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Koscher leben...
 
 

Gott und Gott unserer Vorfahren, in deiner Hand liegt das Geschick unseres Volkes und die Zukunft aller Nationen jeder Sprache. Du hast uns über die ganze Erde zerstreut, und du sammelst uns wieder. Du führst uns aus der Knechtschaft zur Freiheit, aus Zeiten der Not zur Freude. Als deine Zeugen lassen wir dein Licht unter den Völkern leuchten. Stärke uns, damit wir deinen Willen erfüllen.

Wir wenden uns nach Zion wie unsere Vorfahren vor uns. Die Erinnerungen daran bringen uns einander näher. Die Visionen darüber bringen uns dir näher. Erweise uns die Gnade, dass wir den Bau Jerusalems in unseren Tagen sehen. Seine Stärke möge darin liegen, dass Recht in ihm wohnt und seine Sicherheit darin, dass sich gerechte Taten in ihm finden. Friede sei Jerusalems Lohn.

Deinem Namen erweisen wir die Ehre für die Wunder, die unsere Augen gesehen haben. Aus der Vernichtung wuchs Hoffnung. In der Dürre entsprang eine Quelle, "die Steppe blühte wie die Lilie" (Jes 35,1).

Mitten in der Zeit der Not haben wir die Worte deiner Propheten gehört und die Erfüllung deiner Worte gesehen. Wahrhaftiger Gott, von neuem hast du uns erlöst. Stärke uns nun und gib uns Mut, dein Werk zu vollenden. Öffne die Pforten zum Segen für Israel und für alle Völker. Amen.

STUDIENTEXTE

Ich gehöre zu einer Gruppe von Menschen, die seit der Eroberung Palästinas durch die Briten nicht aufgehört hat, für einen wirklichen Frieden zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung zu kämpfen.

Unter einem wirklichen Frieden verstanden wir und verstehen immer noch, dass beide Völker gemeinsam das Land entwickeln, ohne dass eins dem anderen seinen Willen aufzwingt. Im Blick auf die internationalen Gepflogenheiten unserer Generation schien uns dies schwierig, aber nicht unmöglich zu sein. Wir waren und sind uns dessen bewusst, dass dieser unübliche, ja beispiellose Fall, von uns verlangt, neue Wege zu suchen, neue Wege der Verständigung und des herzlichen Einvernehmens zwischen den Nationen. Auch hier standen und stehen wir unter der Macht eines Gebotes.

Wir sahen einen wesentlichen Punkt darin, dass sich hier zwei be rechtigte Ansprüche gegenüberstehen, zwei Ansprüche von ganz unter schiedlichem Charakter und unterschiedlicher Herkunft, die man nicht objektiv gegeneinander ausspielen kann. Man wird keine objektive Ent scheidung darüber fällen können, welcher der beiden Ansprüche be rechtigt ist und welcher nicht. Wir sahen und sehen unsere Aufgabe darin, den Anspruch, der sich unserem entgegenstellt, zu verstehen und zu achten und uns darum zu bemühen, beide Ansprüche miteinander zu versöhnen. Wir konnten und können den jüdischen Anspruch nicht verleugnen. Etwas, das sogar über unserem Leben steht, ist untrennbar an dieses Land gebunden: sein Werk, seine göttliche Sendung. Den ,~ noch waren und sind wir davon überzeugt, dass es einen Kompromiss geben muss zwischen diesem Anspruch und dem anderen. Wir lieben Land und wir glauben an seine Zukunft. Da eine solche Liebe ein solcher Glaube mit Sicherheit auch auf der anderen Seite vor sind, muss eine Vereinigung zu einem gemeinsamen Dienst an diesem Land im Bereich des Möglichen liegen. Wo Glaube und Liebe ist, mag eine Lösung gefunden werden, sogar für das, was ein verhäng nisvoller Gegensatz zu sein scheint.

Ich denke, dass Gott nicht einen Teil der Erde abgibt, damit je mand wie Gott in der Bibel sagen könnte: ,,Das ganze Land ist mein!" (Ex 19,5) Das eroberte Land ist meiner Meinung nach auch den Eroberern nur geliehen, die sich darauf niedergelassen hat. Und Gott wartet nun ab, was sie daraus machen werden.

