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Rosch haSchanah und Jom Zom Kipur
Gedanken zum Tischri
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ROSH HASHANA ist das jüdische Neujahrsfest. Das Fest hat einen biblischen Ursprung (Lev. 23,23-25): "ein heiliger Tag mit lautem Blasen des Shofar (Widderhorn) zum Gedächtnis". Der Begriff Rosh Hashana - zu deutsch Jahresbeginn - ist rabbinisch. Auch die ehrfurchtsvollen Inhalte des Festes stammen aus rabbinischer Zeit: Reue und Buße, Vorbereitung auf den Tag des göttlichen Gerichts und Gebete für ein fruchtbares Jahr. Das zweitägige Fest fällt auf den 1. und 2. Tishre des jüdischen Kalenders und beginnt dieses Jahr am 17.September mit Sonnenuntergang und hört am 19. September auf.

Zu den wichtigen Gebräuchen von Rosh Hashana gehören das Shofar-Blasen während eines ausgedehnten Gottesdienstes, der sich auf die Inhalte des Festes konzentriert, und reiche, häusliche Mahlzeiten, mit denen der Beginn des neuen Jahres gefeiert wird. In vielerlei Hinsicht beginnt das Jahr in Israel an Rosh Hashana.

Regierungskorrespondenzen, Zeitungen und die meisten Radiosendungen, um nur drei Beispiele zu nennen, tragen zuerst das "jüdische Datum". Glückwünsche zum Neuen Jahr werden zu Rosch haSchanah versandt, nicht im Dezember.

Botschaft des Präsidenten des Staates Israel,
Herrn Moshe Katsav, zu Rosh Hashana 2001-5762

Liebe Freunde,

in der jüdischen Tradition sind die Hohen Feiertage auch eine Zeit einer nationalen Gewissensprüfung. Das vergangene Jahr war ein Jahr der Herausforderung für das jüdische Volk. Es war ein Jahr, in dem wir stündlich unsere nationale Stärke, unsere Einheit und unsere Verbundenheit mit unserem Land - unserer Heimat - unter Beweis stellen mussten. Der Terror hat uns wahllos heimgesucht, mit dem Ziel, Israel zu bezwingen, um politische Gewinne zu erzielen. Der während des letzten Jahres erfahrene Terror war der schwerste und grausamste, dem wir je ausgesetzt waren und brachte vergessene Bilder ins Gedächtnis zurück.

Trotz aller Schwierigkeiten hat Israel nicht aufgehört, nach Frieden zu streben und seine Pflicht für die Verteidigung seiner Bürger zu erfüllen. Das israelische Volk schöpft Mut aus den Besuchen von Delegationen, die aus der Diaspora zu uns kommen, um ihre Solidarität zu bekunden. Die Solidaritätskundgebungen für Israel, die weltweit stattfinden, symbolisieren die besondere Verbundenheit des jüdischen Volkes mit unserem Land. Ihre fortgesetzten Bemühungen sind wichtig und vereinen uns.

Liebe Freunde, trotz Schwierigkeiten und Sorgen müssen wir uns die historischen Leistungen des israelischen Volkes vergegenwärtigen: Eine achtfache Zunahme der jüdischen Bevölkerung Israels von 600.000 auf fünf Millionen einschließlich der Einwanderung und Integration der Holocaustüberlebenden aus Europa und der Juden aus islamischen Ländern, aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Äthiopien; die Wiederbelebung der hebräischen Sprache; Errungenschaften auf technologischem Gebiet; die Schaffung eines modernen demokratischen Staates; den Aufbau einer israelischen Gesellschaft und Kultur, welche Juden aus 102 Ländern, die 82 Sprachen sprechen, gemeinsam ist.

Besonders in diesen Zeiten sind wir verpflichtet, die Bindung zum Staat Israel zu stärken sowie die jüdische Erziehung und das zionistische Erbe unter uns zu vertiefen. Ich rufe die jüdischen Gemeinden in der Welt auf, Israel zu besuchen und das Thema Alijah auf die Tagesordnung zu setzen. Wir sind ein einziges Volk mit einem gemeinsamen Erbe und Schicksal.

Am Vorabend des Rosh Hashana-Festes überbringe ich Ihnen und Ihren Familien meine besten Wünsche für ein frohes Neues Jahr, ein Jahr der Sammlung der Zerstreuten, ein Jahr des Friedens und der Sicherheit.

Wir alle hoffen und beten, dass das jüdische Volk bessere Tage erleben möge.

Shana Towa!

siehe auch: http://www.israel.de/blickpunkt/feste.html



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