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Gebete zum Abschluss des Jom Kippur - Neila
[NE'ILAH]

Zum Abschluss des Jom Kipur:
Gedanken zum Viduj im Schlussgebet

Gott, ich möchte dir nicht in den Ohren liegen oder mich wiederholen oder dir meine Liste der Sünden erneut vortragen. Du kanntest die Liste, bevor dieser Tag begonnen hat. Ich habe sie mehr für mich selbst als für dich gesagt. Du kennst sogar alle Sünden, die mir noch unbekannt sind, Sünden, die ich vor mir selbst versteckt habe oder die ich aus Dummheit nicht sehe.

Ich bekenne, dass ich verantwortlich bin für vieles, was unrecht gewesen ist. Ich habe versucht, mehr aus dem Leben herauszuholen, als ich bereit war zu geben. Ich habe nie gelernt, die richtige Frage zu stellen. Ich fragte nicht: "Was kann ich dem Leben geben?", sondern: "Was gibt das Leben mir?" Vielleicht habe ich andere betrogen, mit Sicherheit jedoch habe ich mich selbst um viele Dinge betrogen, die ich hätte haben können: um Freundschaft, Liebe und Selbstrespekt.

Ich bekenne, dass viele meiner Probleme entstanden sind, weil ich die Wahrheit über mich selbst oder über mein eigenes Leben nicht wirklich wissen wollte. Ich habe versucht zu kaufen, was nicht käuflich ist. Ich habe Dauerhaftigkeit von vergänglichen Dingen erwartet. Ich bin der Menge gefolgt, weil ich nicht den Mut hatte, allein zu stehen.

Und ich bekenne, dass ich mein Wissen über dich habe schwinden lassen. Viele Hoffnungen und Träume sind gestorben, weil ich ihnen nicht vertraut haben, obwohl sie Zeichen deiner Gegenwart in meinem Leben waren.

Ich bin heute durch so viele Gebete gegangen, habe so viele Worte ausgesprochen, dass ich teilweise das Gefühl für ihre Bedeutung verloren habe. Ich bin verblüfft über ihre Sicherheiten und ihre Forderungen. Lass zumindest dieses Bekenntnis wahr sein, lass es mein eigenes Gebet sein.

Denn ich bekenne, dass viele meiner Bekenntnisse nicht wirklich wahr waren. Ich habe mir für die verkehrten Dinge die Schuld gegeben. Ich habe meine Versäumnisse erwähnt, aber nicht meine Sünden. Ich habe vorgegeben, jemand anderes zu sein, nicht die Person, die du geschaffen hast.

Ich bin zu gering, um dich zu erreichen, und du bist zu groß für mich, um dich zu begreifen. Deshalb will ich versuchen, still zu sein und in dieser Stille geduldig zu warten, bis du mich findest. Du bist so groß, du kannst dich zu mir herabbeugen, und deine Liebe kann die Distanz zwischen uns überbrücken, die mein Verstand nicht zurücklegen kann.
Vergib mir, verzeih mir, gib mir Versöhnung.

Unser Gott und Gott unserer Vorfahren, lass unsere Gebete dich erreichen. Sei nicht taub für unsere Bitte um Erbarmen. Denn wir sind nicht so hochmütig und nicht so stur, dass wir in deiner Gegenwart, unser Gott und Gott unserer Vorfahren, behaupten würden, wir seien gerecht und hätten nicht gesündigt. Vielmehr bekennen wir: Wir und unsere Vorfahren haben gesündigt.

Wir waren Arrogant, Boshaft und Charakterlos.
Wir haben Diebstahl begangen und uns Eingeschmeichelt. Wir haben Frevelhaft gehandelt und Getötet. Wir sind Hartnäckig gewesen und haben andere Irregeführt. Wir haben ohne Jede Vorsicht über andere geredet und waren Kaltherzig.
Wir haben Lügen erdichtet, Macht missbraucht und die Not anderer übersehen.
Wir haben gegen die Obhut Gottes rebelliert und uns von Prestige-Gedanken leiten lassen. Wir haben anderen Qualen zugefügt und Ratschläge erteilt, die schlecht waren.
Wir haben uns Schuldig gemacht und sind Treulos gewesen.
Wir waren Gott Ungehorsam und haben uns Verfehlt. Wir haben Gottes Weisung unbeachtet gelassen und X-beliebige eigene Wünsche in sie hineingelesen.
Unser Verhalten war Zerstörerisch.

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Quelle: Sefer haTfiloth, Gebetsbuch für die Hohen Feiertage...
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Gedanken zum Tischri



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