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Der grosse Plan der Schöpfung (2):
Den Himmel auf die Erde bringen
Der grosse Plan der Schöpfung (1)

Gehe in einer klaren Nacht nach draußen und betrachte die Spiegelung des
Mondes im Wasser eines Sees. Dann schau dir die Spiegelung des Mondes in
einem Teich, einer Teetasse und einem einzigen Wassertropfen an. Auf
dieselbe Weise wird das Wesen der Torah in jedem Menschen gespiegelt, der
sie studiert, vom kleinen Kind bis zum großen Weisen.

Vor der Erfahrung am Berge Sinai gab es eine Erde, und es gab einen Himmel.
Wenn man das eine wollte, musste man vom anderen lassen. Am Berge Sinai aber
wurden die Grenzen von Himmel und Erde aufgehoben, und der Mensch erhielt
die Kraft, beide zu verschmelzen: Das Irdische in das Reich des Geistes zu
erheben, und den Himmel auf die Erde zu bringen.

Vor der Erfahrung am Sinai konnte der grobe Stoff, aus dem die Welt
gemacht ist, nicht erhoben werden. Er konnte als Mittler genutzt werden, als
ein Hilfsmittel auf dem Weg zur Erleuchtung, aber er konnte nicht selbst
erleuchtet werden.
Jakob benutzte Stöcke zur Meditation, Isaak grub Brunnen. Aber weder die
Stöcke noch die Brunnen wurden von G'ttlichkeit erfüllt.
All das wurde durch das Erlebnis am Berge Sinai anders. Wenn man ein Stück
Leder nimmt und darauf einen Text der Torah schreibt, transformiert man
damit das Materielle ins Spirituelle. Dasselbe gilt für das Mehl, womit die
Matzen für die Passah-Nacht gebacken werden, für die Zweige, mit denen man
die Laubhütte deckt, und sogar für das Einkommen, das du für Tzedaka
verwendest. Das kann man auf das ganze Leben übertragen.
Die Aufgabe unserer Stammväter bestand darin, die Seelen der Menschen zu
erleuchten. Unsere Aufgabe ist es, die irdische Dunkelheit in Licht zu
verwandeln.
©Den Himmel
auf die Erde bringen
Die Weisheit des Rabbi Schneerson aus New York
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