ladung für drei Esel, einer mit Speisen, einer mit Getränken und einer mit verschiedenen Kostbarkeiten, mit sich und zog zu jenem. Nachdem sie gegessen und getrunken hatten und er ihm seinen Lohn gezahlt hatte, sprach er zu ihm: Wessen verdächtigtest du mich, als du zu mir sagtest, 'Gib mir meinen Lohn', und ich dir erwiderte, 'ich habe kein Geld'? — Ich dachte, du hättest eine Gelegenheit gehabt, billig Waren zu kaufen und das Geld dafür verwendet. —
Wessen verdächtigtest du mich, als du mir sagtest, 'Gib mir ein Vieh', und ich dir erwiderte, 'ich habe kein Vieh'? — Ich dachte, es wäre bei anderen vermietet.
- Wessen verdächtigtest du mich, als du zu mir sagtest, 'Gib mir ein Stück Land', und ich dir erwiderte, 'Ich habe kein Land'? — Ich dachte, es wäre an andere verpachtet.
— Wessen verdächtigtest du mich, als ich dir erwiderte, 'Ich habe keine Früchte'? — Ich dachte, sie wären nicht verzehntet.
— Wessen verdächtigtest du mich, als ich dir erwiderte, 'Ich habe keine Kissen und Polster'? —Ich dachte, du hättest dein ganzes Vermögen dem Himmel geweiht.
Da sprach er: Beim Kult, so war es auch; ich hatte mein ganzes Vermögen geweiht, weil mein Sohn Hyrqanos sich nicht mit der Tora befasst hatte. Als ich aber zu meinen Genossen im Süden kam, lösten sie mir mein Gelübde auf. Und wie du mich zu meinen Gunsten beurteilt hast, so möge Gott auch über dich zu deinen Gunsten urteilen.

6. Darom, Daroma, Süden, vielleicht auch ein Ortsname, od. die Benennung des südl. Judäa, wird jedenfalls stets im Gegensatz zum Galil gebraucht.

Die Rabbanan lehrten: Einst kaufte ein Frommer ein jisraelitisches Mädchen los, und als sie in die Herberge kamen, legte er sie zu seinen Füßen. Am folgenden Tage stieg er hinab, nahm ein Tauchbad und lehrte seine Schüler.
Alsdann sprach er zu ihnen: Wessen verdächtigtet ihr mich, als ich das Mädchen zu meinen Füßen gelegt hatte? — Wir dachten, unter uns wäre ein Schüler, von dem der Meister nicht überzeugt ist.
— Wessen verdächtigtet ihr mich, als ich hinabstieg und ein Tauchbad nahm? — Wir dachten, der Meister hätte durch die Beschwerlichkeit der Reise Samenerguss gehabt.
Da sprach er zu ihnen: Beim Kult, so war es auch. Und wie ihr mich zu meinen Gunsten beurteilt habt, so möge Gott auch über euch zu eueren Gunsten urteilen.

Die Rabbanan lehrten: Einst hatten die Schriftgelehrten ein Anliegen an eine Matrone, bei der alle Vornehmen Roms zu verkehren pflegten, und sie sprachen: Wer geht hin? Da sprach R. Jehoschua: Ich gehe hin. Hierauf ging R. Jehoschua in Begleitung seiner Schüler zu ihr hin. Als sie den Eingang ihres Hauses erreichten, nahm er in einer Entfernung von vier Ellen die Tephillin ab, trat ein und schloss vor ihnen die Tür ab. Als er herauskam, stieg er hinab, nahm ein Tauchbad und unterrichtete seine Schüler. Alsdann sprach er zu ihnen:
Wessen verdächtigtet ihr mich, als ich meine Tephillin abnahm? — Wir sagten, der Meister hätte gedacht, Dinge der Heiligkeit dürfen nicht an einen Ort der Unreinheit kommen.
— Wessen verdächtigtet ihr mich, als ich die Tür abschloss? — Wir dachten, er hätte eine Staatsangelegenheit mit ihr [zu besprechen].
— Wessen verdächtigtet ihr mich, als ich hinabstieg und ein Tauchbad nahm? — Wir dachten, sie könnte mit dem Speichel ihres Mundes die Kleider des Meisters bespritzt haben.
Da sprach er zu ihnen: Beim Kult, so war es auch, und wie ihr mich zu meinen Gunsten beurteilt habt, so möge Gott auch über euch zu eueren Gunsten urteilen.

Aus dem Sidur: Juedische Gebete
Die Anleitung: Fuer jede Woche ein Abschnitt der Torah
Die zehn Gebote und die dreizehn Grundsaetze
Zum Inhaltsverzeichnis: Jahaduth
Zum Inhaltsverzeichnis: haGalil onLine

05-2006© haGalil



Fragen an die Rebbezin...
Jüdische Weisheit
haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2014... © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved
ehem. IDPS, Kirjath haJowel