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Verkleidungen
Die Verkleidung zu Purim ist ein
Brauch, der sich im Mittelalter unter dem Einfluss des venezianischen
Karnevals entwickelt hat und sehr bliebt ist - nicht nur bei Kindern!
Zunächst war es nur unter den italienischen Juden üblich, sich zu
kostümieren und verbreitete sich erst allmählich von dort ins restliche
jüdische Europa.
Abb.: "Zeitgenössische Esthers"
An Purim ist
es sogar erlaubt, dass Männer Frauenkleidung und Frauen Männerkleidung
tragen, entgegen dem Gebot in Deuteronomium 22:5 "Eine Frau soll nicht
Männertracht anlegen, und ein Mann soll nicht Frauengewänder an ziehen; denn
ein Gräuel ist dem Ewigen, wer dies tut". Die rabbinischen Meinungen zu
diesem Aspekt gehen allerdings auseinander.

Diese
Aufnahme wurde in einem Lager für so genannte "DP's" - Displaced Persons -
in Landsberg am Lech gemacht. Sie zeigt Kinder im Jahre 1946 in
Verkleidungen mit Purimrassel zum wahrscheinlich ersten Purim, das im Lager
nach der Schoa gefeiert wurde.

Auch dieser "Haman" wurde in
Landesberg am Lech in Oberbayern aufgenommen.
Franca Blum,
eine Überlebende, erläutert die Hitler-Hamans folgendermaßen: "Wir
wussten, dass Hitler tot war, aber wir konnten nicht sehen, wo er war. Hier
sahen wir, dass er hingerichtet und begraben wurde" (aus:
Paulus, Ein
Ort wie jeder Andere).

Selbstgebastelte Masken aus einem jüdischen Kindergarten,
Deutschland 2004.

"Der Maskenball" - ein Stich nach einer Zeichnung von Wagenaar, Holland, aus
dem Jahr 1780.
Er zeigt
maskierte und tanzende portugiesische Juden in Amsterdam vor einem
Wandbehang, auf dem die Purimgeschichte dargestellt ist.
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anklicken!
hagalil.com
05-03-2004
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