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Koscher leben...
 
 

Parashath haShawu'a 
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Chag Hasukkot:
Was ist in deinem Lulaw versteckt?

Wir sind an die reiche Symbolik im Judentum gewöhnt. An den Ner Tamid, der die Ewigkeit G–ttes symbolisiert. An die Elemente des Pessach-Seders, die Freude, Sorge, Plagen und viele andere Gefühle und Ereignisse symbolisieren.

Aber normalerweise legen wir an einem Fest wie Sukkot eine "Philosophiepause" ein. Dies ist ja ein Erntefest, eine Zeit des Jubels und des Feierns in der Sukka. Das denkwürdigste Symbol, das die meisten Menschen mit Sukkot verbinden, ist das offene Geflecht des Sukka-Daches, das unsere Nähe zum Himmel symbolisiert. Andererseits überrascht es Sie wahrscheinlich nicht, dass Lulaw und Etrog eine höhere Bedeutung haben. Der Etrog (die Zitrusfrucht) und die drei zusammengebundenen Äste (Myrte, Palme und Weide) symbolisieren drei Arten von Juden. Das Studium der Torah wird mit dem Geschmack verglichen, das Einhalten der Mizwot mit dem Duft:

Der Etrog mit seinem durchdringenden Geschmack und Duft steht für die Juden, die Gutes tun und die Torah studieren.


Photos von Grzegorz Pawlowski: [Feste Feiern in Israel] [Bilder aus Jerusalem]

Der Palmzweig erinnert an die wohlschmeckenden Datteln der Palme. Er gleicht den Juden, die lieber die Torah studieren als die Mizwot zu befolgen: Mehr Geschmack als Duft.

Die Myrte duftet gut, hat aber wenig Geschmack. Sie gleicht den Juden, die wenig über die Torah wissen, aber Gutes tun.

Die Weide hat weder Duft noch Aroma. Sie steht für die Juden, die weder gelehrt sind noch die Mizwot befolgen.


Photos von Grzegorz Pawlowski: [Feste Feiern in Israel] [Bilder aus Jerusalem]

Nun könnte man annehmen, dass wir danach streben müssen, wie der Etrog zu werden. Doch die Weisen erklären, der Lulav symbolisiere eine höhere spirituelle Ebene. Wie ist das möglich?


Photos von Grzegorz Pawlowski: [Feste Feiern in Israel] [Bilder aus Jerusalem]

Die Befolgung der Mizwot zeigt, dass wir G–tt gehorchen — aber wir bleiben von ihm getrennt. Wenn wir jedoch die Torah studieren, werden wir "eins mit G–tt".

Der "Lulaw-Jude" ist also enger mit G–tt verbunden. Dennoch feiern wir Sukkot mit allen vier Elementen als Einheit. Warum? Weil wir wissen, dass nur alle vier Arten von Juden zusammen uns zu einem Volk machen. Das wird immer so sein.

Gedanken und Einsichten des Lubawitscher Rebbe

Der Glaube ist nicht die Folge unserer Erfahrungen. Im Gegenteil: Er kommt von innen und ist eine Quelle der Erfahrung. Die Dinge geschehen, weil wir daran glauben, dass sie geschehen werden.

Leitgedanken

"Möge Reuben leben und nicht sterben" (33:6).

Frage: Onkelos schreibt: "Umota tinjana la jamut" – "Einen zweiten Tod soll er nicht sterben." Jeder stirbt doch nur einmal. Warum war Reuben einzigartig?

Antwort: In der Zeit des römischen Reiches wurden zehn Weise zum Tode verurteilt. Der römische Kaiser hatte in der Torah gelesen, dass das Entführen und Verkaufen eines Menschen mit dem Tode bestraft wird (Schemot 21:16). Er fragte die Weisen: "Wenn ein Jude einen Glaubensbruder entführt und verkauft, was sagt das Gesetz?" Sie antworteten: "Dass der Täter sterben muss." Daraufhin befahl der Kaiser, die Weisen hinzurichten — um ihre Vorfahren, die Brüder Josefs, zu bestrafen.

Es wurden zehn Weise getötet, obwohl Reuben nach Hause zurückgekehrt war, so dass nur noch neun Brüder am Verkauf beteiligt waren. Der zehnte Weise büßte also für Haschem, der bei der Entführung mitwirkte, indem er Jaakow nicht sagte, wo Josef sich aufhielt (siehe Raschi, Bereschit 37:33). Darum starben alle Brüder, die am Verkauf Josefs beteiligt waren, einen "zweiten Tod" durch die weisen Märtyrer. Der einzige, der lebte und starb und keinen "zweiten Tod" erlitt, war Reuben.

Die fliehenden Grabschänder

Die ruchlosen Nazis zogen durch Europa, ermordeten alle Juden und zerstörten alles, was jüdisch aussah. Sie drängten immer weiter vorwärts wie Dämonen. Schließlich erreichten Sie auch die Stadt Lisensk.

Zuerst trieben sie alle Juden zusammen und töteten sie gnadenlos. Dann zogen sie zum jüdischen Friedhof der Stadt. Dort war der berühmte Rabbi Elimelek begraben, der Lehrer einiger großer jüdischer Männer wie des Chose von Lublin, des Ohew Jisrael von Apta und des Maggid von Koschniz. Die Nazis fanden ein paar alte Männer am Grab des Zadik - Juden die dem Massaker auf dem Marktplatz entkommen waren. Sie stießen sie weg und begannen, den Grabstein über dem heiligen Grab zu zerstören. Dann gruben sie den Sarg aus und öffneten ihn. Der Zadik war im Jahr 5547 (1787), also vor über 150 Jahren gestorben. Er war in seine Leichentücher und Tallit gehüllt und sah aus, als sei er eben erst begraben worden! Sein Gesicht glänzte in heiligem Licht, und seine Augen starrten die Grabschänder an.

Die Nazis liefen entsetzt davon und ließen das Grab offen. So blieben die alten Juden verschont.

Grüße in die Sukah:
Herzlichst aus Jerusalem
Wählen Sie ein schönes Motiv und die passende Musik, und ab geht die Post...

Mo'adim v'cHagim leSimchah:
SUKHOTH

Der Inhalt dieser Gedanken ist heilig, Darum sollte dieses Papier nicht zerstört oder weggeworfen werden. 

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