<Martin Buber)

Wir, die Mitglieder des Nationalrats als die Repräsentanz der jüdischen Bevölkerung im Land Israel und der Zionistischen Bewegung, haben uns an diesem Tag versammelt, an dem das britische Mandat über Palä stina abläuft. Kraft unseres natürlichen und historischen Rechts und gestützt auf die Resolution der Vollversammlung der Vereinten Natio nen proklamieren wir hiermit die Errichtung eines Jüdischen Staates im Land Israel: den Staat Israel.

Der Staat Israel wird offen sein für die jüdische Immigration und die Sammlung der in der Diaspora Lebenden. Er widmet sich der Aufgabe, das Land zum Wohl für alle seine Bewohner zu entwickeln. Er gründet sich auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden gemäß der Verkündigung der Propheten Israels. Er wird allen seinen Bürgerinnen und Bürgern die gleichen sozialen und politischen Rechte garantieren, unabhängig von Glaube, Rasse oder Geschlecht. Er garantiert Glaubens- und Ge wissensfreiheit und freie Wahl der Sprache, Ausbildung und Kultur. Er wird die heiligen Orte aller Religionen schützen. Er wird sich an die Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen halten.

Selbst unter dem unmittelbaren Eindruck der gewalttätigen Attacken, die in den vergangenen Monaten gegen uns gerichtet waren, rufen wir die arabische Bevölkerung in Israel auf, den Frieden zu wahren und sich bei der Bildung des Staates Israel zu beteiligen, auf der Basis einer vollen und gleichberechtigten Staatsbürgerschaft und einer angemessenen Ver tretung in allen seinen vorübergehenden und dauerhaften Institutionen.

Wir reichen allen uns umgebenden Staaten und ihren Völkern die Hand zu Frieden und guter Nachbarschaft und bitten sie, mit der unab hängigen jüdischen Nation in dem ihr gehörenden Land in gegenseiti ger Hilfsbereitschaft zu kooperieren. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag zu leisten zu einer gemeinsamen Bemühung um die Entwick lung des gesamten Nahen Ostens.

Wir bitten die jüdische Bevölkerung in der Diaspora, uns bei Einwan derung und Aufbau des Landes zu unterstützen und uns in dem Bemü hen zur Seite zu stehen, die jahrtausendealte Sehnsucht nach der Erlö sung Israels zu erfüllen.
Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott unterzeichnen wir diese Pro klamation in dieser Sitzung der vorläufigen Regierung auf dem Boden unseres Heimatlandes in der Stadt Tel Aviv, diesen Schabbat-Abend, den fünften Ijjar 5708, den 14. März 1948.

(Aus eier israelischen Unabhängsgkeicserkliirung)

Ein PilgerLied Von David.

Ich freute mich, als man zu mir sagte:

,,Lasst uns zum Hause Gottes gehen!"

Unsere Füße standen

in deinen Toren, Jerusalem.

Jerusalem ist gebaut

als eine Stadt, die alle vereint.
Die Stämme zogen zu ihr hinauf,
die Stämme Gottes,

denn es ist Israels Auftrag,
den Namen Gottes zu loben.

Dort saß man zu Gericht,

dort sind die Richterstühle des Hauses Davids.

Trachtet nach Frieden für Jerusalems

allen, die dich lieben, soll es gut gehen.

Friede sei in deinen Mauern

und Geborgenheit in deinen Palästen.

Um meiner Familie und meiner Freunde willen sage ich:

Friede sei mit dir!

Um des Hauses unseres Gottes willen, bitte ich:

Dir geschehe Gutes!

Gott in der Höhe, bei dir ist Barmherzigkeit in Fülle. Lass die Seelen derer, die Israel in Zeiten der Not eine neue Hoffnung gaben und die für die Bildung des Staates ihr Leben ließen, ungestört in deiner Gegen wart ruhen. Lass sie wie die Lichter am Himmel leuchten, zusammen mir den Heiligen und Reinen in der Höhe. Gott voller Barmherzigkeit, lass ihre Seelen bis in Ewigkeit in deiner Gegenwart geborgen sein. Ihr Leben möge eingebunden sein in den Bund des Lebens. Gott, du bist ihr Schicksal. Lass sie an ihren Ruhestätten in Frieden ruhen. Darauf sprecht: Amen.

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