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Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen.
(Levitikus/Wajikra 23,42)
Uschpisin:
Wir alle sind Gäste
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Uschpisin : Aramäisch:
"Gäste". Der Brauch, jüdische biblische Vorfahren in die Sukka
einzuladen als unsichtbare Gäste. |
Alle Uschpizin waren Wanderer oder lebten im Exil
Es gibt den Brauch, jeden
Tag Uschpizin - symbolische Gäste - zu uns in die Sukka einzuladen. Diese
Ehrengäste sind Abraham, Isaak, Jakob, Josef, Mose, Aaron und David. Jeden
Tag wird einer von ihnen eingeladen. Dieser Brauch wurde durch die
Kabbalisten in Zfath (Safet) volkstümlich, die eine kurze Formel schufen,
die dabei rezitiert wird.
Für die Kabbalisten stand jeder der Gäste für eine der kabbalistischen
S'firot, den Sphären, die das Universum ausmachen. Wenn wir sie einladen,
legen wir jedem Tag eine andere mystische Bedeutung bei. In neuer Zeit haben
Menschen auch die Erzmütter und andere wichtige Frauen der Bibel als
Uschpizin in die Sukka eingeladen. Eine solche Liste enthält Sara, Rahel,
Rebekka, Lea, Mirjam, Abigail und Esther.
Es
gibt eine weitere Verbindung zwischen den Uschpizin und Sukkot. Alle
Uschpizin waren Wanderer oder lebten im Exil.
Abraham verließ seine Heimat, um nach Israel zu gehen; alle drei Erzväter
wanderten in das Land Kanaan und mussten mit seinen Herrschenden aus einer
unvorteilhaften Stellung heraus umgehen. Jakob floh zu Laban. Josef wurde
aus seiner Familie ausgestoßen. Mose floh aus Ägypten nach Midjan, und
später führte er zusammen mit Aaron das Volk vierzig Jahre lang auf der
Wanderschaft durch die Wüste. Und David floh vor Saul.
Das Thema der Wanderschaft und der Heimatlosigkeit, das von der
provisorischen Laubhütte veranschaulicht wird, spiegelt sich auch im Leben
der Uschpizin wider.
(Michail Strassfeld)
Jeder,
der am Fest isst und trinkt, ist verpflichtet, den Fremden, den Waisen und
den Witwen zusammen mit den Armen zu essen zu geben. Wenn aber die Türe
verschlossen ist und die Familie miteinander isst, ohne den Armen und
Bedrückten zu versorgen, dann ist das nicht die "Freude, ein Gebot zu
erfüllen", sondern die "Freude des Magens"... Freude dieser Art ist eine
Schande.
(Maimonides, Mischneh Torah, Jom Tow 6,20)
Ich werde die Überzeugung nicht los, dass die Qual und die
geheimnisvolle Unverwüstlichkeit im Judentum eine unbequeme Wahrheit
veranschaulichen und darstellen: Dass die Menschen lernen müssen, auf diesem
kleinen Planeten gegenseitig Gäste zu sein.
(George Steiner)
Gott,
du versorgst Leib und Seele mit Nahrung. In deiner Gegenwart feiern wir die
Gegensätze unseres Lebens; die Armut und den Reichtum, die wir erlebt haben.
Wir erinnern uns, wie wir durch die Wüste zogen und wie deine Gegenwart uns
ernährte und stärkte. Denn wir sind auf einer Reise durch Raum und Zeit; wir
fliehen aus einem ewigen Ägypten und sind auf dem Weg zu einem verheißenen
Land der Freiheit.
Unsere Seelen haben Bestand unter dem Schutz, den dein Friede uns gibt. Wir
leben im Schatten deiner Gegenwart. In deine Hände befehlen wir unseren
Geist, und mit unserem Geist auch unseren Körper. Denn in jeder Generation
wirkst du, um uns zu erlösen, wahrhaftiger Gott. Unsere Augen können dich
nicht sehen und unser Verstand vermag deine Wege nicht zu begreifen. Dennoch
folgen auch wir dir durch die Wüste dieser Welt und vertrauen dir von
Herzen. Behüte uns auf unserem Weg und segne unsere Anstrengungen. Vergib
uns, wenn wir abirren, und führe uns immer wieder auf den Pfad des Friedens
und der Güte zurück. Erfrische uns mit deiner Freude. Lass uns dazu
beitragen, das Land zu bauen, das du den Gerechten versprochen hast, in
einer Welt, in der alle in Freiheit und in Frieden leben können.
Wenn ein Fremder ins Schtetl kam, suchte er Gastfreundschaft in der Schul
mit den Worten "s'chej ve-" verschaffe dir selbst den Verdienst, die Mizvvah
der Gastfreundschaft zu erfüllen.
(Samuel Sperber)
Fotoausstellung zum Fest der Hütten:
Israel 1948
... "unterwegs, als du mir in die Wüste nachzogst, in
unbesätes Land"...
Quelle / Literatur:
©
Seder haTfiloth
- [Bestellen?]
Photos:
Central Zionist Archives
Zum Inhaltsverzeichnis: Gebete
Zum
Inhaltsverzeichnis: Jahaduth
Grüße in die Sukah:
Herzlichst aus
Jerusalem
Wählen Sie ein schönes Motiv und die passende Musik,
und ab geht die Post... |