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Koscher leben...
 
 

Elul/4

Der grosse Plan der Schöpfung (1):
Den Himmel auf die Erde bringen

Die Hauptbeschäftigung des Rebbe war das Studium. Er vertiefte sich in die Schriften des Talmud, die Gesetzestexte und ihre Auslegungen, die Kabbala und die Philosophie. Er studierte jeden Aspekt des Reichtums der Torah, prüfte und verglich, stellte Fragen, die andere nicht zu stellen wagten, und bot Lösungen an, die andere noch nicht gefunden hatten.

Es stimmt, dass er eine internationale Organisation von Aktivisten mit Hunderten von Büros rund um den Globus leitete. Es stimmt, dass er jeden Tag säckeweise Post erhielt. Es stimmt, dass er Aktion verlangte und nicht nur Ideen, und doch bestand seine Hauptbeschäftigung - das, worüber er sprach, worüber er schrieb, womit er die meisten Stunden am Tage verbrachte - im Studium der Torah.

Der Rebbe wiederholte oft, dass man mit dem Torahstudium die Welt erobern könne. Und die Art und Weise, in der der Rebbe die Torah erörterte, zeigte genau dies: Jeder Gedanke, jede Lehre stellte einen neuen Ansatz zum Verständnis des gesamten Universums dar. Eine einfache Geschichte oder ein scheinbar trockener Gesetzestext wurden in seinen Händen zu einer Einsicht in das Wirken von Zeit und Raum.

Soviel Zeit mit dem Studium zu verbringen, ist bereits für sich genommen eine aussagekräftige Botschaft. Ein solches Verhalten zeigt: »Das, was ihr von mir seht, der Teil von mir, der sich um die Welt und ihre Angelegenheiten kümmert - das bin ich nicht. Das ist nur ein Abglanz meiner Seele. In Wirklichkeit bin ich in inniger Vereinigung mit einer G'ttlichen Lehre, die Jenseits der Zeit und Jenseits der ganzen Schöpfung ist.»

Nur jemand, der fest in einem höheren Reich verankert ist, kann die Welt wirklich verändern.

Man nennt das Wort G'ttes «Die Bibel» oder «Das Gesetz», aber das bedeutet es nicht. Torah heißt «Anweisungen». Gleich, welchen Text in der Torah du studierst - du musst darin die Anweisungen finden, die er dir gibt.

Die Torah ist der Plan, auf dem der Entwurf der Welt verzeichnet ist. Alles, was es gibt, kann man in der Torah finden. Und mehr noch: In jedem Konzept der Torah kann man die ganze Welt finden.

Als G'tt zum Menschen auf dem Berge Sinai sprach, gab es kein Echo, so berichtet die Überlieferung.
Die Torah durchdringt alles und wird von allem aufgesogen, weil das ihr Wesen ist. Es gibt keinen Ort, an dem sie nicht gilt, keine Dunkelheit, die sie nicht erleuchtet, nichts, das sie nicht mit Leben erfüllen kann. Nichts und niemand wird sich dagegen auflehnen und behaupten: "Die Torah ist zu heilig, um hierher zu gehören".

Vor der Erfahrung auf dem Berge Sinai gab es eine Hierarchie der Menschen, die die Wahrheit kannten. Der Hohepriester von Ägypten war im Besitz der vollen Wahrheit. Die Schreiber kannten die Wahrheit als Geheimnisse. Die von ihnen initiierten Schüler hatten Ahnungen. Die gemeinen Menschen aber wanderten in der Dunkelheit umher.

Am Sinai mussten sich alle Männer, Frauen und Kinder versammeln. Alle erfuhren dieselbe Wahrheit, alle zur selben Zeit. Wenn es um die Essenz einer Sache geht, gibt es kein «höher» oder «niedriger». Manche mögen eine Wahrheit in größeren Zusammenhängen oder in vielen Details wahrnehmen, aber das Wesen der Wahrheit ist überall das gleiche und für jedermann geeignet. Weil G'tt überall ist.

Der grosse Plan der Schöpfung (2)

Quelle: Den Himmel auf die Erde bringen
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Teschuwah!



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Jüdische Weisheit
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