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Koscher leben...
 
 

Elul10. Elul


Der grosse Plan der Schöpfung (3):
Den Himmel auf die Erde bringen
Der grosse Plan der Schöpfung (1) (2)


Manche Menschen meinen, die Torah enthalte allein Gesetze, Sittengemälde und originelle Geschichten, und haben nur eine vage Vorstellung von ihrer mystischen Seite. Die Erfahrung unseres Volkes am Berge Sinai war eine mystische Erfahrung. Es heißt, dass die Menschen den Donner sahen. Sie sahen das, was man üblicherweise hört, und sie hörten das, was man gewöhnlich sieht. Das Geistige wurde ihnen zur Realität, und das Wirkliche erschien als atmosphärische Störung, als intellektuelle Einbildung.
Die Seele der Torah - ihre mystische Erfahrung - kam zuerst. Die Torah ohne ihre innere Bedeutung ist wie ein Körper ohne eine Seele.


Es gibt keine zwei Torahs, eine für Mystiker und eine andere für Gesetzesdeuter. Es gibt den Körper der Torah, und es gibt die Seele der Torah. Beides ist eins. Keines kann dem anderen widersprechen, denn das eine findet sich im anderen, und umgekehrt.


In einem schlichten Kommentar, der für ein fünfjähriges Kind geschrieben wurde, lassen sich tiefe Geheimnisse der Torah finden. Allerdings nur dann, wenn wir den schlichten Kommentar so verstehen, wie es ein fünfjähriges Kind tun würde.


Manchmal macht die Torah eine Aussage, widerspricht sich später selbst und enthüllt noch später einen dritten Ansatz, der den Widerspruch auflöst.
In der Torah bekommst du nicht alle Antworten auf einmal. Du musst zuerst eine einfache Wahrheit akzeptieren und damit leben. Später musst du dann eine weitere Wahrheit finden - eine, die anscheinend zu allem im Widerspruch steht, was du zuvor gelernt hast, und die alles aufzuheben scheint. Doch aus dieser Verwirrung entsteht eine höhere Wahrheit: das innere Licht, das alles durchdringt, was du zuvor gelernt hast.


Rabbi Zera fastete 100 Fastenzeiten lang, um alles zu vergessen, was er in Babylonien gelernt hatte. Erst dann konnte er damit beginnen, die Torah des Landes Israel zu studieren.

Lernen bedeutet nicht einfach, Wissen und noch mehr Wissen zu erwerben. Lernen ist ein Prozess von Quantensprüngen, die einen immer weiter über das subjektive Ich hinausrühren. Es ist gleich, wie hoch der Gipfel ist, den du erreichst - es gibt immer einen anderen Gipfel, der noch höher ist.

Diesen Gipfel kannst du jedoch erst erklimmen, wenn du feststellst, dass du dich immer noch im Tal befindest.


Du fragst vielleicht: «Warum muß ich studieren und lernen? Ist denn die Wahrheit nicht schon in mir?»
Die Wahrheit ist in dir verschlossen, tief in Schlaf versunken. Sie wird von der Wahrheit, der du außen begegnest, erweckt und befreit.


Die Torah zu studieren ist nicht so, als ob man irgendein anderes Fach lernt. In anderen Bereichen verbindet sich unser Geist mit der Information und dem Wissen von und über etwas. Wenn wir jedoch die Torah studieren, ist Er in all jenen Gedanken, über die wir nachdenken und meditieren - Er ist in ihnen, und wir sind zu diesem Zeitpunkt eins mit Ihm.


Wenn du einen Gedanken aus der Torah hörst, solltest du darüber meditieren. Du musst das, was du hörst, von einem Zustand des Verstehens in einen Zustand der Erkenntnis, der Verwirklichung und der Vision weiterführen. Der Gedanke muss dich so lange und so tief bewegen, bis du nicht mehr derselbe bist wie zuvor und bis dein Tag nicht mehr derselbe Tag ist wie zuvor. Dann ist dieser Gedanke zu deinem eigenen geworden.

©Den Himmel auf die Erde bringen
Die Weisheit des Rabbi Schneerson aus New York
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Kabalah im Morgengebet:
Jüdische Meditation

Wenn von jüdischer Meditation die Rede ist, wird das Naheliegende, das ganz alltägliche Beten aus dem Sidur, oft übersehen...

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