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Koscher leben...
 
 

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Dies ist die Thorah, die Moschéh
den Kindern Jisrael vorgelegt hat ...

Schawu'oth:
S‘man Matan Toratenu

"Weshalb hat G-tt die Tora nicht an alle gegeben? Warum gab Er sie nur dem jüdischen Volk?", interessiert sich Bina. "Weil die Juden die einzigen waren, die die Tora wollten", erklärt Beni. "Stimmt‘s, Chagai?" "Ja, ganz genau!", gurrt die Taube. "Es war nämlich so...

haSchem ging zu jeder Nation der Welt und Er fragte, "Wollt ihr Meine Tora annehmen und ihre Gesetze befolgen?" Doch kein einziges Voik war dazu bereit. Ein Volk sagte, sie wollten nicht aufhören, andere Leute zu töten; das nächste wollte auch weiterhin stehlen; ein Volk bestand darauf, am Schabbat zu arbeiten. Nur die Juden sagten "Na‘ase venischma - was immer in G-ttes Tora steht, werden wir tun; und wir wollen hören, was G-tt uns befiehlt!"

Als die Juden nach dem Auszug aus Ägypten auf ihrer Wanderung durch die Wüste zum Berg Sinai kamen, richteten sie einen Lagerplatz ein und bereiteten sich während drei Tagen darauf vor, G-ttes Wort zu hören. Sie badeten sich und wechselten ihre Kleider. Sie waren darauf bedacht, nicht zu streiten oder Schlechtes über andere weiter zu erzählen. Sie lernten und bemühten sich, diese Tage zu einer heiligen Zeit werden zu lassen. Den Berg Sinai, von welchem G-tt zu ihnen sprechen wurde, umzäunten sie, damit ihm niemand zu nahe kommen konnte.

SINAJSchliesslich, früh am Schabbat Morgen, dem sechsten Siwan im jüdischen Jahr 2448, stand das jüdische Volk vor dem Har Sinaj, bereit, G-ttes heilige Tora zu empfangen. Mosche stieg auf den Berg, während das restliche Volk - alt und jung, Männer und Frauen - am Fuss des Berges stand. Es waren mehrere Millionen Menschen. Wir kennen die genaue Zahl nicht, jedenfalls machten die Männer allein schon über 600.000 aus. Sogar die Seelen der Juden, die noch nicht geboren worden waren, kamen zum Har Sinai. Jeder Jude, der irgendwann existieren würde, war anwesend und wartete darauf, die Tora in Empfang zu nehmen.

Es wurde ganz still in der Welt. Eine ergreifende Ruhe erfüllte die Atmosphäre. Niemand sprach, hustete oder nieste. Die Vögel hörten auf zu zwitschem; der Wind blies nicht; die Wellen in allen Meeren lagen still. Nichts bewegte sich.

Plötzlich wurde die Ruhe durchbrochen! Der Ton eines grossen Schofars wurde gehört und die Stimme G-ttes erfüllte das Universum! Berge erzitterten! Seen und Meere brausten und schäumten! Blitze erleuchteten das Firmament! Gewaltige Donnerstösse rollten durch den Himmel! Und G-ttes Worte erschienen wie flammende Buchstaben am Horizont.

Beni schaudert. "Muss das aber erschreckend gewesen sein! ", meint er. "Ja, bestimmt. Die Juden kamen fast um vor Angst. Sie fürchteten sich davor, auch nur ein weiteres von G-tt ausgesprochenes Wort zu hören."

"Höre du G-tt zu, und berichte uns dann, was Er gesagt hat! ", flehten sie Mosche an. So kam es, dass sie nur die zwei ersten Gebote direkt von G-tt vernahmen. "Vierzig Tage später kam Mosche vom Berg hinunter. In seinen Händen hielt er die zwei Luchot Habrit - zwei wundersame, steinerne Tafeln. Alle Zehn Gebote waren darin eingeritzt. Die Buchstaben waren durchgehend - von einer Seite zur anderen eingemeisselt, doch auf keiner Seite war die Schrift seitenverkehrt! Man konnte sie von beiden Seiten, vorne und hinten, lesen. Nur G-tt alleine kann solche Tafeln anfertigen!"

"Wozu benötigte Mosche vierzig Tage, bis er vom Berg hinunterkam?", fragt Bina voller Interesse. "Er war damit beschäftigt, die Tora zu lernen! Während vierzig Tagen und vierzig Nächten lehrte ihn G-tt die gesamte Tora - Tora Schebichtaw, die geschriebene Lehre, und Tora Schebeal Pe, die mündliche Lehre, die ausführliche Erläuterung der schriftlichen Lehre."

"Zum Glück musste er nur die Zehn Gebote hinabtragen", bemerkt Beni. "Wenn alle 613 Gebote auf den Tafeln gestanden hätten, wären diese wohl unheimlich schwer gewesen!" "Erstens sind alle 613 Gebote in den Zehn Geboten enthalten, zweitens waren die steinernen Tafeln wirklich sehr schwer, doch Haschem machte, dass sie sich ganz leicht anfühlten, so dass Mosche sie tragen konnte."

haSchalom alekhem!'Salamu alekhum!

Verlag Morascha



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