Die Quelle des Lebens
Keiner kommt als ein Fremder an die Quelle des
Lebens. Sie ist kein Ort, der entdeckt werden muß oder an den man als
Tourist gelangt. Es gibt nur eine Heimkehr, eine Rückverbindung.
Die Seele beginnt in einer innigen, wesenhaften Bindung
zur Quelle jenseits aller Dinge. Selbst wenn sie sich in die irdische Welt
begibt, in eine menschliche Form, bleibt diese uranfängliche Bindung
bestehen. Es ist diese Verbindung, die sie beständig zur Heimkehr drängt,
die sie anzieht wie ein Magnet seine andere Hälfte. Die ganze Suche des
Menschen, all sein spirituelles Streben, ist nichts als ein Ausdruck dieser
Dynamik, dieses Durstes nach Heimkehr.
Die Sehnsucht heimzukehren wohnt uns allen inne, muß aber
noch erweckt werden. Die Seele muß erst erkennen, daß sie sich weit von
ihrer Quelle entfernt hat. Die intensive Sehnsucht nach Heimkehr in ihrer
ganzen Stärke findet man deshalb in jener Seele, die sich weit von ihrem
wahren Selbst entfernt hat und schließlich erkennt, daß sie sich verirrt
hat. In einer solchen Seele ist das Verlangen nach Rückverbindung voller
Leidenschaft und Kraft. Der Antrieb zurückzukehren ist G-ttes Netz. Denn bei
ihrer Suche nach einem Weg, sich mit Ihm wieder zu vereinen, findet die
Seele G-tt in allen Dingen der Welt. Und damit werden auch diese Dinge in
den Prozeß mit einbezogen. Je tiefer der Abstieg, desto größere Schatze
werden gehoben.
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