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Gedanken zum Tischri

Schuld und Verdienste des Menschen auf der Waage der Gerechtigkeit und des Erbarmens

Jeder Mensch hat Verdienste aber auch Schuld. Sind die Verdienste grösser als die Schuld, so spricht man von einem Zaddik - einem Gerechten. Ist die Schuld grösser als die Verdienste, so nennt man ihn Rascha - einen Bösen. Ist beides im Gleichgewicht, so spricht man von einem Bejnoni - einem Mittelmässigen.

Das gleiche gilt auch für Länder. Sind die gemeinsamen Verdienste der Bewohner grösser als ihre Schuld, ist es ein gerechtes Land. Ist die Schuld grösser als die Verdienste, ist es ein schändliches Land. All dies bezieht sich auch auf die ganze Welt.

Ist die Schuld eines Menschen grösser als seine Verdienste, muss er sofort, wegen seiner Sünden sterben, denn es steht geschrieben: "Al Row Awonkha - wegen der Überzahl deiner Schuld..." (Hoschea 9). Ist die Schuld eines Landes grösser als seine Verdienste, so ist es dem Untergang geweiht, denn es steht geschrieben: "S‘akat Sedom vaAmora ki rabah - das Wehgeschrei von Sedom und Amora ist gross" (Bereschit 18, 20).

Dies gilt auch für die ganze Welt, denn es steht geschrieben: "Vajar HaSchem ki rabah Ra‘at haAdam - und G"tt sah, dass das Böse der Menschen gross war" (Bereschit 6, 5).

Das Ausschlaggebende ist hierbei nicht das Zahlenmässige, sondern das Ausmass des Guten und des Bösen. Es gibt Verdienste, die schwerer wiegen als eine grosse Anzahl von Sünden, so wie es heisst: "Ja‘an nimzah bo Dewar tow - an ihm, von dem Haus Jerowams, Gutes wurde gegenüber G"tt" (Melachim 1, 14, 13). Aber auch umgekehrt kann eine Schuld schwerwiegender sein als viele Verdienste, denn es steht geschrieben: "Wechote Echad jeabejd Towah harbe - und ein Sünder lässt viel Gutes verlorengehen" (Kohelet 9, 18).

Nur G"tt, dessen Wissen allumfassend ist, kann entscheiden, welche Wertmassstäbe anzulegen sind, wenn es darum geht, Schuld und Vergehen abzuwägen. Darum sollte sich jeder Mensch während des ganzen Jahres so betrachten, als sei er halb schuldig und halb verdienstreich. Auch die Welt sollte er so betrachten.

Wenn er sich dann durch irgend eine Tat schuldig macht, so hat er nicht nur die Waagschale seines eigenen Schicksals belastet, sondern die der ganzen Welt, und könnte so deren Zerstörung verursacht haben, genau wie den Verlust seines eigenen Lebens.

Hat er hingegen eine Mizvah erfüllt, so ist es möglich, dass er das Zünglein der Waage für sich selbst und für die ganze Welt entscheidend bewegt hat, und zu seiner Errettung, so wie auch zur Rettung der ganzen Welt beigetragen hat. So steht geschrieben: "VeZadik Jesod Olam - und der Gerechte ist der Grundpfeiler der Welt" (Mischlej 10, 25). Wer das Rechte tut, hat für die ganze Welt Verdienst errungen und sie gerettet (Rambam Hilchot Teschuwa Kap. 3, 1-5).

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